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Testbericht Blackberry Q10 im Test

von
Blackberry Q10
Labortest
86,4 %
Zuletzt aktualisiert: 20.04.2014
Blackberry Q10
Smartphones
Pro
  • sehr gute Qwertz-Tastatur
  • gut ausgestattet
  • technisch leistungsfähig und sicher
  • stabile, wertige Konstruktion
  • kommunikationsfreudiger Hub
  • luxuriöse Ausstattung
  • hochwertiges OLED-Display
Contra
  • kleines Display
  • Touchscreen an Rändern unempfindlich
  • wichtige Apps noch nicht verfügbar
  • Display nicht sonnentauglich
Fazit

Der Blackberry Q10 holt die dritthöchste jemals in unserem Smartphone-Test errungene Punktzahl

Der Blackberry Q10 zeigt im Test eine hervorragende Ausdauer und verbindet die geballten Innovationen der neuen Plattform Blackberry 10 mit der legendären Tastatur.

"Wir mussten mit einem reinen Touchscreen-Smartphone anfangen“, erklärt Carsten Titt, PR-Manager Central Europe bei Blackberry, im Gespräch mit connect. „Nur so konnten wir zeigen, dass unser neues Betriebssystem Blackberry 10 durch und durch Touchscreen-tauglich ist.“

Das ist gelungen, wie der überzeugende Test des Blackberry Z10 gezeigt hat. Nun ist es Zeit für den nächsten Schritt: Blackberry bringt ein Smartphone, das die moderne Technik des neuen Betriebssystems mit einem echten Qwertz-Keyboard kombiniert.

Leistungsfähige Hardware

Dieses neue Smartphone heißt Q10 und ist in der gleichen Preisklasse positioniert wie das Z10: Zum Testzeitpunkt wurde das Q10 für um die 600 Euro angeboten.

Auch bei der Hardware überwiegen die Gemeinsamkeiten zwischen Q10 und Z10. Beide basieren auf dem gleichen, schnellen Qualcomm-Zweikern-Prozessor mit 1,5-GHz-Taktung, 2 Gigabyte RAM und 16 GB Flash-Speicher. Das reicht für mehr als flüssige Reaktionen auf alle Wünsche des Nutzers.

Auch in der Konnektivität zieht der Q10 mit dem Z10 gleich – alle relevanten Mobilfunkstandards bis zu Quadband LTE unterstützt er genauso umfassend wie WLAN und Bluetooth. Selbst bei der Nahfeldkommunikation NFC und bei der hochauflösenden Bild- und Tonausgabe via HDMI ist der Q10 voll auf der Höhe der Zeit.

Verarbeitung: Hervorragende Tastatur

Die Verarbeitung des Q10 ist über jeden Zweifel erhaben. Ein das ganze Gehäuse umschließender Edelstahlrahmen sorgt für hohe Solidität, Stahlschienen trennen die Tastenreihen und stabilisieren den Bereich nahe der Kamera.

Ein angenehm griffiger Deckel aus funkdurchlässigem Glasfasergewebe verbirgt den wechselbaren, im Vergleich zum Z10 größeren Akku und die Halter für Micro-SIM- und Micro-SD-Karte.

Die neue Plattform Blackberry 10 gestartet

Die fein geflochtene Struktur dieses griffig beschichteten Bauteils veredelt den Q10 genauso wie das minimal matte Finish des gut lesbar beschrifteten, bei Dunkelheit beleuchteten Keyboards.

Die Tasten sind auf Treffsicherheit ausgelegt und überzeugen mit ihrem definierten Druckpunkt. Wer viel unter erschwerten Bedingungen tippt, etwa im Gehen oder als Beifahrer auf holprigen Straßen, wird vom neuen Blackberry optimal bedient. Nur die geniale Wortvorhersage des Z10 fehlt hier leider.

