Testbericht

Lenovo Ideapad Yoga 2 im Test

Für das Lenovo Ideapad Yoga 2 ist eine 360-Grad-Wende kein Problem. Und es ist als Notebook eine Option für diejenigen, die nach dem Support-Ende von Windows XP etwas Neues suchen.

Lenovo Ideapad Yoga 2

© Lenovo

Lenovo Ideapad Yoga 2

Pro

  • flexible Nutzung möglich
  • große Festplatte
  • helles Display
  • USB 3.0

Contra

  • Display spiegelt
Gut

Das Lenovo Ideapad Yoga 2 ist ein funktionales Tablet, dessen großräumige Tastatur auf Wunsch verschwindet und mit dem sich auch abseits der Netzdose vergnüglich surfen und spielen lässt.

Mit dem Ideapad Yoga stellte Lenovo Anfang 2012 den ersten PC vor, der dank neuartigem Bedienkonzept absolut sofatauglich war: Indem die Tastatur einmal um den Bildschirm herumgeschlagen wird, verschwindet sie und hinterlässt ein dickes, aber angesichts der hochwertigen Hardware gar nicht einmal schweres Tablet.

In den vergangenen zwei Jahren hat sich das Konzept zu einer festen Größe entwickelt und in mehreren Konfigurationen Serienreife erreicht: In 11 oder 13 Zoll, mit oder ohne Intel-Core-Prozessoren und in verschiedenen Speichervarianten. Die "embedded Multimedia Card" (eMMC) gibt es nur noch in älteren Modellen, die flüsterleise Solid State Disk (SSD) steigert allerdings den Endpreis, und die gute alte Harddisk (HDD) galt lange als zweite Wahl, weil langsamer und lauter. Daher gibt es sie auch in Kombination mit einigen GB SSD-Speicher zur Beschleunigung des Systemstarts und für seltenere Zugriffe auf die Harddisk.

Modellauswahl: David und Goliath

Das Yoga 2 in 11 Zoll ist das jüngste Mitglied der Familie und kommt wie das Yoga 2 Pro mit Windows 8.1 in der 64-Bit-Version, aber mit schwächerer Hardware: 4 statt 8 GB Arbeitsspeicher, Pentium statt Core-i5/-i7, günstige Harddisk statt teurer SSD. Die Preisdifferenz ist immens: Mit Core-i7-Prozessor und 512-GB-SSD kostet das Lenovo Ideapad Yoga 2 Pro 1599 Euro, während das Testgerät Yoga 2 mit 500-GB-HDD bei 599 Euro liegt, also kaum mehr als ein Drittel des High-End-Boliden kostet. Den gibt es für nochmal 300 Euro weniger mit Core-i5 und 256-GB-SSD; 256 GB sind im Zeitalter der 13-Megapixel-Kameras und Full-HD-Videos aber vielen Menschen zu wenig.

Lenovo Ideapad Yoga 2

© Lenovo

Von Anfang an ein Renner: Das Multimode-Notebook vereint vielfältige Nutzungsmöglichkeiten in einem Gerät.

Erfreulich für alle, die jetzt das Geräusch einer rotierenden Festplatte im Ohr haben: Das gehört bei den neuen Harddisks wie der im Testgerät verbauten Western Digital der Vergangenheit an. Und weil der Pentium-Prozessor aufgrund geringerer Wattzahl als bei den Core-Prozessoren auch keine aufwendige Kühlung benötigt, ist vom Lenovo Yoga 2 so gut wie nichts zu hören. Die Lautsprecher wiederum klingen nicht sehr laut, aber gut, und man kann das Yoga 2 auch mit einem Headset verwenden.

Aussstattung: Alle wichtigen Anschlüsse vorhanden

Bei den weiteren Anschlüssen ähneln sich die Modelle wieder weitgehend, und so bringt auch der Youngster von HDMI über zwei USB-Ports, einem im Standard 3.0, bis zum SD-Karteneinschub die wichtigsten Anschlüsse mit - einen LAN-Port allerdings nicht. Zum Laden muss das mitgelieferte Netzteil verwendet werden.

Über die üblichen Vergleichswerte hinaus gibt es noch feinere Unterschiede zwischen dem Yoga 2 und dem Yoga 2 Pro, die in der Praxis aber durchaus über Lust oder Frust entscheiden: So verzichtet Lenovo beim Yoga 2 leider wieder auf die Tastaturbeleuchtung, die beim Yoga 2 Pro noch als Verbesserung angepriesen wurde. Der häufige Blickwechsel zwischen den schwarzen Tasten im schwarzen Tastaturdeck und einem hellen Bildschirmhintergrund kann die Augen schon bei schwächerem Licht belasten.

Draußen bedarf es natürlich weniger einer Tastaturbeleuchtung als eines hellen Displays mit geringer Spiegelung. Hier fällt das Urteil für das HD-Display des Yoga 2 zwiespältig aus: Selbst bei Sonnenschein kann man helle wie dunkle Inhalte noch erkennen. Nur die starke Spiegelung trübt das Vergnügen.

Performance: Welcher Chip soll's sein?

Reicht der Pentium im Yoga 2 oder wäre ein Core-i5 oder gar ein Core-i7 sinnvoller? Die Atom- und Pentium-Chips im Bay-Trail-Design, die in vielen aktuellen Windows- Tablets und im Yoga 2 arbeiten, sind sparsam, performant und flott, solange es um Office, Internet oder Youtube-Videos geht. Steigen die Anforderungen an die integrierte HD-Grafik, etwa beim Videoschnitt, sollte man einen leistungsstärkeren Chip ins Auge fassen, sprich - mindestens einen Core-i5.

Eine Herausforderung sind auch Online-Live-Events. Deren Qualität hängt vorrangig von der heimischen WLANStabilität und der Server-Auslastung des Anbieters ab. Wenn das WM-Endspiel oder die kommende NFL-Saison dann aber noch in hoher Auflösung und ruckelfrei auf einen großen Screen übertragen werden sollen, bilden ein Intel- Core-Chip und ein großer Arbeitsspeicher eine stabile Basis.

Lenovo Ideapad Yoga 2

HerstellerLenovo
Preis599.00 €

Mehr lesen

Wer ist die Nummer eins? -

Mehr zum Thema

Lenovo S5000, 7-Zoll-Tablet
Alle Testberichte
HP Spectre x2 und HP Elite x2
Detachables
HPs Antwort auf das neue Microsoft Surface heißt x2. Und das gibt es gleich zweimal: als Business- und als Consumer-Variante.
Huawei Shot X
Smartphone
84,0%
Huawei legt mit dem ShotX das erste Smartphone mit drehbarer Kamera vor. Überzeugt im Test auch die Technik des…
Samsung Galaxy A3 rosa
Testberichte
Alle Tests von Smartphones, Handys, Tablets, Navis, Notebooks und Ultrabooks, DECT-Telefonen und DSL-Routern in der Übersicht.
News
iOS 9.3
Samsung Cashback Aktion 2016
Galaxy S6, S6 Edge, Tab S2, Gear S2 und mehr
ZTE Nubia My Prague
Amazon-Angebot im Schnäppchen-Check
HTC 10
Medion P10506