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Testbericht

Technik im Detail

Inhalt
  1. Dipolstrahler Jamo R907
  2. Technik im Detail
  3. Datenblatt

Der R 907 ist ähnlich wie der P 3.1 ein Dipolstrahler, der seine Energie zu etwa gleichen Teilen nach vorne und hinten lenkt. Allerdings gilt die Aussage nur für Bässe und Mitten, denn im Hochtonbereich kommt ein rückseitig geschlossener Hochtöner zum Einsatz. Tief- und Mitteltöner strahlen hingegen ungehindert in beide Richtungen.

Jamo R907, Frequenzgang im Hörraum

© Archiv

Durch die bessere Empfindlichkeit liegt das Kurvenmittel bei der Jamo höher als bei den anderen Boxen. Die Schwankungen im Bass gehen vor allem auf den Raum zurück.

Die Weiche im Boxensockel berücksichtigt die Einbauverhältnisse und sorgt für eine ausgewogene Energiebilanz über alle Raumwinkel hinweg. Da die Boxenmessungen im reflexionsarmen Raum auf das Winkelverhalten von Direktstrahlern abgestimmt sind, durchliefen die drei Kandidaten einen zusätzlichen Messlauf im Hörraum. Als Signal diente nicht korreliertes Rauschen. Die Ergebnisse sind, der besseren Lesbarkeit wegen, terzbandgemittelt. Das Mikro stand am Hörplatz in 3 bis 4 Metern Distanz. Da bei diesem Aufbau die Raumeigenschaften mit erfasst werden, sind die Resultate nur bedingt übertragbar.

Dass Jamo auf vermeintlich dröge dynamische Wandler setzt, ist kein Nachteil. Trotz dipolbedingter Verluste im Tiefbass bleibt der Wattbedarf moderat.

Mit gut 82 Dezibel aus 2 Volt ist die Jamo im reflexionsarmen Messraum volle 6 dB empfindlicher als die Audio Exklusiv oder die German Physiks, die unter gleichen Bedingungen nur etwa 75 respektive 76 dB erzielen.

Bei gleichem Pegel verlangt die Jamo bloß rund ein Viertel der Leistung. Auch bei der maximalen Lautstärke liegt die R 907 vorn. Minimum 10 dB mehr sind schon ein Wort.

Jamo R 907

HerstellerJamo
Preis8000 €
Wertung59.0 Punkte
Testverfahren1.0

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