Mittelklasse-Smartphones

Samsung Galaxy A51 und A71 im Vergleichstest

Samsung bietet beim Galaxy A51 und A71 OLED-Displays, Vierfachkameras und eine ausgezeichnete Akkulaufzeit. Was die Smartphones noch zu bieten haben, zeigt der Test.

Inhalt
  1. Samsung Galaxy A51 und A71 im Vergleichstest
  2. Bildqualität und Testfazit

© Samsung

Samsungs Mittelklasse-Smartphones Galaxy A71 (links) und A51 (rechts) bieten eine ausgezeichnete Preis/Leistung.

Das Samsung Galaxy A50 soll laut den Marktforschern von Canalys weltweit das viert meistverkaufte Smartphone 2019 gewesen sein. Das Galaxy S10+ schaffte es nur auf den zehnten Platz. Samsungs neue Mittelklasse Galaxy A51 und Galaxy A71 soll nun an den Erfolg der Vorgäner anknüpfen und eine gute Ausstattung zu einem angemessenen Preis bieten. Im Test zeigt sich, ob A51 und A71 der Aufgabe gewachsen sind.

Galaxy A51 und A71: Maße, Design und Haptik

Der offensichtlichste Unterschied der zwei Smartphones ist die Größe: Wobei das Galaxy A51 fünf Millimeter kürzer ist als das Galaxy A71. Somit ist es etwas handlicher.

  • Galaxy A51: 159 x 74 x 8 Millimeter, 170 Gramm
  • Galaxy A71: 164 x 76 x 8 Millimeter, 179 Gramm

Zu vernachlässigen ist der  Gewichtsunterschied (170 vs. 179 Gramm), denn beide Modelle sind bezogen auf ihre Größe echte Leichtgewichte, was wohl auch an der Materialwahl liegt: Zwar sind Galaxy A51 und Galaxy A71 wie von Samsung gewohnt top verarbeitet, doch die Rückseite besteht jeweils aus Kunststoff und ist somit anfälliger für Kratzer.

Einen Schutz vor Wasser und Staub vermissen wir ebenfalls, der ist in der Preisklasse aber auch selten anzutreffen. Im Gegensatz zu einer beigelegten Schutzhülle, die sich Samsung leider spart. Trotz Kunststoff fassen sich die Geräte wertig an und auch das Design gefällt uns ziemlich gut. Hier trumpfen beide Smartphones mit einer schraffierten Rückseite auf, die wiederum in dreieckige Formen aufgeteilt ist. Alle drei Farben schimmern zudem mit einem Regenbogeneffekt im Licht.

© Samsung

Beim Galaxy A71 (links) blickt man auf ein OLED-Display mit 6,7 Zoll, das OLED des Galaxy A51 (rechts) bietet 6,4 Zoll.

Große, gute OLED-Displays

Doch die wahre Action spiel sich natürlich auf der Front ab: Samsung verbaut OLED-Displays mit 6,7 bzw. 6,4 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 1080 x 2400 Pixeln. Die Screens fügen sich angenehm in den Rahmen ein und weisen recht schmale Ränder auf. Im Vergleich zu den Vorgängern verzichtet Samsung auf eine Notch und verbaut die Frontkamera direkt im Panel.

Interessant: Beim Galaxy A51 ist die Aussparung zwei Millimeter kleiner, obwohl die gleiche Kamera mit 32 Megapixeln dahinter sitzt. Unter dem Screen verbirgt sich jeweils auch ein optischer Fingerprintsensor, um die Geräte zu entsperren – das braucht schon mal eine Gedenksekunde.

Ansonsten kann gerade das Display des Galaxy A71 richtig punkten und ist eine der besten Anzeigen in der Preisklasse! Das OLED ist außerordentlich blickwinkelstabil und besticht obendrein durch sehr gute Kontraste. Seine Displayhelligkeit könnte mit 420 cd/m2 zwar noch heller sein, bei Sonne regelt es jedoch auf bis zu 852 cd/m2 hoch und garantiert somit eine optimale Ablesbarkeit.

Das Display des Galaxy A51 fällt bedingt durch den Preis qualitativ etwas ab, hält sich aber insgesamt ebenfalls auf einem guten Niveau. Es ist etwas blickwinkelabhängig und kann in hellen Umgebungen mit einer nicht ganz so guten Ablesbarkeit punkten wie sein großer Bruder. Die Displayhelligkeit des OLEDs ist mit 432 cd/m2 eine Spur heller als beim A71, der Outdoor-Boost schafft sehr gute 715 cd/m2.

© Samsung

Links: Die Bixby Routinen nehmen auf Wunsch automatisch Einstellungen am Telefon vor. Mitte: Im abgetrennten Kindermodus legt man fest, welche Apps das Kind nutzen kann und wie lange. Rechts: Samsung erlaubt es, den Klang zu personalisieren und altersgerecht abzustimmen.

Unterschiede bei Systemleistung und Lieferumfang 

Galaxy A51 und A71 unterscheiden sich nicht nur bei der Größe, sondern auch bei den inneren Werten. So ist das Galaxy A71 performanter, wobei Samsung mit Qualcomms Snapdragon 730 einen Chip der oberen Mittelklasse und 6 GB RAM verbaut. Die Systemleistung kann sich deshalb sehen lassen und macht auch grafikintensive Spielereien möglich – wenn auch nicht in den allerhöchsten Einstellungen.

Im Galaxy A51 werkelt hingegen Samsungs Mittelklasse-Chip Exynos 9611 mit 4 GB RAM. Die Systemleistung ist rund ein Viertel geringer als beim A71, was sich gerade bei grafikintensiven Anwendungen bemerkbar macht. Für normale Alltagsaufgaben ist man jedoch leistungstechnisch sehr gut gewappnet. Speicherplatz ist mit über 106 GB bei beiden Smartphones ausreichend vorhanden.

Softwareseitig ist das aktuelle Android 10 vorinstalliert, über das Samsung seine Nutzeroberfläche One UI gestülpt hat. Nützlich sind hier vor allem die ins System integrierten Bixby-Routinen. Mit diesen lernt das Smartphone die täglichen Abläufe des Trägers und steuert die Funktionen des Phones anhand dieser automatisch – sogar ortsabhängig. So aktiviert das Smartphone zu Hause automatisch das WLAN und schaltet NFC und Bluetooth aus.

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Übersicht

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Gleichstand herrscht bei beiden Galaxy-Modellen, was die Konnektivität betrifft: schnelles ac-WLAN, NFC, Bluetooth 5 und LTE Cat. 12 mit 600 Mbit/s im Download sind bei beiden Geräten vorhanden. Praktisch: man kann bei beiden Geräten zwei SIM-Karten und eine MicroSD zur Speichererweiterung gleichzeitig nutzen.

Für viele immer noch wichtig, ist der Klinkenanschluss, der ebenfalls bei beiden Galaxys vorhanden ist. Das A51 stellt dort mit 180 mV allerdings ziemlich wenig Spannung bereit, was den Betrieb von High-End-Kopfhörern erschweren könnte.

Beim Lieferumfang holt sich das teurere Galaxy A71 mehr Punkte: Hier legt Samsung hochwertige In-Ear-Kopfhörer bei, das Galaxy A51 muss sich mit normalen Stereokopfhörern begnügen. Wie bereits erwähnt fehlt jeweils eine Schutzhülle und auch eine Displayschutzfolie ist nicht werkseitig aufgetragen.

>>> Auf der nächsten Seite: Bildqualität der Vierfachkameras und Test-Fazit

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