Smart Speaker

Apple HomePod im Test

21.8.2018 von Christian Möller

Apple zieht mit dem HomePod bei drahtlosen Lautsprechern nach und setzt dabei konsequent auf Streaming und Multiroom. Im Test punktet die Smart-Home-Box vor allem durch den raumfüllenden Klang.

ca. 2:00 Min
Testbericht
VG Wort Pixel
Apple HomePod iOS 11
Der HomePod ist Apples zweiter Versuch, im HiFi-Segment Fuß zu fassen. Anders als der wenig erfolgreiche iPod HiFi aus dem Jahr 2006 setzt erkonsequent auf Streaming und Multiroom.
© Apple

Pro

  • knackiger und raumfüllender Klang
  • sehr einfache Einrichtung

Contra

  • externe Quellen auf Apple-Geräte beschränkt

Fazit

audio-Klangurteil: 85 Punkte; Preis/Leistung: überragend

Mit dem HomePod will Apple im Bereich der drahtlosen Streaming-Lautsprecher Boden gutmachen. Anders als bei den Konkurrenzmodellen von Amazon und Google legt Apple beim HomePod den Fokus auf die Klangqualität. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Geschäftsmodell der Konzerne sind ja ganz unterschiedlich. 

Während Amazon und Google an den Nutzerdaten verdienen und zum Beispiel das Kaufverhalten der Anwender analysieren, macht Apple sein Geld überwiegend mit der Hardware, die daher zwangsläufig teurer wird, laut Hersteller aber auch bessere Qualität bietet.

Apple HomePod iPhone x Open Music
Mit AirPlay 2 unterstützt der HomePod auch Multiroom. Die Bedienung erfolgt dabei per Sprachsteuerung, auch auf Deutsch.
© Apple

Apple HomePod: Verarbeitung im Test

Ganz apple-typisch ist der HomePod exzellent verarbeitet. Das Gehäuse, das ungefähr mit der Grundfläche einer CD auskommt, ist mit Stoff überzogen (in Schwarz oder Weiß), der sich robust und widerstandsfähig anfühlt. Auf der Oberseite gibt es nur drei Bedienelemente: Plus- und Minussymbole für die Lautstärke sowie einen mittigen, berührungsempfindlichen Bereich, mit dem sich der HomePod rudimentär steuern lässt. 

Im Normalfall muss man das aber gar nicht, denn der Zylinder reagiert anstandslos auf den gesprochenden Satz "Hey Siri". Die Einrichtung des Geräts gelingt kinderleicht, sofern man über ein iPhone oder ein iPad verfügt. Nach dem Einschalten muss man sein iOS-Gerät nur in die Nähe des HomePods halten, und prompt erscheint die Konfigurations-Software auf iPhone oder iPad. 

Apple HomePod innen
Mit 2,5 kg ist der HomePod recht schwer. Kein Wunder, denn drinnen stecken sieben Hochtönerhörner, ein kräftiges Basschassis und sechs Mikrofone.
© Apple

Apple HomePod übernimmt Informationen vom iPhone

Der HomePod holt sich sämtliche Einstellungen wie die Apple-ID (für Apple Music) und das WLAN-Passwort automatisch vom iPhone. Man muss nichts eintippen! Das ist klasse und in der gelungenen Umsetzung bisher einmalig. Nach der Konfiguration geht’s gleich los. Apple-Music-Abonnenten können sofort aus über 40 Millionen Titeln auswählen. 

Lesetipp: Bestenliste - Wireless-Lautsprecher

Zwei HomePods lassen sich auch zum Stereoverbund zusammenschließen, was im Test problemlos funktionierte. Man kann weitere HomePods im Haus verteilen und verschiedenen Zimmern zuordnen, was aus den Geräten ein echtes Multiroomsystem macht. AirPlay-fähige Geräte anderer Hersteller lassen sich integrieren. 

[Testsiegel] Audio Sprachbedienung
Audio spricht eine Empfehlung für die Sprachbedienung des Apple HomePod aus.
© Apple

Beeindruckend war der Klang: Der Kleine machte in unserem Hörraum ordentlich Dampf. Der HomePod nimmt eine automatische Raumeinmessung vor, berücksichtigt also individuelle Gegebenheiten. Im Test klang er besonders bei moderater Lautstärke angenehm warm und bot eine enorme Tiefbass-Staffellung. Je lauter er wurde, desto mehr trat der Bass in den Hintergrund. Insgesamt klang der HomePod tonal ausgewogen.​

Fazit

Den Fokus auf die Klangqualität merkt man dem HomePod ab den ersten Takten an. Die insgesamt acht DSP-gesteuerten Chassis machen einen guten Job, die Raumeinmessung hilft bei schwierigen Verhältnissen. Damit ist er universell einsetzbar, von der Hintergrundbeschallung im Büro oder in der Küche bis zur Party im Wohnzimmer.

Klasse funktionierte die Steuerung per Siri. Auch der Stereobetrieb hat mir insgesamt gut gefallen –das können nicht viele Geräte in dieser Klasse. Extrem audiophile Ansprüche sollte man allerdings nicht stellen: Wer die Ohren spitzt, kann praktisch heraushören, wie die DSPs schwitzen.

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