Testbericht

Tomtom One Regional

Auch Tomtom muss sich dem Preiskampf stellen - und positioniert den One der zweiten Generation im Einsteigersegment. Spürt man den Sparzwang?

Inhalt
  1. Tomtom One Regional
  2. Datenblatt
  3. Wertung

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Tomtom One Regional

Obwohl Tomtom-Navis immer etwas teurer als die Konkurrenten waren und sich trotzdem fast doppelt so oft verkauften, haben die Holländer ihrem neuen One eine Sparkur verabreicht: Bluetooth, SD-Karten-Slot, Kopfhöreranschluss, Reset-Button - all das fehlt diesem Einsteiger-Tomtom, der in der Grundversion ohne TMC und mit Karten von Deutschland, Österreich, der Schweiz und Osteuropa angeboten wird. Nur noch Einschalter, Display, Lautsprecher und USB-Anschluss sind sichtbar.

Optisch hat sich hingegen wenig getan - direkt von vorn sieht der neue One eben aus wie ein One. Erst von der Seite sieht man die völlig überarbeitete Halterkonstruktion, die es erlaubt, den Saugnapf flach an das Gerät heranzuklappen und somit einfach alles am Stück aus dem Auto zu nehmen - Diebstahlschutz lässt grüßen, denn die in vielen Autos an der Scheibe zurückbleibenden Halter sind ein Indiz für Langfinger, dass im Handschuhfach womöglich ein Navi auf sie wartet.

Trotzdem kann man Gerät und Halter trennen, was in der Praxis zwar ebenso wie die Montage an der Scheibe etwas hakelig, unterm Strich aber sehr praktisch ist. Die vergrößerte Lautsprecheröffnung an der Rückseite verspricht klare, satte Abbiegeanweisungen. Unterhaltungsfunktionen a la MP3-Player oder Bildbetrachter fielen dem Rotstift zum Opfer - der neue One ist Navi pur.

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Vorteil Tomtom: Direkt im Gerät lassen sich Kartenfehler markieren und veröffentlichen und Korrekturen Anderer laden.

Die Software entspricht dem Tomtom-Stand: Mapshare, mit dem man Korrekturen an der Karte selbst ausführen oder herunterladen kann und die Hilfefunktion sind mit von der Partie, ebenso ein Tempo- und POI-Warner sowie die Möglichkeit, den Info-Balken nach rechts statt unter die Karte zu setzen. Insgesamt also die übliche, aber aufs Wesentliche reduzierte Packung.

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Mehr Platz: Versetzt man die Info-Leiste nach rechts, bleibt für das Kartenbild mehr Platz - vor allem in der Höhe auf dem kleinen Display sehr sinnvoll.

Entsprechen auch Bedienung und Zielführung dem sonst hohen Niveau? Nicht ganz - erstmals bei einem Tomtom wirkte der GPS-Empfang nicht sicher: Ab und zu sprang die Position während der Fahrt oder das Fahrzeugsymbol rutschte an einem Ampelstopp über die Kreuzung hinaus und die Karte fing an, sich zu drehen.

Dazu kam ein Lapsus bei der Routenführung durch die Stadt, wo der One einen Schleichweg einer Hauptstraße vorzog. Kleine Flecken auf einer sonst strahlend weißen Weste, die möglichst bald mit einem Softwareupdate aus der Welt geschafft werden sollten.

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