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Bluetooth-Tracker: Tile Pro im Test

27.7.2021 von Hannes Rügheimer

ca. 2:15 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
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Bluetooth-Tracker: Tile Pro im Test
Bluetooth-Tracker: Tile Pro im Test
© Tile

Pro

  • für Android und iOS erhältlich
  • hohe Reichweite (bis zu 122 m)
  • recht lauter Piezo-Lautsprecher, mehrere Melodien
  • Signalstärkeanzeige beim Suchen
  • Auf Wunsch auch Suche des Smartphones vom Tile aus
  • Zugriff auf ein Tile per E-Mail teilen
  • Suche auch per Sprachassistent

Contra

  • teures Abo für Premium-Funktionen
  • keine exakte Lokalisierung
  • relativ geringe Verbreitung anderer Tile-Nutzer
  • Tiles lassen sich nicht auf Werkseinstellung zurücksetzen
  • keine Vorkehrungen gegen Stalking

Fazit

connect Praxistest 3 von 5 Sternen

Der Veteran unter den Tracker-Anbietern hat seine Hardware und auch Software regelmäßig weiterentwickelt. Dennoch bleiben Lücken – und manches gibt‘s nur im Premium-Abo.

Dem Sortiment von Tile sieht man an, dass dieser Anbieter am längsten aktiv ist: Neben dem hier getesteten, besonders reichweitenstarken Tile Pro gibt es den günstigeren und etwas kompakteren Tile Mate, den besonders flachen Tile Slim (etwa fürs Portemonnaie, Reichweite beider bis zu 60 Metern) sowie den selbstklebenden Tile Sticker (Reichweite bis zu 45 Metern).

Sie alle werden in verschiedenen Designs und/oder Kombi-Packs angeboten, eine Übersicht findet sich unter de.tile.com/de/products. Die aktuelle Hardwaregeneration des Tile Pro ist am schwarzen Metallrahmen zu erkennen – beim Vorgänger war dieser noch silbern.

Bluetooth-Tracker: Tile Pro im Test - Screenshots
(links) Aufgeräumt: Die Basisfunktionen sind in der übersichtlichen App schnell zu finden. (rechts) Mehr Cleverness nur im Abo: Seine „Premium“- Funktionen lässt sich Tile recht teuer bezahlen.
© Screenshots / Montage: connect

Zur Aktivierung und Nutzung dient die Tile-App, die sowohl für Android als auch für iOS erhältlich ist. Die aktuelle Version setzt Android 8.0 oder iOS 10 voraus, außerdem muss das Smartphone Bluetooth LE unterstützen. Sofern auch das Phone mitspielt, erreicht die Pro-Version dann eine Funkreichweite von über 120 Metern.

Beim Suchen erscheint die Signalstärke, gleichzeitig spielt der Tile in recht hoher Lautstärke eine Melodie ab, die sich in der App vorher einstellen lässt. Eine exakte Richtungsangabe fehlt aber mangels Ultrawideband. Praktisch ist dagegen die Möglichkeit, durch Druck auf die Taste im Tile umgekehrt ein verlegtes Smartphone zu suchen – die Hintergrund-App spielt dann ebenfalls eine Erkennungsmelodie ab.

Ebenfalls clever: Der Zugriff auf Tiles lässt sich per E-Mail-Einladung auch mit anderen teilen. Und dank Kooperationen mit Amazon, Google und anderen kann man Suchen in beiden Richtungen beispielsweise auch per Alexa, Google Assistant oder Siri einleiten.

Details: Tile Pro

  • Maße, Gewicht: 42 x 42 x 7 mm, 14 g
  • Funkstandard: Bluetooth LE
  • max. Lautstärke Lautsprecher ca.: 85 dB(A)
  • Kompatibilität: Android ja / iOS: ja
  • Funktionen: Ton absp.: ja / Richtung anz.: nein / Signalstärke: ja / Phone finden: ja
  • Reichweite ca. / Schutz gegen Feuchtigkeit: 122m / Spritzwassser
  • Stromversorgung: 1 x CR2032

Teures Premium-Abo

Für noch schlauere Funktionen verlangt der Anbieter allerdings den Abschluss eines „Premium“-Abos für 3,49 Euro/Monat oder 35 Euro/Jahr. Damit lässt sich dann einstellen, dass das Phone warnt, wenn es sich von einem Tile (etwa einem Gepäckstück) entfernt, außerdem zeigt die App dann nicht mehr nur den letzten bekannten Standort an, sondern den Verlauf über die letzten 30 Tage.

Als weiteres Goodie schickt Tile seinen Abonnenten jedes Jahr eine neue Gratis-Knopfzelle zu. Um einen verlorenen Tile außerhalb seiner Bluetooth-Reichweite wiederzufinden, setzt Tile wie auch seine Mitbewerber auf die Nutzer-Community. Dabei wird aber zum Problem, dass es nur relativ wenige Tile-Nutzer gibt – selbst in Großstädten finden sich in der Regel nur einige Hundert davon, auf dem flachen Land wird die Durchdringung noch dünner – und damit auch die Chance, dass ein anderer Tile-Nutzer am verlorenen Objekt vorbeikommt.

Zum kleinen Vorteil wird das allenfalls beim Thema Stalking. Überraschenderweise hat Tile nämlich bisher keine Vorkehrungen gegen diese Bedrohung getroffen – obwohl sich gerade im Heimatmarkt USA Berichte über Tile-Missbrauch häufen. So bleibt nur der kleine Trost, dass die geringe Verbreitung unbefugtes Tracking nur sporadisch ermöglicht.

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