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Testbericht

Sony Xperia V im Test

Sony Xperia V
Labortest
70,6 %
Zuletzt aktualisiert: 25.11.2014
Sony Xperia V
Smartphones
Pro
  • Schlichtheit des Gehäuses
  • gegen Staub und Wasser geschützt
  • Akku ist wechselbar
  • sehr gutes Display
  • sehr guter Klang
Contra
  • durchschnittliche Ausdauer
Fazit

Kratzfestes Mineralglasdisplay, Schutz gegen Wasser und Staub, moderne Prozessor- und LTE-Technik sowie ein flaches, elegantes Gehäuse.

Mit dem Xperia V gelingt Sony mit sehr guter Handhabung und sehr guten Messwerten endlich der Durchbruch in die Top­liga.

Das Sony Xperia V ist kleiner und leichter ist als das bisherige Flaggschiff Xperia T. Allenfalls die mit 579 Euro etwas höhere Preisempfehlung deutet darauf hin, dass das V etwas ganz Besonderes sein will – und es wird diesem Anspruch gerecht.

Verarbeitung: Mehr Sein als Schein

Positiv fällt beim ersten Kontakt mit dem neuen Sony die Schlichtheit des Gehäuses auf. Am anthrazitfarbenen, hinten leicht geschwungenen Rahmen erkennt man zunächst nur zwei Tasten: Eine dient als Einschalter, die andere ermöglicht als Wippe die Lautstärke zu regeln.

Buchsen finden sich zunächst nicht, der 3,5-Millimeter-Anschluss für Kopfhörer und Headset sowie der Micro-SD-Slot der über einen MHD-Adapter auch den Anschluss eines optionalen HDMI-Monitors oder TVs  zulässt, befinden sich unter sauber eingepassten Kunststoffdeckeln.

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Das ist viel mehr als ein Designelement: Das Xperia V ist gegen Staub und Wasser geschützt, laut Schutzklasse IP55/57 soll es sogar einen Wasserstrahl oder kurzfristiges Untertauchen überstehen. Umso erstaunlicher, dass sich der leicht mattierte, rückseitige Deckel abnehmen lässt. Der Akku ist beim V also wechselbar, auf diesen Komfort musste das Xperia T trotz dickerem Gehäuse verzichten.

Sony Xperia V

Gehäuse

Das Xperia V ist IP57-zertifiziert, ist damit gegen Staub geschützt und kann sogar kurzzeitig untertauchen ohne Schaden zu nehmen.

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Ausstattung: Modernste Prozessortechnik

Möglich wird die Reduktion in den Maßen wohl auch durch die deutlich modernere Prozessortechnik im  neuen Sony. Während das T noch auf einen Qualcomm-MSM-8260-Chip setzt, kommt beim V die neuere MSM8960-Variante der Snapdragon-Baureihe zum Einsatz.

Die hat von 45 auf 28 Nanometer geschrumpfte Strukturen, was einen deutlich gesenkten Energieverbrauch und erhöhte Komp­lexität ermöglicht. Dies wird hier weniger zur Leistungssteigerung genutzt, auch der Xperia-V-Prozessor läuft mit zwei Kernen und 1,5-GHz Takt, sondern um zusätzlich LTE zu implementieren.

Den neuen Mobilfunkstandard unterstützt das Sony bei allen zurzeit in Deutschland gebräuchlichen Frequenzen und zusätzlich bei 2,1 GHz. Die Chipsatz-Optimierung kommt dem Xperia V zugute, denn sie ermöglicht den Einsatz eines kleineren Akkus, und LTE ist zumindest eine Investition in die Zukunft.

Display: Top Qualität

Üppige Leistung zeigte schon das Xperia T, die können wir selbstverständlich auch dem V attestieren. Bescheidener gibt sich das V bei der Displaydiagonale von 4,3 Zoll; die Auflösung von 1280 x 720 Pixeln muss aber keinen Vergleich scheuen. Mehr Details als die Sony-Anzeige darstellen kann, kann kein normales Auge sehen.

Dabei ist auch die Qualität top, selbst im grellen Sonnenlicht bleibt der Screen dank der maximalen Helligkeit von 450 cd/m² ablesbar. Damit der Zahn der Zeit dem Display nichts anhaben kann, ist es durch kratzfestes Mineralglas geschützt. James Bond hätte an dem robusten Smartphone im harten Agentenalltag sicher seine Freude, zumal die 120 Gramm auch bei der wildesten Verfolgungsjagd nicht belasten.

Die Kamera: Riesige Aufnahmen

Ob eine Smartphone-Kamera wirklich knapp 12 Megapixel Auflösung haben muss, darüber lässt sich trefflich diskutieren. Ohne Zweifel schießt die 11,5-Megapixel-Kamera des Xperia V unter guten Lichtbedingungen gute Bilder, die – wenn alles stimmt – einen Ausdruck mit 30 x 40 Zentimetern erlauben. Auch mit LED-Blitz können die Xperia-V-Bilder gefallen, solange das zu fotografierende Objekt nicht zu weit vom Smartphone entfernt ist.

Bedienung: Android mit Beigaben

Überzeugen kann auch das User Interface von Sony, sobald es an die eigenen Bedürfnisse angepasst ist. Beim Betriebssystem setzt Sony noch auf Android 4.0, ein Update auf 4.1 (Jelly Bean) ist für die Zeit zwischen Februar und März angekündigt. Zu der von Android vorgegebenen Grundausstattung ergänzt Sony erneut die parallel zu anderen Anwendungen nutzbaren „Small-Apps“, einen reinen Office-Viewer ohne Bearbeitungsmöglichkeit und die Navigation Wisepilot, die auch offline mit auf das Smartphone geladenen Karten arbeitet und so Datentraffic spart.

Mit „Small-Apps“ lassen sich etwa Notizen aus einer Mail  zum Browser übertragen.
Mit „Small-Apps“ lassen sich etwa Notizen aus einer Mail zum Browser übertragen. ©

Labormessungen: Stimmige Messwerte 

Ohne Frage kann das Xperia V auf den ersten Blick überzeugen, sogar begeistern. Doch für den dauerhaften Einsatz müssen auch Funk, Akustik und nicht zuletzt die Ausdauer stimmen. Während das T beim Senden und Empfangen schwächelte, präsentiert sich das neue Sony in diesen Kerntugenden deutlich verbessert.

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Da die schon beim letzten Sony sehr gute Akustik ebenfalls passt, heißt es am Ende wie bei der Handhabung auch bei den Messwerten „sehr gut“. Da ist es auch kein K.o.-Kriterium, dass das V dem T in der Ausdauer um einige Punkte hinterherhinkt, für ein „Gut“ reichen typische Betriebszeiten von viereinhalb Stunden und Gesprächszeiten zwischen knapp fünf und gut elf Stunden auf jeden Fall.

Fazit: Sprung in die Top Ten

Mit seinem kratzfesten Mineralglasdisplay, dem Schutz gegen Wasser und Staub, modernster Prozessor- und LTE-Technik, aber auch mit seinem flachen, eleganten Gehäuse wäre das Sony Xperia V eigentlich der ideale Bond-Begleiter gewesen. Es hat genau die richtigen Anlagen, um Begehrlichkeiten zu wecken. Der Lohn für die Entwicklermühe: 411 Punkte und ein Platz unter den Top Ten in der Smartphone-Bestenliste.

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Inhalt
  1. Sony Xperia V im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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