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Samsung Galaxy M20 im Test

Das Samsung Galaxy M20 wirft einen günstigen Preis, ein großes Display und einen dicken 5000-mAh-Akku in die Waagschale. Wir haben es getestet.

© Samsung

Samsung Galaxy M20

EUR 165,81

Pro

  • großer 5000-mAh-Akku
  • 6,3 Zoll großes LC-Display
  • sehr gute Kameraqualität im Hellen
  • Dual-SIM und SD-Karten-Slot
  • Bluetooth 5.0 und NFC
  • für den Preis ordentliche Performance und Speicherausstattung
  • einfache Bedienung
  • hervorragende Ausdauer
  • günstiger Preis

Contra

  • nur Android 8.1
  • knappe Ausstattung
  • Fotoqualität im Dunkeln schwach
  • groß und schwer
  • Displayhelligkeit etwas knapp

Fazit

connect-Urteil: befriedigend (374 von 500 Punkten)
74,8%

Das Galaxy M20 ist nur über Amazon oder den Samsung-Online-Shop für 229 Euro in den Farben Schwarz und Blau erhältlich. Im Portfolio der Koreaner fällt das günstige Gerät mit dieser Limitierung etwas aus dem Rahmen. Muss der Kunde auch an anderen Stellen mit Einschränkungen leben oder haben wir hier ein waschechtes Schnäppchen vor uns?

Großes Phone, üppige Ausdauer

Als Erstes fällt auf, dass es sich hier um einen echten Brummer handelt. Das Galaxy M20 ist groß und mit 178 Gramm auch richtig schwer. Haptisch kann es also nicht mit dem schicken Galaxy A40 mithalten. Das Displayglas der 6,3 Zoll großen Full-HD+-Anzeige wirkt mit seinem markanten Rand zudem wenig elegant aufgesetzt und bildet eine unschöne Stufe, die der Nutzer im Alltag deutlich spürt. Die Rückseite ist ebenfalls aus Kunststoff, wahlweise in Blau oder Schwarz, und an allen Seiten sauber abgerundet.

Beim Akku lässt Samsung dagegen nichts anbrennen: Der Energiespender läuft mit einer Kapazität von üppigen 5000 mAh auf. Gut, dass ein Schnellladegerät beiliegt, mit dem sich der potente Riegel rasch wieder auftanken lässt. Im Labor spielte das Galaxy M20 diesen Trumpf denn auch gnadenlos aus und ging mit einer überragenden Ausdauer von 10:19 Stunden als Laufzeitsieger aus dem Rennen.

© Screenshot & Montage: connect

In der SIM-Karten-Verwaltung kann man definieren, wie die Karten genutzt werden sollen. Die „Gerätewartung“ räumt mit Datenmüll auf und sorgt für eine stets gute Performance. Das UKW-Radio fischtauf Wunsch Sender aus dem Äther und sorgt so für Unterhaltung.

Veraltetes Android-System

Nun stellt sich angesichts des günstigen Preises natürlich die Frage, was das Galaxy M20 sonst noch zu bieten hat oder ob es sein ganzes Pulver bereits mit dem dicken Akku verschossen hat. Leider ist Letzteres der Fall und der Käufer muss doch einige Mankos hinnehmen. So steht etwa 5-GHz-WLAN auf der Vermisstenliste. Zudem kommt hier noch das alte Android 8.1 zum Einsatz und daher auch noch die alte Benutzeroberfläche der Koreaner „Samsung Experience 9.5“ statt der modernen „One UI 1.1“ wie beim Galaxy A40.

Entsprechend gibt es Unterschiede bei der Bedienung der beiden günstigen Korea-Phones, die jedoch hier wie da als intuitiv und problemlos gelten darf. In puncto Individualisierungsmöglichkeiten schenken sich die beiden Geschwistermodelle ohnehin nichts.

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Wie das Galaxy A40 verfügt auch das Galaxy M20 über drei vollwertige Slots, zwei für SIM-Karten und einen für Micro-SD-Speicherkarten – der Betrieb von zwei SIM-Karten ist also auch bei Speichererweiterung möglich. Zudem werkelt derselbe Prozessor vom Typ Samsung Exynos 7885 samt ähnlicher Speicherausstattung unter der Haube. NFC erlaubt das einfache Koppeln von Zubehör sowie modernes bargeldloses Bezahlen. Ein UKW-Radio und „Microsoft Mobile Office“ sind ebenfalls dabei. Am Ende reicht es nicht ganz zu einem „gut“ im Ergebnis, doch das Galaxy M20 ist ein echter Ausdauerspezialist mit großem Display.​

© Screenshot & Montage: connect

Porträtaufnahmen mit der Haupt- und Selfie-Kamera lassen sich mit lustigen und animierten Stickern versehen.

Kamera mit Ultra-Weitwinkel 

Das Galaxy M20 hat eine Dual-Kamera samt Ultra-Weitwinkelsensor mit 120 Grad Erfassungsbereich an Bord, der eine Auflösung von 5 Megapixeln bietet. Der Hauptsensor löst dagegen mit 13 Megapixeln auf. Um Selfies kümmert sich eine 8-Megapixel-Knipse vorne.

Auch hier kommt noch das alte User Interface zum Einsatz und so fehlen einige Features, die die aktuellen A-Serie-Modelle bereits am Start haben – etwa die automatische Szenenerkennung. Zudem offenbart die Videoausstattung Lücken. Bis auf die Möglichkeit, in Full HD aufzunehmen, gibt es hier nichts zu berichten; Zeitraffer oder Zeitlupe suchten wir vergebens. Bei den Kamera-Modi sind die üblichen Verdächtigen wie „Panorama“, „Pro“ und „Beauty“ am Start, die von der Funktion „Live-Fokus“ für Bokeh in Echtzeit ergänzt werden. 

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel

Qualitativ lässt sich der Hauptkamera mit ihrer sehr guten Bildqualität nichts Negatives nachsagen, ganz im Gegenteil gefallen die Aufnahmen auch in der Praxis. Dies gilt, solange die Kamera unter optimal hellen Bedingungen zum Einsatz kommt. Wird es dagegen dunkel, erreicht der Sensor im Labor nur noch ein „ausreichend“, Testaufnahmen zeigen Rauschen und Unschärfe. Dennoch kann sich die Kameravorstellung sehen lassen, wenn man den günstigen Preis bedenkt. Wer Besseres will, muss mehr investieren.

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