Mobilfunk statt DSL

LTE als Festnetzersatz: Die Angebote im Vergleich

7.5.2020 von Josefine Milosevic

Schnelles Internet ist in Krisenzeiten gefragter denn je. Wer keinen schnellen Festnetzanschluss bekommt, dem hilft vielleicht der Mobilfunkstandard LTE.

ca. 1:50 Min
Vergleich
VG Wort Pixel
LTE-Zuhause
Liefern schnelles Internet auch ohne DSL: die LTE-Zuhause-Angebote der Mobilfunker.
© Vodafone

Nicht jeder verfügt über einen schnellen Festnetzanschluss – und das gilt leider nicht nur für so abgelegene Gebiete wie die Halligen im nordfriesischen Wattenmeer.

LTE als Festnetzersatz

Abhilfe kann das LTE-Mobilfunknetz schaffen – sofern vorhanden: Telekom, Vodafone, Telefónica Deutschland sowie Congstar haben spezielle LTE-Tarife im Portfolio, die dank üppigem Datenkon­tingent durchaus als Festnetz-Alternative geeignet sind. Selbst mit dem kleinsten Angebot mit 30 GB pro Monat kann man die digitale Kontaktpflege über die sozialen Netzwerke abwickeln und sich online über das Weltgeschehen informieren. 

Vorteile: Der mobile Internetzugang ist ohne Technikerbesuch sofort einsatzbereit. Einfach den dazugehörigen LTE-Router in die Steckdose stöpseln, fertig. Der Router spannt dann ein WLAN-Netz im Haus auf. 

Vodafone bringt mit 5G Breitband in die Fläche

Seit Kurzem forciert der Düsseldorfer Netzbetreiber seinen 5G-Ausbau auch in den unterversorgten Gebieten, die bislang auf schnelles Internet verzichten müssen. Dazu nutzt Vodafone eine neue Antennentechnik, die gleichzeitig 5G- sowie die niedrigen 700er-Frequenzen unterstützt und so für eine deutlich größere Reichweite und stärkeren Empfang in den Häusern sorgt. 

Davon profitiert die Landbevölkerung allemal: Das Datentempo beträgt mit dem Technik-Upgrade bis zu 200 Mbit/s und fällt damit deutlich höher aus als bei den meisten DSL-Zugängen. Passend dazu vertreibt Vodafone mit dem GigaCube 5G für rund 140 Euro einen neuen mobilen Router, der beide Frequenzbereiche beherrscht.

Wer nach Corona wieder aktiv werden will: Einige Angebote lassen sich sogar flexibel bundesweit nutzen. connect hat die LTE-Zuhause-Angebote der Mobilfunker für vier Nutzertypen bewertet. Die kompletten Preise und Vertragskonditionen finden Sie in der Tabelle am Ende des Textes. Alternativ können Sie die Tabelle auch als PDF herunterladen.

Gelegenheitsnutzer
Wer ab und an einen Internetzugang für seine Zweitwohnung braucht, ist mit dem Homespot-Flex-Tarif der Telekom-Zweitmarke Congstar am besten dran.
© WMP
Normalnutzer
Auch für Normalnutzer schnürt Congstar das beste Paket: Alle LTE-Bundles gibt’s auch ohne Laufzeit. Dafür ist man an eine Adresse gebunden.
© WMP
Vielnutzer
Hier steht Vodafone ganz oben: Mit bis zu 500 Mbit/s liefern die Düsseldorfer das höchste Tempo und haben sogar einen 5G-Router parat – sofern das Netz vor Ort mitspielt.
© WMP
Powernutzer
Für Powersurfer ist die Telekom erste Wahl: Die Bonner unterhalten nicht nur das beste LTE-Netz, sondern überzeugen auch mit Flexibilität – das Angebot ist bundesweit nutzbar.
© WMP
LTE Zuhause Telekom und Vodafone
© WMP
Telefonica und Congstar
© WMP

So testet connect

Tarif (50 bis 250 Punkte)

Hier sind die Kosten ausschlaggebend: Zuzüglich zum Anschlusspreis wurden bei den Tarifen mit zweijähriger Vertragslaufzeit ohne neue Hardware die monatlichen Durchschnittskosten errechnet. Dabei floss der Onlinevorteil beim Vertragsabschluss in die Berechnung mit ein.

Netzqualität (175 bis 375 Punkte)

Hier liegt unsere Bewertung aus dem letzten connect-Netztest​ (connect 1/20) zugrunde. Dabei konnte O2 zum Führungsduo Telekom (erster Platz) und Vodafone aufschließen und erreichte erstmals die Gesamtnote „gut“.

Flexibilität (25 Punkte)

In die Bewertung floss auch die örtliche ­Flexi­bilität des LTE-Angebots mit ein.

Service (25 Punkte)

Hier liegen die Ergebnisse unseres letzten Hotline-Tests​ (connect 5/20 sowie des Service-App-Tests​ (connect 11/19) zugrunde. Beim Hotline-Test schnitt die Telekom mit „sehr gut“ ab und sicherte sich vor Vodafone und O2 den Sieg. Beim Shoptest errang O2 vor Vodafone und der Telekom den Sieg. Im Service-App-Test verwies die Telekom Telefónica und Vodafone auf die Plätze.

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