Die HiFi-Welt von AUDIO und stereoplay
Testbericht

Mythos Kompaktboxen

Warum weniger manchmal mehr ist...

Kompaktboxen sind meist mit zwei Wegen ausgestattet, Standmodelle eher mit drei oder vier.

© Julian Bauer

Kompaktbox extrem: Die Wilson Audio Duette ist unsere Referenz (stereoplay 7/2006, 12750 Euro).

Da Frequenzweichen leider immer auch Phasendrehungen erzeugen (Teile des Signals werden zeitverzögert), sind viele Zweige in Sachen Timing eher nachteilig. Vor allem bei räumlich getrennten Einzelchassis (keine sogenannten Punktstrahler oder Koaxialsysteme) birgt jede zusätzliche Trennfrequenz klangliche Risiken.

Je schmaler das Frequenzband, desto stärker der Effekt. So kann bei sehr tief abgekoppeltem Tieftöner der Bass tatsächlich hinterhinken. Dieser Nachteil schwindet allerdings bei hohen Pegeln, weil hier bei kleinen Boxen der Klirr rasant zunimmt.

Doch auch die Mechanik ist auf der Seite der Kompakten: Kleinere Gehäuse sind weniger resonanzanfällig. Große Flächen zu "beruhigen" ist erheblich aufwendiger. Auch dieser Effekt trägt dazu bei, dass unser Gehör Kompaktboxen als gelöster und räumlicher empfindet. Dritter Vorzug: Bei gleichem Preis kann der Hersteller in der kleineren Box höherwertige Chassis und Weichenbauteile einsetzen, das Gleiche gilt für Verarbeitung und Design. Dass Kompaktboxen kultivierter klingen und wertiger aussehen, ist daher keine Einbildung der Fan-Gemeinde, sondern Realität.

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