Vielseitiges Convertible

Samsung Galaxy Book Flex im Test: Gelungenes Comeback

Mit neuen Galaxy Books kehrt Samsung auf den deutschen Notebook-Markt zurück. Das 13-Zoll-Convertible Galaxy Book Flex setzt im Test ein erstes Ausrufezeichen.

Inhalt
  1. Samsung Galaxy Book Flex im Test: Gelungenes Comeback
  2. Samsung Galaxy Book: Die Produktfamilie im Überblick

© Samsung

Das Samsung Galaxy Book Flex in der 13,3-Zoll-Variante verdient sich im connect-Test die Verbalnote "sehr gut".

Pro

  • hervorragend verarbeitetes, kompaktes Convertible
  • brillantes QLED-Display mit Farbprofilen und „Outdoor+“-Modus
  • im Gehäuse versenkbarer aktiver Stift im Lieferumfang enthalten
  • integriertes Qi-kompatibles Ladepad für kabelloses Laden
  • gute Schnittstellenausstattung
  • lange Akkulaufzeit
  • ausgezeichneter Klang
  • umfangreiches Softwarepaket
  • optionaler Silent Mode (reduzierter Lüfterbetrieb)

Contra

  • SSD nur mit 256 GB verfügbar
  • mäßige Grafikleistung

Fazit

Das schlanke, aber sehr stabile Gehäuse, die sehr gute Ausstattung und die überzeugende Akkulaufzeit machen das Galaxy Book Flex zu einem praktischen Begleiter für unterwegs. Im Test besonders überzeugt hat das brillante QLED-Display.
88,0%

Seit 2014 verkauft Samsung hierzulande keine Notebooks mehr – lediglich das ein oder andere 2-in-1-Tablet mit Windows-Oberfläche fand seither den Weg zu uns. Doch nun kommen die Koreaner zurück und bringen gleich eine ganze Produktserie in die hiesigen Verkaufs­regale. Nach dem besonders schlanken Galaxy Book S, das zunächst nur mit ARM-Prozessor erhältlich war, künftig aber auch mit herkömmlicher Intel-Architektur  angeboten wird, folgen nun ein klas­sischer Laptop und ein vielseitig nutzbares Convertible. Beide sind in zwei verschiedenen Größen erhältlich (siehe Produktübersicht auf der nächsten Seite).

Als erstes Modell hat es das ­Galaxy Book Flex mit 13,3-Zoll-Display ins connect-Testlabor geschafft, ein ultramobiles Kombi­gerät mit 360-Grad-Scharnier. Wie in dieser Gerätekategorie üblich, lässt sich das besonders kompakte und leichte, in schickes Blau gewandete Kombigerät nicht nur als Notebook, sondern auch als Tablet-Ersatz und in weiteren Nutzungs­modi verwenden. Der aktive Stift, der zum festen Lieferumfang gehört, lässt sich praktischerweise im Gehäuse parken und wird dort auch gleich automatisch geladen.

Mithilfe des Stifts lassen sich etwa handschriftliche Notizen und digi­tale Unterschriften erfassen. Dass der Hersteller den kleinen, von den Galaxy-Note-Smartphones bekannten S Pen verwendet und nicht den deutlich ergonomischeren Stift, der bei den Tablets der Koreaner zum Einsatz kommt, könnte an der er­weiterten Funktionalität liegen. Der Mini-Stift unterstützt unter ande­rem eine intuitive Gestensteuerung. Er registriert auch, wie er gehalten wird, was sehr präzises und filigranes Zeichnen ermöglicht. 

Brillantes Display

Wie von Samsung kaum anders zu erwarten, zählt neben dem hoch­wertig verarbeiteten Chassis das in Full-HD auflösende QLED-Display zu den besonderen Stärken des Convertibles. Es besticht mit einer Farbbrillanz, die im Notebook-Bereich ihresgleichen sucht und über vordefinierte Farbprofile an die Vorlieben des Benutzers angepasst werden kann. Auch HDR+ wird unterstützt. Obwohl der Bildschirm bereits im Normalbetrieb sehr hell leuchtet, lässt sich die Strahlkraft über den sogenannten „Outdoor+“-Modus nochmals deutlich auf rund 670 cd/m2 erhöhen – damit erkennt man trotz Hochglanzoberfläche sogar im Sonnenlicht jedes Detail.

Auch die weitere Ausstattung des Galaxy Book Flex kann sich sehen lassen. Gleich drei ladefähige USB-C-Ports, zwei davon mit Thunderbolt-3-Unterstützung, sorgen nicht nur für einen schnellen Datenaustausch, sondern auch für den Anschluss externer Monitore und Fernseher. Der mit 256 GB nicht allzu üppig ausgestattete SSD-Speicher lässt sich über den microSD-Einschub erweitern, der auch schnelle UFS-Medien unterstützt. Eine USB-A-Buchse sucht man zwar vergeblich, dafür liefert Samsung aber ohne Aufpreis einen passenden Adapter mit. Drahtlose Verbindungen erfolgen über den modernen Wi-Fi-6-Standard. Anders als beim ARM-basierten Galaxy Book S ist jedoch kein Mobilfunkmodem an Bord. 

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel

Nützliche Zusatz-Features

Einen besonderen Clou bietet das bauartbedingt nicht allzu groß ge­ratene, aber sehr geschmeidig und präzise bedienbare Touchpad. Denn dank „Wireless Power Share“ mutiert der Mausersatz durch einen einfachen Tastendruck zum Ladepad, über das sich kabellos aufladbare Smart­phones und andere Geräte mit Strom versorgen lassen. Zusätzlich ist auf allen Galaxy Books Samsung DeX vorinstalliert. Diese Software ermöglicht es, auf dem Smartphone gespeicherte Dokumente auf dem größeren Notebook-Bildschirm zu bearbeiten oder den Mobilrechner als Zweitdisplay für das Handy zu nutzen. Ein Fingerabdrucksensor sowie eine mehrstufige Tastatur­beleuchtung gehören in dieser Preisklasse ohnehin zur Standardaus­stattung.

Die Recheneinheit, bestehend aus einem Core-i5-Prozessor aus Intels Ice-Lake-Serie und 8 GB Arbeitsspeicher, ermöglicht flottes Arbeiten. Lediglich die Grafikleistung lässt ein wenig zu wünschen übrig – aber für Videobearbeiter oder Gaming-Freunde ist ein 13-Zöller ohnehin das falsche Arbeitsgerät. Für eine lange Akkulaufzeit im Unterwegsbetrieb sorgt der kräftige 69,7-Wh-Akku – bei typischer ­Office-Nutzung hält das Conver­tible mehr als einen normalen Arbeitstag lang durch, beim reinen Medienkonsum noch deutlich länger.

Im Gegensatz zum größeren Flex-Modell mit 15,6 Zoll, das in zwei verschiedenen Konfigurationen vertrieben wird, gibt es das kompaktere Gerät nur in der von uns getesteten Version. Wer also etwa mehr Speicher haben möchte, hat Pech gehabt – obwohl Samsung das Galaxy Book Flex auf dem internationalen Markt sogar mit einer Terabyte-SSD vermarktet. Aber vielleicht wird das Angebot im Lauf der Zeit ja noch erweitert.

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