Testbericht

D/A-Wandler Audio Research DAC 7

Per Laptop zeigte der Audio Research DAC 7 (3500 Euro) eindrucksvoll, welche Klangregionen sich mit Computer-Wiedergabe mittlerweile erreichen lassen.

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D/A-Wandler Audio Research DAC 7

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D/A-Wandler Audio Research DAC 7
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Neben digitalen S/PDIF- und USB-Eingängen besitzt der DAC 7 sogar einen XLR-Anschluss im AES/EBU-Profiformat (links). Auch bei den analogen Ausgängen bietet er die Wahl zwischen unsymmetrischen Cinch- und symmetrischen XLR-Buchsen (rechts).

Von der üblichen optischen Zurückhaltung seiner digitalen Zunft ist beim DAC 7 vom amerikanischen Verstärkerspezialisten Audio Research absolut nichts zu spüren. Gekleidet in ein üppiges Gehäuse im professionellen 19-Zoll-Format, verkündet er weithin sichtbar: "Ich bin stolz darauf, ein D/A-Wandler zu sein." Sein spektakulärer optischer Auftritt erinnert dabei an röhrenbestückte Signalprozessoren aus den 60ern, was Glaskolben-Spezialist Audio Research zweifellos beabsichtigt hat.

Angesichts der Gehäusegröße könnte man denn auch tatsächlich meinen, dass unter seiner Haube die ein oder andere Elektronenröhre ihren Dienst tut. Fehlanzeige: Der DAC 7 verwendet ausschließlich Halbleiter als aktive Bauelemente. Aber nicht einfach  die mittlerweile üblichen Marienkäfer-großen SMD-Bausteinchen, sondern vielmehr solche, die sich bei Bedarf auch noch von Hand aus- und einlöten lassen.

D/A-Wandler Audio Research DAC 7

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Nicht weniger als 36 Feldeffekttransistoren besiedeln die platzgreifende Ausgangstufe. Sie sind zur Stromaufteilung in Dreiergruppen parallelgeschaltet. Auffällig auch die vielen Folienkondensatoren.

DAC 7 intern: toller Klang braucht Platz

In Zeiten haarfeiner Leiterbahnen auf Fünffach-Layer-Boards mutet seine äußerst großzügig angelegte Platine schon beinahe archaisch an. Da wäre man gern einer der unzähligen Feldeffekttransistoren, die  - zur Rauschminderung in Dreiergruppen parallelgeschaltet - in der vollsymmetrischen Ausgangstufe ihre Arbeit tun.

Technisch ist der DAC 7 jedoch absolut nicht von gestern: Herzstück seiner Digitalsignal-Abteilung ist der von Burr-Brown stammende D/A-Wandlerchip PCM 1792, der mit seinen symmetrischen Gegentakt-Ausgängen sozusagen eine Steilvorlage für die Ausgangsschaltung liefert. Dank diesem Chip verarbeitet der Audio Research sogar High-Resolution-Tonkost bis hinauf zum 24-Bit-192-Kilohertz-Format. Leider gilt das nur für die über S/P-DIF- und AES-Eingänge zugespielten Digitalsignale - bei Einspeisung per USB wandelt er lediglich mit Samplingfrequenzen bis zu maximal 48 Kilohertz. 

D/A-Wandler Audio Research DAC 7

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Da der DAC 7 das im USB-Standard vorgesehene HID-Protokoll unterstützt, können via USB angedockte Computer Laufwerkbefehle von der mitgelieferten Fernbedienung entgegennehmen: So lässt sich iTunes vom Sessel aus navigieren.

Das hinderte den DAC 7 jedoch überhaupt nicht daran, im Hörtest ganz groß aufzuspielen: Per Laptop via USB mit Tonkonserven im CD-Format gespeist, zeigte er eindrucksvoll, welche Klangregionen sich mit Computer-Wiedergabe mittlerweile erreichen lassen. Mit seinem offenen, duftigen Klangcharakter erspielte er sich die Testerherzen auf Anhieb: Da gab es Raum zwischen den Musikern mit ihren Instrumenten, deren Klänge Luft zum Atmen hatten - und keinen einzigen zusammengeballten Klangknäuel, der lästig auf die Ohren drücken würde. 64 Punkte notierten die Tester für diese äußerst charmante Vorstellung.

Noch einen Gang zulegen konnte der Audio Research gar bei Hi-Res-Betrieb im 24/96-Format: Unter Beibehaltung all seiner bereits erwähnten Tugenden spielte er nun noch etwas beschwingter, randschärfer und differenzierter. Beim Anschluss über die symmetrischen Ausgänge reproduzierte der DAC 7 zwar noch eine Spur energischer und zwingender - allerdings auch etwas weniger charismatisch: Symmetrische Verkabelung ist für ihn also kein Muss.

Audio Research DAC 7

HerstellerAudio Research
Preis3500.00 €
Wertung65.0 Punkte
Testverfahren1.0

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