3D Soundbar

Sony HT-A5000 im Test

18.1.2023 von Klaus Laumann

Die 3D Soundbar HT-A5000 von Sony ist kaum schlechter ausgestattet als das Flaggschiff HT-A7000, kostet aber deutlich weniger. Wo liegen die Unterschiede?

ca. 2:25 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Sony-HT-A5000 Soundbar
Die HT-A5000 besitzt neben einem HDMI-Eingang und einem HDMIeARC- Ausgang noch einen speziellen S-Center Out für Sonys Bravia TVs.
© Sony
EUR 819,99
Jetzt kaufen

Pro

  • leistungsfähiges 3D-Soundbar
  • raumfüllender Klang mit gut platzierten Effekten
  • Dolby Atmos
  • DTS:X 360 Sony Reality Audio
  • optional erweiterbar

Contra

  • optionale Rücklautsprecher eigentlich obligatorisch

Fazit

connect-home Urteil: "Kauftipp"; sehr gut (674 von 830)


81,0%

Die 3D-Wiedergabe hat es Sony schon länger angetan. Topmodelle wie die erste Dolby- Atmos-fähige Soundbar HTST5000 mit ihren markanten Koaxialtreibern oder die HT-ZF9 mit den optional koppelbaren Rücklautsprechern zählten auf diesem Gebiet zu den Meistern ihres Fachs. Mittlerweile setzt man sogar auf das hauseigene 3D-Format Sony 360 Reality Audio, das jedoch eher für Musik relevant ist. Im Heimkino kommt man in puncto 3D-Ton an Platzhirsch Dolby ja kaum vorbei, selbst DTS spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Alle drei Formate sind aber objektorientiert und werden demnach ähnlich verarbeitet.

Eigene 3D-Technologien

Für das eigene Format, das auf dem Fraunhofer-Codec MPEG-H basiert, mussten auch passende Abspielgeräte her, und so strukturierte Sony erst kürzlich sein Audioportfolio entsprechend um. Neben den zwei rundum abstrahlenden Einzellautsprechern SRSSR3000 und SRS-RA5000 und einem Softwareupdate für die Kopfhörer sollen vor allem auch Mehrkanalsysteme wie das vierteilige Heimkinoset HT-A9 oder das Soundbar-Flaggschiff HTA7000 das Format voranbringen.

Die beiden neuen Systeme setzen dafür auf Sonys 360 Spatial Sound Mapping Technologie, die mithilfe der real vorhandenen Lautsprecher bis zu 12 Phantomquellen in 7.1.4-Konfiguration erzeugen kann. Die Soundbar muss dafür allerdings mit den optionalen Rücklautsprechern erweitert werden. Ansonsten sorgen Sonys Vertical Surround Engine und S-Force Pro Front Surround für virtuelle Höhen- und Surroundeffekte, was in Verbindung mit der integrierten Einmessfunktion aber ebenfalls erstaunlich gut funktioniert.

Ist das Flaggschiff erfolgreich im Markt platziert, kann man die Technologie nach unten skalieren – da macht auch Sony keine Ausnahme. So gesellen sich zur HT-A7000 nun die beiden kleineren Geschwister HT-A5000 und HT-A3000, wobei die HT-A5000 als mittleres Modell zumindest auf dem Papier mit dem besten Preis- Leistungs-Verhältnis des Trios aufwarten kann. Mit einer Preisempfehlung von 800 Euro ist sie deutlich günstiger zu haben als die 1400 Euro teure HT-A7000. Trotzdem verfügt sie mit zwei nach oben ausgerichteten Breitbandtreibern und sogenannten Beam-Hochtönern über eine ähnlich aufwendige Bestückung.

Dagegen arbeitet die HT-A3000 als kleinstes der drei Modelle mit nur fünf nach vorne ausgerichteten Treibern hautpsächlich mit virtuellen Effekten. Unter dem Strich fehlen der HT-A5000 lediglich zwei Frontlautsprecher, was sie jedoch etwas Tiefgang kostet. Auch sie ist zwar grundsätzlich so ausgelegt, dass sie solo betrieben werden kann. Im Bass geht ihr trotz einer ausgeklügelten Entzerrung aber schon knapp unter 60 Hz langsam die Luft aus, während die HT-A7000 im Labor damals (siehe video 05/2022) stattliche 43 Hz schaffte. Hier kommt dann das modulare Konzept von Sony zum Tragen: Wer mehr Bass will, greift zu einem der zwei Subwoofer SASW3 (500 Euro) oder SA-SW5 (800 Euro), die Sony optional anbietet.

Ebenso sind mittlerweile auch die beiden Rücklautsprecher-Sets SA-RS3S (500 Euro) und SA-RS5 (800 Euro) erhältlich, mit denen das Soundsystem erst sein volles Potenzial entfaltet. Dann nämlich optimiert Sonys 360 Spatial Sound Mapping Technologie die 3D-Wiedergabe. Aber auch ohne die Zusatzlautsprecher liefert die HT-A5000 dank Sonys integrierter Klangfeldoptimierung wirklich beeindruckende 3D-Effekte und gehört damit zum Besten, was der Markt in dieser Klasse überhaupt zu bieten hat. Egal ob Actionkracher oder Konzertvideo: Die HT-A5000 liefert erstaunlich räumliche Klangkulissen mit sehr gut definierten Effekten.

Fazit

Auch beim zweiten Versuch überzeugt Sonys neue Soundbar-Serie auf ganzer Linie. Die HT-A5000 steht dem größeren Modell technisch und klanglich kaum nach, ist aber wesentlich günstiger zu haben. Ein echter Kauftipp also!

Mehr lesen

Bestenliste

Top 10: Die besten Android-Smartphones 2020

Top 10 Smartphones - Bestenliste

Die besten Smartphones bis 300 Euro

Bestenliste

Top 10 - Die zehn besten Tablets im Test

Weiter zur Startseite  

Mehr zum Thema

Heco Celan Revolution 7

Standlautsprecher

Heco Celan Revolution 7 im Test

Die Heco Celan Revolution 7 ist eine 118 cm hohe Standbox, die Verstand und Gefühl anspricht und dabei preislich die Bodenhaftung nicht verliert.

Denon DRA 800H

Streaming-Netzwerk-Receiver

Denon DRA-800H im Test

Der Denon DRA-800H Stereo-Receiver beherrscht Phono-analog genauso wie HiRes, Streaming und Multiroom. Was er sonst zu bieten hat, lesen Sie im Test.

Bose Soundbar 700

Heimkino-Lautsprecher

Bose Soundbar 700 im Test

Top-Kinosound, Musik aus dem Internet oder vom Handy, Sprachsteuerung mit Google Assistant oder Amazon Alexa, Raumeinmessung – alles in einem Riegel!

Onkyo TX-8390 im Test

Streaming-Receiver

Onkyo TX-8390 im Test

Längst hat modernes Streaming Einzug in vielerlei HiFi-Geräte gefunden. Jetzt kommt Onkyo mit einem kraftvollen Stereo-Receiver, der Analogtechnik…

Klipsch Heritage Forte IV im Test

Standboxen

Klipsch Heritage Forte IV im Test

Die Klipsch Heritage Forte III war eine Wonne. Jetzt hat sie ein Upgrade bekommen und heißt Klipsch Heritage Forte IV. Die Unterschiede sind zwar…