Maßnahmen gegen Android-Fragmentation

Android 10 Update hat schnellste Verbreitung bisher

Die Installationszahlen von Android 10 steigen deutlich schneller als bei den Vorgängern. Für Android 11 hat Google weitere Verbesserungen geplant.

© Google

So entwickelt sich die Verbreitung von Android 10 im Vergleich zu den Vorgängern Android 9 Pie und Android 8 Oreo.

Seit Jahren arbeitet Google daran, ein großes Manko von Android zu beseitigen: späte oder gänzlich fehlende Systemupdates. Nun hat Google im Android Developer Blog einen Ausblick auf weitere Maßnahmen für schnellere Updates in Android 11 gegeben - und dabei auch einen Blick zurück geworfen. Man sieht: die Lage bessert sich.

Maßnahmen für schnellere Updates wirken

So sei Android 10 das Android-Update mit der bisher schnellsten Adaptionsrate. Fünf Monate nach Release habe Android 10 bereits die Grenze von 100 Millionen Installationen überschritten. Das sei 28 Prozent schneller als noch beim Vorgänger Android 9 Pie. Veratwortlich dafür sind Maßnahmen wie das mit Android 8 gestartete Project Treble, die Generic System Images von Android 9 und das Project Mainline in Android 10.

Im Vergleich zu Konkurrent Apple ist das immer noch stark ausbaufähig. Das Update auf iOS 13 brauchte seinerzeit etwa nur 26 Tage, um die 50-Prozentmarke aller iPhones zu knacken. Aktuell haben laut Apple 81% aller iPhones iOS 13, unter den aktuellen iPhone-Generationen der letzen vier Jahre sind es sogar 92%.

Android 11 soll Updates weiter erleichtern

Apple hat es hier als Betriebsystementwickler und Smartphone-Hersteller in Einem natürlich auch leichter. Googles setzt im Gegenzug auch in Android 11 weiter auf einen modularen Aufbau des Betriebssystems, um Updates weiter zu beschleunigen und zu erleichtern.

So können in Android 11 nun insgesamt 21 Komponenten direkt mit Updates versorgt werden. Neu hinzugekommen sind hier die OS-Komponenten Tethering, NNAPI, Cell Broadcast Receiver, das Debugging-Tool adbd, Internet Key Exchange, Media Provider, statsd, WLAN und die SDK Erweiterung.

Lesetipp: Android 11 - diese Smartphones bekommen das Update 

Weiter arbeitet Google an Generic Kernel Images, die in Android 11 erstmals zum Einsatz kommen. Ziel ist hier eine Vereinheitlichung der eingesetzten Linux Kernel, um die Entwicklung von Sicherheitsupdates zu erleichtern.

Virtual A/B Updates werden Standard

Zu guter letzt wird noch der Virtual A/B Modus für OTA-Updates angepriesen. Dieser ist eine Erweiterung der auf vielen Smartphones bereits eingesetzten "Seamless Updates". Dabei wird die aktualisierte OS-Version im normaen Gebrauch parallel auf einer anderen Partition installiert. Statt einem langwierigen Updateprozess genügt daher dann ein Reboot, um in die aktuallisierte Version des Betriebssystems zu wechseln.

Lesetipp: Android 11 Beta veröffentlicht: Das bringt die neue Version

Bisher war ein Nachteil dieser Technologie der erhöhte Speicherbedarf. Mit dem neuen Virtual A/B getauften Mechanismus soll diese Schwachstelle aber behoben sein. Nach Android 11 sollen daher alle Smartphone-Updates auf diesem Wege abgewickelt werden.

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