Testbericht

Goldenote Microline PH-7 im Test

Der Goldenote Microline PH-7 ist eine flexible Phono-Vorstufe, die beim Preis-Leistungs-Verhältnis punkten will. Ob das gelingt, verrät unser Test.

Goldenote Microline PH-7

© Archiv, MPS, H. Härle, Dmitrydesign

Goldenote Microline PH-7

Pro

  • schwungvoller Klang, guter symmetrischer Ausgang

Contra

  • Testgerät brummt bei MC etwas

Einst als Blue Note gegründet, weckt das italienische HiFi-Label Goldenote schon mit seinem Namen Assoziationen an geschmackvolle Jazzplatten aus der goldenen Ära der Langspielplatte. Neben aufregend exotischer (und entsprechend teurer) Edel-Elektronik haben die Entwickler die Microline-Serie platziert - erwachsenes HiFi im Halbformat, mit beachtlichem Preis-Leistungsverhältnis. 

Da an so einem Preamp nicht nur teure MCs laufen sollen (und es zudem auch sehr hochwertige Magnetsysteme gibt), haben sich die Goldenote-Entwickler eine raffinierte Eingangsschaltung einfallen lassen, die eine Messung der Abschlusskapazität zwar unmöglich macht, dafür aber mit angeschlossenem MM-System eine stets perfekte Anpassung ergibt.

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Der MM-Freund kann also ohne Angst vor schrill oder muffig verbogenem Hochton ganz entspannt den Qualitäten seiner Tondose frönen. Und einen Aufstieg in Richtung MC außerdem schon deshalb erstmal auf die lange Bank schieben, weil der PH-7 sich mit diesen Systemen mehr Rauschen genehmigt und obendrauf noch eine Prise hausgemachten Brumm streut.

Womöglich wird das angekündigte Zusatz-Netzteil PSU-7 die Brummreste beseitigen und auch klanglich weitere Fortschritte bringen - spannend, denn schon "ohne" spielte der Goldenote mit MM wie MC so mitreißend, dass man ihn im Vergleich locker auch in einer höheren Preisklasse verortet hätte.

Druckvoller und saftiger abgestimmt als der Pure Sound, hielt sich der Italiener dafür bei den Klangfarben etwas zurück. Unterm Strich klangen Platten mit dem PH-7 stets großformatig und sonor, was Peter Gabriels "Mercy Street" zu enormer Wirkung verhalf. So lustvoll-beschwingt klingen erschwingliche Phonostufen selten - ein Tipp nicht nur für MM-Spezialisten.

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