Ascendo, Speakercraft, SVS und Velodyne

Vier Aktiv-Subwoofer im Vergleichstest

24.2.2022 von Stefan Schickedanz

Wir vergleichen vier Aktiv-Subwoofer von SVS, Velodyne, Ascendo und Speakercraft. Wer schneidet im Test am Besten ab?

ca. 1:40 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
  1. Vier Aktiv-Subwoofer im Vergleichstest
  2. Speakercraft HRSi 10 im Test
  3. SVS SB-3000 im Test
  4. Velodyne DB-15 im Test
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Ascendo SV-12
© AIA

Ascendo SV-12 im Test

Ein vergleichsweise günstiger Subwoofer mit Top-Performance – und dann noch aus regionalem Anbau? Ascendo aus Ansbach macht’s mit dem SV-12 möglich.

Pro

  • Tiefgang
  • Punch und Pegel im Überfluss

Contra

  • geringer WAF-Wert

Fazit

Das audio-Klangurteil: 90 Punkte; Preis/Leistung: überragend

Die fränkische Marke Ascendo Immersive Audio, kurz AIA, setzt voll auf Made in Germany. Umso bemerkenswerter, dass der von IDC Klaassen vertriebene SV-12 nur 1200 Euro kostet. Dies besonders, da er abgesehen von seinem schlichten, aber aus hochverdichteter Faserplatte (HDF) gebauten Gehäuse keinesfalls knauserig wirkt. Im Gegenteil: Der Franke fährt sogar professionelle XLR-Anschlüsse mit Möglichkeit zum Durschleifen des LFE-Signals auf, was allen entgegenkommt, die ihn im Heimkino etwa in Double-Bass-Arrays mit großen Kabellängen verwenden wollen.

Erkennbare Ambitionen

Der in Ansbach gebaute Ascendo SV-12 nimmt sich gegenüber dem im Vorführ-Kino der High-End-Manufaktur ausgestellten 50-Zoll-Ungetüm zwar eher bescheiden aus, aber seine Ambitionen sieht man ihm schon von weitem an. Während sich die Gehäuse oft eng an ihre Frontfire-Tieftöner anschmiegen, leistet sich dieser 12-Zöller eine 48 Zentimeter hohe Schallwand mit zwei imposenten Frontfire-Bassreflexrohren.

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An Regelmöglichkeiten fehlt es nicht: Phase, Tiefpassfilter und Pegel lassen sich nach Bedarf stufenlos anpassen
© AIA

In ganz normalen Wohnzimmern wird dieser zweckorientierte Macho-Look vermutlich weniger Beifall bekommen als in richtigen Heimkinos. Das gilt auch für die Anschlüsse, denn ohne Speaker-Level-Eingang setzt er zumindest einen Vorverstärker-Ausgang voraus. An Regelmöglichkeiten fehlt es nicht: Phase, Tiefpassfilter und Pegel lassen sich nach Bedarf stufenlos anpassen.

Die von einer sehr großen Schwingspule mit niedriger Induktivität angetriebene Glasfaser-Sandwich-Membran ist steif und bekommt von einer breiten Gummisicke die Bewegungsfreiheit für lange lineare Hübe eingeräumt. Die braucht sie auch, denn AIA holt laut Labor aus dem von einer 500-Watt-Class-D-Endstufe angetrieben Aktivsubwoofer beachtlichen Pegel und Tiefgang heraus.

Hörtest

Im Hörtest ließ der Bass die Hosenbeine flattern und die Erde beben, ohne dass Zeichen von Anstrengung oder gar Überlastung zu spüren gewesen wären. Punch und Timing ließen in ihrer Trockenheit und Präzision allerdings fast schon an einer offenen Box zweifeln. Wer in seinem Heimkino auch Wert auf Musik legt, macht hier ein Schnäppchen.

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Gut für Bass-Arrays: Sogar mit XLR-Durschschleif-Möglichkeit.
© AIA

Messlabor

Bei maximaler Crossover-Einstellung liefert der Ascendo einen vorbildlichen Frequenzgang ohne Lieblingsfrequenz. Dreht man allerdings das Filter zu, betont er den Bereich um 40 Hz ziemlich stark (auch ansatzweise rechts erkennbar). Die Disziplinen Tiefgang, Maximalpegel und Klirrverhalten gelingen ihm einwandfrei. Sein -3-dB-Übertragungsbereich bei minimal, mittel und maximal justiertem Tiefpass beträgt 26–44 Hz, 28–55 Hz sowie 25–99 Hz. Maximalpegel: 109 dBSPL.

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