Testbericht

Yamaha CD-S 700

So wie im Aufmacherbild sieht es aus, wenn der Yamaha CD-S 700 seine Lade aufmacht - oder zuzieht. Und ziemlich genau so klingt es auch: Man hört vom zügigen Gleiten des CD-Tabletts so gut wie nichts, weil die Yamaha-Ingenieure Hunderte von Entwicklungsstunden und beträchtliche Fertigungskosten in einen 110-prozentigen Lademechanismus investiert haben.

  1. Yamaha CD-S 700
  2. Datenblatt
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© Archiv

Man könnte auch "verschwendet" sagen, weil der Aufwand an dieser Stelle nicht das geringste bisschen Klang bringt. Aber genauso, wie man gutes Essen nicht einfach in einen Blechnapf knallt, verlangt auch der Hörgenuss nach etwas begleitender Ästhetik. Der Lader lässt sich zudem relativ günstig fertigen, weil Yamaha ihn auch für die großen Player CD-S 1000 und 2000 (AUDIO 7/08 und 2/08) verbaut - dort allerdings mit noch massiverer Metall-Lade. Deutlich kleiner als bei den teuren Brüdern fällt das Netzteil des CD-S 700 aus. Der schaltbare Pure-Direct-Modus konzentriert diese Ressourcen aber aufs Wesentliche, indem er Digitalausgang und Display deaktiviert.

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© J.Bauer, Hersteller

Das sauber gearbeitete Innenleben des CD-S 700

Tatsächlich scheint in den Klang dann etwas mehr Ruhe einzukehren. Im Vergleich zu dem, was die beiden Direct-Modi im Vollverstärker A-S 700 bewirken, ist der klangliche Zugewinn durch die Player-Verdunklung jedoch völlig akademisch. Trotz seines angenehmen Charakters zeigte der 700er Player-Unterschiede überraschend deutlich. Wer ihn in voller Pracht hören will, sollte dem 700er daher den bestmöglichen Spieler gönnen. Geht es dem Käufer auch ein bisschen um das schicke Retro-Design, spricht nichts gegen den klar und sauber spielenden offiziellen Partner CD-S 700. Klang-Puristen empfiehlt AUDIO jedoch den etwas günstigeren NAD C-525BEE, der am 700er noch reicher, kraftvoller und natürlicher musizierte. Ja, wir wissen, wie das aussieht. Aber es klingt phantastisch.

Yamaha CD-S 700

HerstellerYamaha
Preis480.00 €
Wertung85.0 Punkte
Testverfahren1.0

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