Display: Brillant, aber klein

Da die Tastatur Platz braucht und der Q10 insgesamt handlich ist, fällt der Bildschirm mit einer Diagonale von 3,1 Zoll klein aus. Der Screen ist in hochaufgelöster OLED-Technik mit 720 x 720 Pixeln ausgeführt. Detailzeichnung, Kontrast und Farbsättigung liegen auf höchstem Niveau. Die auf 151 cd/m2 begrenzte Leuchtdichte vermindert aber die Ablesbarkeit an sonnigen Sommertagen.

Blackberry Q10

Die ergonomische Tastatur galt lange als Markenzeichen von Blackberry. Beim Q10 ist sie besser denn je.

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Wird eine Internetseite augen­unfreundlich klein angezeigt, lässt sich praktischerweise meistens in einen Nur-Lesen-Modus wechseln. So kann man den Nachteil des kleinen Bildschirms geschickt umgehen. Zudem folgt der Q10 der bewährten Blackberry-Tradition und ist mit einer Reihe von Tastenkom­binationen zu steuern.

Hier zeigt sich, dass Blackberry weiterhin für schnelle Bedienung steht, selbst wenn es noch nicht ganz so viele Shortcuts gibt wie beim alten Betriebssystem. Störend an unserem Testgerät ist der an den Rändern wenig empfindliche Touchscreen; diese Schwäche scheint aber die absolute Ausnahme zu sein.

Die Anpassung des Betriebssystems an die Touchscreen-Keyboard-Bedienung ist insgesamt sehr gelungen, die Gestensteuerung funktioniert wie gewohnt. Sämtliche Qualitäten, die das moderne Blackberry-Betriebssystem auszeichnen, sind auch beim Q10 zu finden.

Das gilt sowohl für das tolle Messaging-Interface namens Hub als auch für spezielle Fähigkeiten wie Blackberry Balance zur friedlichen Koexistenz von betrieblicher Sicherheit und privater Freiheit. Nur im Applikations-Webshop Blackberry World fehlen noch etliche Apps, zum Beispiel der kostenlose DB Navigator oder die Tools wichtiger Nahverkehrsunternehmen.

Messtechnisch hohes Niveau

Es ist nicht allein auf den größeren Akku zurückzuführen, dass der Q10 ausdauernder ist als der in ­vielen Bereichen auf der gleichen Technik basierende Z10. Black­berry ist es gelungen, den UMTS-Energieverbrauch zu senken – bei gleichzeitig etwas verminderter, aber trotzdem noch guter Funkleistung.

Auch das kleinere OLED-Display trägt zu den ausgezeich­neten Ausdauerwerten bei, die zu einer typischen Betriebszeit von beinahe acht Stunden führen. Und die Gesprächszeiten liegen noch höher; beim Telefonieren werden Dampfplauderer außerdem mit ­einer hohen Klangqualität erfreut.

Das gilt für den Q10-Besitzer, aber noch mehr für den Angerufenen, wie die hohe Sprachverständlichkeit beim Telefonieren mit Straßengeräuschen zeigt.

Fazit: Platz 3!

Mit dem Z10 und nun mit dem Q10 hat Blackberry sowohl für die mehr an Entertainment als auch für die eher auf aktive Kommunikation ausgerichtete Kundschaft jeweils ein optimal angepasstes Smart­phone geliefert.

Auch wenn die beiden Geräte ohne Zweifel ihr Geld wert sind, ist das hohe Maß an Perfektionismus nicht ganz billig. Deshalb wird es für den Erfolg der kanadischen Firma wichtig sein, dass Blackberry möglichst schnell auch günstigere Smart­phones anbietet.

Der Blackberry Q5 ist bereits angekündigt, und laut gewöhnlich gut informierter Kreise will das Unternehmen sein Portfolio bis Ende 2013 auf etwa fünf Geräte ausbauen. Sollten diese Kandidaten das jetzt erreichte Niveau halten, wäre das Comeback gelungen.

Der Blackberry Q10 jedenfalls holt die dritthöchste jemals in unserem Smartphone-Test errungene Punktzahl – Glückwunsch nach Kanada!

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Inhalt
  1. Blackberry Q10 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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