Connectivity in der Kompaktklasse

Mercedes A 250 im Car-Connectivity-Test

3.7.2020 von Marc-Oliver Bender, Dirk Waasen und Michael Peuckert

Allein die Sonderausstattung der Mercedes A-Klasse schlägt mit rund 20.000 Euro zu Buche. Da erwarten wir Topleistungen in allen Disziplinen. Kann die A-Klasse dem gerecht werden?

ca. 1:35 Min
Testbericht
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  1. Mercedes A 250 im Car-Connectivity-Test
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ADAC-Test Mercedes
Der Mercedes Benz A 250 e im Connectivity-Test für Kompaktwägen.
© Daimler AG

Allein die Sonderausstattung des Mercedes-Testwagens schlägt mit rund 20.000 Euro zu Buche, davon entfällt rund ein Viertel auf die Konnektivität. 

Angesichts dieser gesalzenen Preise dürfen und müssen wir Topleistungen in allen Disziplinen erwarten. Kann die A-Klasse diesem Anspruch gerecht werden?

Infotainment

Gern hat Mercedes über die A-Klasse als rollendes Smartphone gesprochen– und dabei verschwiegen, dass vorher der Geldbeutel weit geöffet werden muss. Dann erst sind Navigation-Premium-Paket, Konnektivitäts-Paket Navigation, Smartphone-Integration, Digitalradio, NFC-Vorrüstung, Multifunktionstelefonie, Augmented-Reality-Darstellung der Navigation, Car-Sharing-Vorrüstung und Head-up-Display an Bord – für 4670,75 Euro. 

Das ist mehr Geld, als beispielsweise Toyota für LED-Scheinwerfer, Ledersitze, Fahrerassistenz und Alufelgen plus komplette Konnektivität aufschlägt. Da verwundert es nicht, dass die preiswerteren Autos in diesem Test nicht einmal ansatzweise an die Performance der vergleichsweise sündteuren Premium-Marken heranreichen. 

In der A-Klasse sind das zum Beispiel das brillante, gestochen scharfe und allzeit ablesbare 10,25-Zoll-Display, das Mercedes nochmals als Cockpit-Display verbaut und völlig frei konfigurieren lässt. Navi links, Musik mittig, Drehzahlmesser rechts, Instrumenten-Darstellung klassisch, Instrumente sportlich, Komfort-Funktionen, Entertainment-Funktionen – fast alles lässt sich völlig beliebig vom linken ins rechte Display und umgekehrt verschieben.

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Wer sämtliche Möglichkeiten der Konfiguration auf den kleinen Touchpads am Lenkrad, dem zentralen an der Mittelkonsole oder am Touchscreen durchspielen möchte und für jede Variante 10 Sekunden braucht, wäre je nach Ausstattung mehrere 100 Jahre lang beschäftigt. Wer sich dann noch ans favorisierte Setting erinnert – Hut ab! 

Will heißen: Das System liefert nicht nur, es fordert den Fahrer auch. Und manchen mag es sogar überfordern. Im Smartphone käme ein Easy-Mode zum Einsatz. Dass das hochkomplexe System weder im aktuellen Test noch im Dauertest abschmiert oder sich aufhängt, verdient Respekt. 

Beim Aufzählen der Funktionalität fällt es leichter, auf die wenigen fehlenden Merkmale hinzuweisen als auf die vorhandenen: Eine Gestensteuerung für die Konnektivität, ein Zusatzdisplay in der Mittelkonsole, haptisches Feedback, WLAN-Streaming und Mirrorlink fehlen, sonst ist alles da. Aber es ist nicht nur da, sondern auch gut – vom DAB-Empfang an sich über die liebevoll gestaltete Grafik bis hin zum Soundsystem fällt alles „Premium“ aus und funktioniert genau so, wie es sollte: fehlerfrei.

Fazit: Das Doppelscreen-Display des Mercedes setzt im Test Maßstäbe.

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