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TomTom GO 6200 im Test

Die neuen Plug-and-play-Navis von Tomtom bringen Apple Siri und Google Now ins Auto. connect hat sich das aktuelle Topmodell GO 6200 näher angeschaut und klärt im Test, ob sich der Kauf lohnt.

TomTom GO 6200 WiFi

© TomTom

TomTom GO 6200 WiFi

EUR 269,99

Pro

  • weltweites Kartenmaterial
  • lebenslange Kartenupdates
  • Echtzeit-Verkehrsinformationen
  • integrierte SIM-Karte
  • erweiterbarer Speicher
  • Updates über WLAN möglich
  • Kopplung mit dem Smartphone möglich
  • intuitive Bedienung
  • sehr gute Routenwahl und Zielführung

Contra

  • Stauinfos innerstädtisch nicht immer up to date

Fazit

connect Testwertung: überragend (482 von 500 Punkten)
96,4%

Bereits zur IFA 2016 hat Tomtom seine neueste Generation an Auto-Navis vorgestellt. Nun sind die Modelle der Topserie verfügbar und connect konnte sich die Speerspitze, das Go 6200, zum Test sichern.​

Das Spitzenmodell für 379 Euro bringt weltweite Kartendaten mit lebenslangen Updates, Blitzermeldungen sowie Echtzeit-Verkehrsinformationen mit und ist mit einem 6-Zoll-Display ausgestattet, das eine hohe Auflösung von 800 x 480 Pixeln erreicht. Wer sich auch mit einem 5 Zoll großen Bildschirm und niedrigerer Auflösung (480 x 272 Pixel) anfreunden kann, bekommt für 329 Euro das ansonsten baugleiche Go 5200.​

Die beiden Newcomer bringen im Gegensatz zu den Mittelklassemodellen Go 520 und Go 620 (ab 229 Euro) eine integrierte SIM-Karte mit. Die Kosten der anfallenden Daten für die Live-Dienste von Tomtom sind damit sowohl im In- wie auch im Ausland gedeckelt und rechtfertigen so den Aufpreis von je 100 Euro. Für die Kartendaten stehen üppige 16 GB zur Verfügung, wer als Weltenbummler mehr benötigt, der kann per Micro-SD-Speicherkarte problemlos nachlegen​.

TomTom GO 6200

© TomTom

TomTom GO 6200

Komfort wird großgeschrieben 

Eine der wichtigsten Neuerungen des Go 6200 ist die Möglichkeit, Karten- und Firmwareupdates über WLAN direkt zu laden. Der lästige und auch nicht immer von Erfolg gekrönte Umweg über den Rechner entfällt damit. Der Besitzer nimmt sein Navi einfach mit in seinen WLAN-Bereich und wird dann direkt auf dem Homescreen benachrichtigt, sobald neue Updates zum Download bereitstehen. Das ist sehr komfortabel und funktionierte im Test hervorragend. 

Neu ist zudem die Möglichkeit, das Smartphone umfangreich mit dem Go 6200 zu koppeln. Wer nur die Freisprechfunktion des Tomtom benötigt, dem genügt die einfache Verbindung per Bluetooth. Wer dagegen den kompletten Ausstattungsumfang des Navis nutzen möchte, der installiert sich die „Tomtom MyDrive“-App und koppelt sein Android- oder Apple-Smartphone damit. Per QR-Code gelang die Verbindung der Geräte im Test absolut problemlos. Über​ die MyDrive-App können Ziele zudem direkt aus der App heraus ans Navi gesendet werden.​

Starke Telefon-Features an Bord

Auf dem Screen ist nach der Verbindung mit dem Smartphone ein Telefonsymbol zu sehen. Wird dieses berührt, kann der Nutzer per Sprachsteuerung auf die Assistenten Apple Siri oder Google Now zugreifen und so etwa Kontakte aus seinem Telefonbuch anrufen, nach dem Wetter fragen oder Restaurants in der Umgebung suchen. Das klappte im Test in nicht zu lauter Umgebung ausgesprochen gut und bietet einen echten Mehrwert. Anrufe lassen sich alternativ auch über die Schaltfläche „Kontakte“ tätigen, die ebenfalls auf dem Navi-Display erscheint, sobald man auf das Telefonsymbol tippt.​

Eine weitere praktische Funktion des neuen Tomtom ist die Möglichkeit, sich eingehende Textnachrichten vorlesen zu lassen. Der Nutzer kann hier zudem mit drei vorgefertigten Antworten ein schnelles Feedback geben, ohne beim Fahren groß abgelenkt zu werden.​

TomTom GO 6200 WiFi

© TomTom

TomTom GO 6200 WiFi

Top Routen, zuverlässige Stauinfo 

Die aktuelle Software 16.4 kommt mit der bewährten Nutzeroberfläche und bietet so eine intuitive Bedienung mit großen Icons. Dazu passt, dass die kapazitive Anzeige flott auf Eingaben reagiert und auch die Berechnung von langen Routen extrem schnell vonstatten geht. Die Routenwahl war im Test zudem frei von Fehlern. Clever: Das Go 6200 merkt sich die Fahrgewohnheiten und analysiert die Streckengegebenheiten für die Einträge, die unter „Meine Orte“ gespeichert sind, und schlägt nach einer Lernphase etwa die richtige Startzeit für die Fahrt zur Arbeit vor. 

Die Sprachführung konnte zudem mit gutem Timing und genauen Ansagen punkten. Auch die optische Zielführung überzeugt, etwa mit der Spurempfehlung. Während die Stauinfos außerhalb des Stadtbereichs sehr gut waren, ist Tomtom innerstädtisch nicht immer up to date – hier hat Google Maps oft die besseren Infos. Doch das ist Klagen auf sehr hohem Niveau, denn mit dem Go 6200 hat Tomtom ein überragendes Navi im Portfolio.

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