Tablet

Huawei MediaPad T3 10 LTE im Test

Das Mediapad T3 10 LTE siedelt Huawei in der Mittelklasse an. Über die üblichen Abstriche hinaus zeigt das Tablet im Test ein paar handfeste Defizite.

Huawei MediaPad T3 10 LTE

© Huawei

Design und Verarbeitung überzeugen beim Huawei MediaPad T3 10 LTE, wie man es von Huawei nicht anders kennt. Farblich stehen mit Space Gray und Luxurious Gold zwei Varianten zur Wahl.

EUR 150,00

Pro

  • LTE
  • Telefonie
  • Android 7
  • funktionale Oberfläche (EMUI 5.1)
  • USB-OTG
  • Speicher erweiterbar
  • GPS

Contra

  • Monolautsprecher
  • kein Full-HD
  • keine automatische Helligkeitsregulierung
  • mäßige Ausdauer
  • kein Fingerscanner
  • wenig interner Speicher

Fazit

connect Urteil: befriedigend (363 von 500 Punkten)
72,6%

Nach den beiden Premium-Tablets von Huawei, dem Mediapad M3​ und dem größeren Mediapad M3 Lite​, war auch das Mediapad T3 10 zu Gast im connect-Labor. Wo Huawei bei dem um 100 Euro günstigeren T-Modell gespart hat, zeigt sich bereits beim Akku: Während die Premium-Tablets mit 5100 mAh (M3, 8 Zoll) und 6660 mAh (M3 Lite, 10 Zoll) jeweils mehr als neun Stunden erzielen, bleibt der 4800-mAh-Akku des Mediapad T3 10 LTE mit nicht ganz sechseinhalb Stunden klar dahinter. Bei den Displaymessungen hält sich das T3 10 gut, kommt sogar auf eine höhere Helligkeit, fällt aber mit einer ungewöhnlich engen Farbraumabdeckung auf: Besonders Reinfarben mit einer hohen Sättigung erreichen nicht die gleiche Intensität wie im Standardfarbraum​.

Schwache Audio- und Videoskills

Wer von seinem Fernseher oder anderen modernen Bildschirmen inzwischen hochauflösende und kontraststarke Bilder gewohnt ist, wird deren Bildgewalt auf dem Mediapad T3 10, das nur in einfachem HD auflöst, vermissen. Darüber hinaus gibt es keinen Stereoton – und das ist bei 10 Zoll selbst unter günstigeren Tablets ungewöhnlich. Dem Monolautsprecher fehlt es an Dynamik, die Software-Unterstützung SWS 3.0 kommt nur bei Verwendung von Kopfhörern zum Zug (nicht im Lieferumfang). Immerhin sitzt der Lautsprecher an einer der langen Seiten, sodass er den Ton beim Video schauen nicht rechts oder links ausgibt, sondern unten.​

Obwohl es eigentlich im Namen steckt, empfiehlt sich das Mediapad T3 10 mit diesen Defiziten nicht eben als Medien-Tablet, zumal die Adreno-Grafikeinheit auf dem Snapdragon 425 auch das Gamerherz nicht höher schlagen lässt. Umfangreiche Webseiten lädt der 64-Bit-Chip in einem verträglichen Tempo: nicht rasend schnell, aber ohne Hänger. Letztlich stehen ihm auch nur die in der Mittelklasse üblichen 2 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung. Für Daten bleiben von 16 Gigabyte intern kaum mehr als 7 übrig, per Micro-SD lassen sich bis zu 128 Gigabyte nachrüsten.

Auch die weitere Ausstattung entspricht weitgehend dem Standard der guten Mittelklasse: im WLAN unterstützt das Mediapad T3 10 2,4 wie auch 5 Gigahertz, allerdings noch nicht die hohe Kanalbündelung​ nach dem ac-Standard. GPS ist an Bord, Strom und Daten vom PC oder von einem USB-Stick werden über Micro-USB zugeführt; USB-C ist unter Tablets allerdings auch noch wenig verbreitet. Die beiden Kameras lösen mit 2 Megapixeln auf der Front- und 5 Megapixeln auf der Rückseite auf. Die Hauptkamera fokussiert automatisch. Eine LED fehlt, Selfies hellt Huawei per Software mithilfe des Displays auf und zeichnet sie auf Wunsch weicher.​

Testsiegel connect befriedigend

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel

Online und telefonisch erreichbar

Punkte gewinnt die Ausstattung des Testgerätes vor allem im Bereich Mobilität: Das Tablet kommt dank LTE unterwegs nicht nur problemlos an E-Mails und ins Internet, sondern ermöglicht auch Telefonate, was individuell und trotz Smartphone von Nutzen sein kann. Wie von den Huawei-Smartphones bekannt, schaltet man einen Anruf schnell stumm, indem man das Gerät umdreht. Als mobiler Arbeitsbegleiter macht die LTE-Version des Huawei Mediapad T3 10 eine gute Figur, zumal auch eine LED vorhanden ist, die den Eingang von Nachrichten und entgangene Anrufe signalisiert. Für Texte, Tabellen und Präsentationen ist die für Tablets kostenlose Microsoft-Suite vorinstalliert. Die Arbeit damit erleichtert die Tastatur durch haptisches Feedback. In der Voreinstellung ist die Vibration auch deutlich hörbar; sie lässt sich aber im Rahmen der umfangreichen Tastatureinstellungen stufenlos regulieren.

Anders als die Premium-Tablets steckt das T3 10 nicht in einem Aluminium-Unibody; Aluminium bestimmt aber auch hier den Großteil des Gehäuses, der Kunststoff im Antennenbereich und um das Display herum schließt farblich stimmig an.

Das Testgerät mit LTE kostet 249 Euro, ohne Mobilfunk 50 Euro weniger. Kein Preisschlager, am Markt haben die Preise aber schon nachgegeben: bei Amazon ist das LTE-Tablet bereits zum Regulärpreis der Wi-Fi-Version zu bekommen, in anderen Online-Stores auch günstiger. Auf der Suche nach Alternativen lohnt unter anderem ein Blick auf das Asus Zenpad 10​.

Huawei-Werbespot: National Broadband Network

Quelle: Huawei
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