Pro und Contra

Android Rooten: Das spricht dagegen

20.7.2020 von Tim Kaufmann

ca. 1:55 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
  1. Android rooten: Vorteile und Nachteile
  2. Android Rooten: Das spricht dagegen

Android rooten: Contra

​Grund 1: Nichts für Anfänger

Rooten ist nichts für Anfänger. Es setzt umfangreiche Kenntnisse von PC und Handy voraus. Weil das Rooten auf jedem Gerät etwas anders verläuft gibt es kein Patentrezept. Ein-Klick-Root-Werkzeuge versprechen häufig mehr, als sie halten können. Im schlimmsten Fall droht ein unreparierbar zerstörtes Gerät.​

Grund 2: Angriffsfläche für Schadprogramme

Die Angriffsmöglichkeiten für Schadprogramme vergrößern sich durch den Root. Sie können sich tief im System festsetzen - mit allen bekannten Nebenwirkungen wie „langsames Handy“, „kurze Akkulaufzeit“, „Spionage“ etc.​

Grund 3: Garantieverlust

Geht das Handy kaputt, ist es wegen des Roots häufig schwerer, gesetzliche Gewährleistungspflichten beziehungsweise Hersteller-Garantien einzufordern. Erfahrungsgemäß drohen nervige Diskussionen selbst im ersten halben Jahr nach Anschaffung, in dem der Händler eigentlich beweisen muss, dass ein Defekt auf das Rooten zurückgeht. 

Hinsichtlich der freiwilligen Garantieleistungen verhalten sich die Hersteller unterschiedlich. Bei LG und Samsung droht pauschaler Garantieverlust, selbst wenn das Rooten in keinem Zusammenhang zum Defekt steht. HTC und Sony versprechen eine Einzelfallprüfung. Weil viele Geräte sich merken, ob sie schon einmal gerootet wurden, ist es nicht sicher, dass Sie das Rooten vor dem Werkstattaufenthalt rückgängig machen können, ohne dass Spuren verbleiben.​

Grund 4: Blockierte Apps

Schon seit langem verweigern besonders sicherheitskritische Apps wie die für das E-Banking den Dienst auf gerooteten Geräten. Neuerdings unterstützt der App-Store Google Play das sogar. Zum Beispiel lässt sich die App des Streaming-Dienstes Netflix auf gerooteten Geräten nicht einmal mehr herunterladen. Tricks, mit denen sich das Rooten verschleiern lässt, funktionieren nicht immer.

​Grund 5: Schlechtere Bildqualität

Die Bildqualität der Kamera kann leiden. Das gilt vor allem für Sony-Handys, die patentierte Bildoptimierungsfunktionen abschalten, wenn sie gerootet werden.​

Grund 6: Probleme bei Firmware-Updates

Das vom Hersteller mitgelieferte Android lässt sich nur mit Mühe aktualisieren. Nur wenn Sie auf ein Custom ROM umsteigen sind problemlose Updates in der Regel sichergestellt.​

Grund 7: Verbesserungen machen Root überflüssig

Android selbst wird immer besser. Viele Funktionen, die früher mit Hilfe eines Root-Zugangs nachgerüstet wurden, stellt es heute ab Werk bereit. Das gilt zum Beispiel für die Einstellungen für App-Berechtigungen, die heute viel umfassender sind als in früheren Android-Versionen.​

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Fazit 

Überlegen Sie sich gut, ob eine zusätzliche Funktion oder etwas mehr Bedienkomfort die Gefahren wert sind, die das Rooten von Android-Geräten mit sich bringt. Entscheiden Sie sich für den Root-Zugang, dann sollten Sie sich künftig vor allem bei der Installation von Apps vorsehen. Recherchieren Sie vor dem Download im Netz nach deren Ruf, auch bei Apps, die aus einem offiziellen Store wie Google Play stammen. So können Sie sich zumindest vor Problemen mit Schadprogrammen einigermaßen schützen.

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