Mit Nachtsicht und Personenerkennung

Anker Eufy Cam 2: Mit zwei Kameras gegen Einbrecher

Das IP-Kamera-Set Eufy Cam 2 von Anker bietet für 400 Euro zwei wetterfeste Full-HD-Cams. Die lassen sich unkompliziert einrichten, wie unser Test zeigt.

© Anker

Doppelpack: Die Eufy Cam 2 beinhaltet neben der Basisstation zwei IP-Kameras mit Full-HD-Auflösung.

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EUR 349,99

Pro

  • gute Videoqualität (1080p)
  • kompatibel mit Alexa, Homekit und Google Assistant
  • Gesichtserkennung
  • Aktivitätszonen
  • Zwei-Wege-Audio-Kommunikation
  • verständliche App (auf Deutsch)

Contra

  • Geofencing noch nicht zuverlässig
  • keine Identifizierung bekannter Gesichter
  • weiterführende Hilfetexte in der App nur auf Englisch

Fazit

Die Eufy Cam 2 beinhaltet 2 Full-HD-Kameras mit einer verlässlichen Aufzeichnung in guter Bildqualität – auch im Dunkeln. Die Cams überzeugen mit langer Akkulaufzeit. Folgekosten fürs Speichern der Videos in der Cloud fallen nicht an.

Anker hat im Dezember 2019 die Eufy Cam 2 zur Heimüberwachung vorgestellt. Das Set beinhaltet neben einer Basisstation (Homebase 2) zwei Kameras, die hochauflösende Videos mit 1080p aufzeichnen. Das System ist kompatibel mit Amazon Alexa, Google Assistant und Apple Homekit – Apple Home Kit Secure Video unterstützt es noch nicht, das Feature soll aber folgen.

Die beiden länglichen, hübsch gestalteten und gut verarbeiteten Kameras sind wetterfest und akkubetrieben, also für drinnen wie draußen geeignet. Sie lassen sich fest verschrauben oder per Magnethalterung anbringen, sodass man sie mit einem Handgriff abnehmen kann. Material zur Montage liegt bei. 

Wer kein Werkzeug schwingen will, kann die Kameras in Innenräumen auch einfach an einer geeigneten Stelle ablegen. In der zugehörigen Smartphone-App lässt sich eine Diebstahlerkennung aktivieren: Wird die Kamera bewegt, ertönt sowohl an der Homebase als auch an der Cam auf Wunsch ein Alarmton. Der meldet sich nach vorheriger Aktivierung auch dann, wenn ein Eindringling erkannt wird.

Die Akkus halten laut Anker bis zu einem Jahr, aufgeladen werden sie per Micro-USB-Kabel. Der Ladestand lässt sich jederzeit in der App ablesen. 

Einfache Installation

Die Inbetriebnahme ist schnell erledigt, die registrierungspflichtige App führt den Kunden Schritt für Schritt durch die Einrichtung. Zunächst muss man die Homebase per mitgeliefertem LAN-Kabel an den Router sowie an eine Steckdose stöpseln. Firmware-Updates werden geladen, die WLAN-Verbindung zu den Kameras klappt per Knopfdruck, wobei auch die Verbindungsqualität geprüft wird.

Anschließend kann man in der App den Homebase-Betrieb von LAN auf WLAN umschalten und die Zentrale unabhängig vom Router aufstellen. Dabei dient die Basis als WLAN-Verstärker. 

Intelligente Aufzeichnung

Die Kameras erkennen menschliche Umrisse und können so fahrende Autos, Hunde oder vom Wind bewegte Äste ignorieren. Zudem bieten sie eine Gesichtserkennung: Das Konterfei wird in einem kleinen Kreis unterhalb des Videos dargestellt – mal mehr, mal weniger verschwommen. Das Markieren bekannter Gesichter, sodass diese keine Aufnahme auslösen, klappt aber nicht.

Die Überwachungsmodi lassen sich in der App manuell steuern, man kann anderen Personen per Einladung Zugriff auf die Cams ermöglichen. Ist Geofencing ​aktiviert, registriert das System, wenn das gekoppelte Smartphone das Zuhause verlässt beziehungsweise den einstellbaren Radius wieder betritt. Diese Funktion läuft noch im Beta-Status, wirklich verlassen konnten wir uns im Test nicht darauf. Der Aktivitätsstatus ist in der App auch schnell manuell geändert. Wer ein geregeltes Leben hat, kann einen Zeitplan programmieren. 

© WEKA Media Publishing

Ob manuell, orts- oder zeitabhängig: Am Smartphone lässt sich der Betriebsmodus der Kamera bequem auswählen.

Gespeichert werden die Filmsequenzen auf einem 16 GB großen Speicher in der Homebase oder in der Cloud, wofür keine Gebühren anfallen. Die entsprechende Einstellung findet sich etwas versteckt in dem Menü "Ereignisse" rechts oben unter dem Trichter-Symbol. Eufy verspricht eine sichere Verschlüsselung, die ausschließlich über die passwortgeschützte App Zugriff auf die Daten bietet.

Die Aufzeichnungen lassen sich alternativ auch auf einem RTSP-fähigen NAS speichern.

Die App selbst ist gut übersetzt, wenn auch etwas verschachtelt aufgebaut. Weiterführende Informationen sind aber nur auf Englisch verfügbar.

Gute Videoqualität

Die Kameras sind mit Mikrofon und Lautsprecher ausgestattet, was die Zwei-Wege-Kommunikation ermöglicht. Man kann sich also mit Personen unterhalten, die im Blickfeld der Kamera auftauchen und etwa dem Postboten sagen, wo er das Paket ablegen soll. 

Die Aufnahmequalität ist gut. Ist der Nachtsichtmodus aktiv, erkennt man auch bei Dunkelheit das Geschehen. Zudem lassen sich Aktivitätszonen einrichten. Wer ein größeres Anwesen überwachen möchte, kann bis zu 16 Kameras an einer Homebase 2 anmelden.

© Anker/Eufy

Fazit: Empfehlenswert 

Die Eufy Cam 2 ist ihr Geld Wert: Das Paket beinhaltet zwei IP-Kameras, ist über die Hersteller-App einfach zu steuern und auch mit Alexa und Homekit kompatibel. Das Wichtigste aber: Die Kameras liefern eine verlässliche Aufzeichnung in guter Bildqualität – auch im Dunkeln. Und sie überzeugen mit langer Akkulaufzeit. Folgekosten fürs Speichern der Videos in der Cloud fallen nicht an.

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