Testbericht

Nokia Communicator 9500

Inhalt
  1. Nokia 9500 Communicator
  2. Nokia Communicator 9500
  3. Datenblatt
  4. Wertung

Nicht ungenutzt blieb im Test das WLAN-Feature, das den Zugang zu Daten und Internet preiswerter und schneller macht. Die Konfiguration des Funk-Interfaces klappt vorbildlich einfach: Beim Öffnen einer Internet-Seite wird der WLAN-Zugang als erster in einer Liste möglicher Verbindungen angeboten - unverständlich, dass für die E-Mail-Kommunikation nicht die gleiche Liste bereit steht, hier ist zum Ändern der Verbindung mehr manueller Aufwand nötig.

Wichtige Konfigurationsdaten für die Mobilfunknetze sind dafür im Gerät gespeichert und werden bei Einlegen der SIM-Karte automatisch geladen - beim Kartenwechsel jedoch nicht wieder gelöscht. Neben der automatischen bietet Nokia übrigens auf der Website eine komfortable Over-the-air-Konfiguration für Verbindung, E-Mail und MMS an. Daneben hat der Communicator eine Bluetooth-Schnittstelle, die die Nutzung des 9500 als drahtloses Modem etwa fürs Notebook erlaubt.

problemlose Windows-Anbindung

Auf Anhieb klappte sogar die Outlook-Synchronisation mit einem Windows-XP-Rechner per Bluetooth, hier gibt's nicht selten Probleme - wobei sich das 9500 beim  Datenabgleich sehr lange Zeit lässt, auch über die Dockingstation. Und weil aller guten Dinge drei sind, ist das 9500er Triband-fähig und versteht sich auf das amerikanische GSM-1900-MHz-Netz. Eine weitere Neuerung ist die VGA-Kamera, der Vibrationsalarm fehlt dagegen.

Das hätte manchem Business-User mit Sicherheit andersherum besser gefallen: Schließlich verbieten immer mehr Firmen Kameras auf ihrem Werksgelände, und die Möglichkeit, sich Anrufe in Konferenzen diskret signalisieren zu lassen, ist eigentlich Standard. In Sachen Speicher ist der Communicator mit 80 Megabyte vernünftig ausgerüstet, mehr nimmt er weiterhin nur über MMC-Cards auf. Wer für Digicam oder MP3-Player eine weit verbreitete SD-Card nutzt, kann diese nicht in den Communicator schieben. Schade, denn schließlich könnte man die Bilder über das exzellente Display gut prüfen und Songs auch über den eingebauten Player im 9500er anhören.  

GPRS, aber kein UMTS

Beim Datenfunk bietet der Communicator GPRS, und für die Zukunft den fast an UMTS-Geschwindigkeit reichenden GSM-Standard EDGE. Verzichtet hat Nokia dagegen auf UMTS, was in Hinblick auf den meist deutlich höheren Stromverbrauch als weise Entscheidung durchgeht. So hält der 9500 dank ausgefeilterer Stromspartechnik in Prozessor und Software deutlich länger durch als manches neuere Smartphone.

Unter typischen Einsatzbedingungen sind über elf Stunden kontinuierliche Nutzung von Handy- und PDA-Funktionen möglich, bei heftigem Einsatz von WLAN oder Bluetooth sinkt das Stehvermögen entsprechend. Aber auch als schlichtes Mobiltelefon macht das 9500 eine gute Figur: Die akustischen und funktechnischen Leistungen werden zwar von Top-Handys überboten, schränken den Gebrauch des neuen Business-Profis im Alltag aber nur unter extremen Bedingungen ein. 

 

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© Archiv

nach wie vor ein klassiker unter den smartphones: der nokia communicator 9500.

Trotz Kritteleien an der Größe und an einigen kleinen Details ist der Nokia 9500 Communicator ein höchst gelungenes PDA-Phone - was sich inzwischen auch durch seine extrem lange Produktlaufzeit bestätigt hat. Das ungewöhnliche, aber sehr praktikable Bedienkonzept fordert Übung und für den Transport muss im  Zweifelsfall eine Gürteltasche herhalten. Wer das in Kauf nimmt, erhält mit dem Communicator 9500 aber ein mächtiges Tool, mit dem er unterwegs anfallende Aufgaben kompetenter lösen kann als mit jedem anderen Smart- oder PDA-Phone.

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