Smartphone Testbericht

Switel Champ S5003D im Test

18.2.2016 von Michael Peuckert

Mit Switel betritt ein neuer Smartphone-Hersteller den hiesigen Markt. Was das günstige Champ S5003D drauf hat, muss es nun im Test zeigen.

ca. 2:10 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Switel Champ S5003D
Switel Champ S5003D: Smartphone
© Switel
EUR 240,46
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Pro

  • elegante Optik
  • helles und recht scharfes Display
  • 4 GB interner Speicher
  • sehr gute Sende- und Empfangseigenschaften
  • einfache Bedienung über native Android-Benutzeroberfläche
  • Wechselspeicherslot
  • Akku kann vom Nutzer getauscht werden

Contra

  • schwache Ausdauer
  • Fotoqualität der Kamera kann nicht überzeugen
  • Gehäuse nicht wertig
  • wenig Ausstattung

Fazit

Connect-Urteil: befriedigend (374 Punkte)


74,8%

Die Marke Switel der Schweizer Firma Telgo AG ist hierzulande kaum bekannt. Dies soll sich mit dem Smartphone Champ S5003D für schlanke 180 Euro UVP ändern.

Zu dünnes Gehäuse, feine Anzeige

Das Champ S5003D sorgt in seinem insgesamt ordentlich verarbeiteten goldenen Kunststoffgehäuse für einen schicken ersten Eindruck. Mit seinen abgerundeten Kanten liegt das Smartphone angenehm in der Hand des Nutzers. Allerdings weiß dieser zu jeder Zeit, dass es sich beim Material um einfachen Kunststoff handelt. Dazu gesellt sich beim Bedienen hin und wieder ein dezentes Knarzen, und auch die Displayabdeckung ist zu dünn geraten. Ein sanfter Druck genügt, und schon erscheinen unschöne Moirés auf dem Bildschirm. Hier hätte etwas mehr Material Wunder gewirkt.

Das 5 Zoll große Display dagegen gefällt: Mit 720 x 1280 Pixeln bietet es echte HD-Auflösung und mit 378 cd/m2 für diese Preisklasse auch eine gute Leuchtkraft. Die Darstellung ist tadellos, die Inhalte werden ausreichend scharf angezeigt.

Magere Ausstattung

Wenig Überraschendes lässt sich von der Ausstattungsfront berichten. Das Switel bietet hier lediglich die üblichen Brot-und-Butter-Basisfunktionen. Dass man für dieses Geld kein schnelles ac-WLAN oder gar NFC erwarten darf - geschenkt. Aber dass sogar Quad-Band-UMTS fehlt, ist ärgerlich. Die Kamera knipst zudem nur maue Fotos. Dafür sind mit LTE und HSPA+ die wichtigsten Standards für schnelles mobiles Internet beherrscht. Einzige Luxus-Features sind das UKW-Radio und die Dual-SIM-Funktion, die sich im Einstellungsmenü problemlos konfigurieren lässt.

Screenshot Switel
In der nativen Android-Optik des Menüs gibt es nicht viel zu entdecken – die Ausstattung ist sparsam. Im Einstellungsmenü kann der Nutzer definieren, welche der beiden SIM-Karten für Daten, Telefonie und SMS zuständig ist.
© Weka/ Archiv

Als Plattform kommt die Einsteigervariante MT6735P aus dem Hause Mediatek zum Einsatz. Für die Standardfunktionen eines Smartphones genügen die Quad- Core-CPU mit 1 GHz Taktfrequenz und 1 GB Arbeitsspeicher. Wunderdinge darf man in Sachen Performance vom Switel jedoch nicht erwarten. Auch mit Speicher geizt das Schweizer Smartphone: Nur 4 GB stehen intern für den Nutzer zur Verfügung, über den MicroSD-Kartenslot unter der Kunststoffrückseite lässt sich der Platz erweitern.

Wenig Ausdauer, starker Empfang

Bei den Ausdauermessungen kam keine Freude im connect-Labor auf: Während die erreichten knapp 18 Stunden im GSM-Einsatz bei der Gesprächszeit noch in Ordnung gehen, sind fünf Stunden im UMTS-Betrieb doch sehr schwach. Auch die 5:46 Stunden im praxisnahen Mischbetrieb sind alles andere als rühmlich.

Deutlich besser - nämlich sehr gut - sieht es bei den Sende- und Empfangseigenschaften aus. In allen drei Kategorien lieferte das Champ S5003D starke Ergebnisse ab und empfiehlt sich so auch für den Einsatz in schwächer versorgten ländlichen Gebieten. Die Akustik beim Telefonieren ist ordentlich.

Fazit

Einfach wird es Switel nicht haben: Die Konkurrenz ist auch im Billig-Segment groß - und bietet für ähnliches Geld oft mehr.

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