Smart Home: Intelligent heizen

Smarte Heizungssteuerung: So finden Sie die passende Lösung

Eine smarte Heizkörpersteuerung bringt viele Vorteile. Von sehr einfach bis komplett vernetzt gibt es viele Lösungen. Unser Überblick mit Marktübersicht.

Inhalt
  1. Smarte Heizungssteuerung: So finden Sie die passende Lösung
  2. Smarte Heizungssteuerung: Systeme und Marktübersicht
Intelligent heizen

© tado

Smarte Heizkörperregler ermöglichen eine Automatisierung der Temperaturregelung und machen das Heizen effizienter.

Eine intelligente Heizungssteuerung nimmt Ihnen das lästige manuelle Hoch- und Herunterregeln der Heizkörper ab. Durch eine automatisierte und zeitgesteuerte Regelung, die auf den Alltag der Bewohner angepasst ist, wird ein unnötiges Heizen mit zu hohen Temperaturen vermieden. Und das spart Heizkosten. 

Um eine angenehm warme Temperatur zuhause beim Heimkommen vorzufinden, muss der Heizkörper nämlich nicht mehr den ganzen Tag durchheizen. Ein digitales Thermostat steuert die Temperaturregelung so, dass der Heizkörper bei Abwesenheit gedrosselt und vor Ankunft  rechtzeitig wieder hochgeschaltet wird. 

Und auch beim Lüften setzen die intelligenten Thermostate ein, denn integrierte Sensoren registrieren das geöffnete Fenster und reagieren sofort. Ebenso ist es zur Schlafenszeit, wenn die Temperatur in allen Räumen nicht mehr so hoch sein muss. Statt dann jeden Heizkörper einzeln manuell herunterzudrehen, setzt hier die vorprogrammierte Zeitschaltung ein. Alles passiert automatisch.     

Wer kann umrüsten?

War die automatisierte Regelung der Temperatur bis vor wenigen Jahren noch nur umsetzbar, wenn auch eine passende Heizanlage vorhanden war, hat sich dies in den letzten Jahren geändert: Statt eines sehr teuren Umbaus stehen nun vor allem die am Heizkörper angebrachtem Thermostate zur Verfügung. Ein herkömmliches Thermostat lässt sich sehr schnell durch eine smarte Variante ersetzen.

Somit ist das intelligente Heizen nicht nur den Hausbauern und Eigenheimbesitzern vorbehalten, sondern kann auch in Mietwohnungen zügig umgesetzt werden. Denn es muss weder umgebaut noch müssen Kabel gelegt werden. Dank moderner Smart Home-Technologien funktioniert  alles kabellos. 

Und das smarte Heizen ist auch nicht nur für Heizkörper geeignet, auch Fußbodenheizungen lassen sich auf die smarte Weise effizienter einsetzen.  

Von simpel bis komplex: Die Systeme

Bei den Lösungen für das intelligtente Heizen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und Ansätze, die von simplen Stand-Alone-Produkten bis hin zu Modulen für komplexe Hausautomation reichen. Fast alle haben eines gemeinsam: Die Einstellung der Heizzeiten erfolgt zumeist sehr bequem per App am Tablet oder Smartphone. Zwar sind an vielen Reglern auch Bedienelemente angebracht, aber eigentlich soll das Drehen und Drücken am Thermostat selbst ja der Vergangenheit angehören. 

Bluetooth-Thermostate

Per Bluetooth mit dem Smartphone verbundene Thermostate sind wohl die einfachste Weise, das Heizen zu automatisieren. Dabei ist einfach nicht gleichbedeutend mit minderwertig. Bei Bluetooth-Thermostaten wird weder WLAN noch ein Hub oder Gateway benötigt. Lediglich das Smartphone muss Bluetooth-fähig sein und die passende App muss installiert sein.  Dann  lassen sich die Thermostate programmieren. Bei einigen Modellen ist es sogar möglich, in der App mehrere Thermostate in einem Raum zu einer Gruppe zusammenzufassen und für diese Gruppe die Programmierung vorzunehmen. Und schon diese Modelle verfügen in der Regel über Sensoren, die ein offenes Fenster erkennen, über Kalkschutz und Frostschutz. Wenn dann noch eine Tastensperre für das Themostat selbst vorhanden ist, so dass niemand aus Versehen die eingestellten Routinen verändern kann, dann sind viele Funktionalitäten der "großen" Lösungen bereits gewährleistet.  

Der Nachteil bei Bluetooth-Geräten: Ist das Handy außer Funkreichweite, ist eine Regelung des Thermostats per App nicht möglich. Und auch die Steuerung von unterwegs aus fällt natürlich weg. zudem lassen sich Bluetooth-Geräte selten mit anderen smarten Geräten wie zum Beispiel Tür- und Fensterkontakten oder Lampen verbinden und mit Wenn-Dann-Aktionen belegen. 

Wer hierauf verzichten kann, hat mit den Bluetooth-Modellen eine einfache, aber auch wirkungsvolle Lösung gefunden. 

WLAN-basierte Stand-Alone-Lösungen

Lösungen, die ins WLAN eingebunden werden, haben einen entscheidenden Vorteil: Sie sind auch aus der Ferne erreichbar und damit auch steuerbar. Sollte es vorkommen, dass die Ankunftszeit zuhause sich nach vorn verschiebt, ist es per App ein Kinderspiel, die Temperatur also schon früher wieder hochzuschalten. 

Zudem nutzen solche mit dem Heimnetzwerk und Internet verbundenen Lösungen oftmals das Geofencing, das heißt die Standortlokalisation des Smartphones, um automatisch An- und Abwesenheit der Bewohner zu erkennen und die Temperatur automatisch zu erhöhen oder niedriger zu schalten.  Nötig hierfür ist natürlich die passende App, die auf den Smartphones aller Bewohner installiert und aktiviert sein muss. 

Nötig für solch ein System, wie etwa Tado oder Netatmo es anbieten, ist ein Hub oder eine Bridge als Steuerzentrale. Dieser Hub ist mit dem Router und dem Internet verbunden. Die Thermostate selbst kommunizieren per Funk mit dem Hub. 

Lässt sich dieser auch noch in Integrationslösungen einbinden, etwa in IFTTT, oder mit Amazon Alexa oder Google Home nutzen, dann ist auch eine Vernetzung mit anderen smarten Geräten möglich, so dass sich gemeinsame Routinen und Wenn-Dann-Aktionen einstellen lassen, etwa dass wenn im Badezimmer die Lampe morgens oder Abends angeschaltet wird, automatisch der Heizkörper aufgedreht wird. 

Gerade bei diesen Lösungen ist es sinnvoll, sich zu Beginn ein Starter-Set zuzulegen, in dem auch schon der Hub bzw. die Bridge plus ein oder zwei Thermostate enthalten sind. Oft gibt es auch Komplettsets mit unterschiedlicher Anzahl an Thermostaten, je nachdem, wieviele Heizkörper und Räume ausgerüstet werden sollen. 

Zu dieser Gruppe von Lösungen zählen auch die DECT-Produkte. Vor allem für die AVM Fritz!Box sind Thermostate erhältlich, die per Dect mit der Fritz!Box kommunizieren und auch über die App der Box gesteuert werden. Lösungen gibt es von AVM selbst, aber auch von anderen Herstellern.

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