Testbericht

Lautsprecher ADAM Pencil Mk 3

14.12.2009 von Redaktion connect und Wolfram Eifert

Bei aller Deutlichkeit wirkte das Klangbild der ADAM Pencil Mk 3 (3600 Euro das Paar) nie nervig oder gar inhomogen, auch das zeitliche Zusammenspiel klappte hervorragend.

ca. 1:05 Min
Testbericht
  1. Lautsprecher ADAM Pencil Mk 3
  2. Datenblatt
Lautsprecher ADAM Pencil Mk 3
Lautsprecher ADAM Pencil Mk 3
© Archiv
image.jpg
Die komplexe Frequenzweiche arbeitet isoliert vom Treiben der Bässe in einer eigenen Kammer.
© Archiv

Gleich die alphabetisch gesehen erste Teilnehmerin ist ein gutes Beispiel, wie gründlich einige der hier vertretenen Spezialisten, in diesem Falle der Berliner Studioausrüster ADAM Audio, vom gewohnten Einerlei in der Boxenszene abweichen.

Mit paarweise 3600 Euro ist die Pencil Mk 3 sowohl die günstigste Teilnehmerin als auch die mit der größten Bauhöhe. Klassenuntypische 1,18 Meter schießt die Säule in den Raum und bringt damit ihr akustisches Zentrum auf eine klanglich vorteilhafte Höhe.

Die ADAM überragt die ebenfalls aus Berlin stammende Burmester B 20 um satte 40 Zentimeter, sogar die wuchtiger wirkende, weil breiter gebaute Cabasse Iroise 3 ist zwei Zentimeter kleiner.

image.jpg
Vier Schlitze öffnen den Blick auf den Air-Motion-Transformer. Ein satter Magnet prangt am Bass.
© Archiv

Akustisch huldigt ADAM dem Zweieinhalbwege-Prinzip, bei dem zwei Konustreiber mit ultrasteifen, bienenwabenähnlichen Hexacone-Membranen sich die Bässe teilen und in den Mitten getrennte Wegen gehen. Das Obertonspektrum obliegt einem Air-Motion-Transformer mit vielfach gefalteter Folienmembran in einer stabilen Kammer. Der Hochtöner ähnelt konstruktiv dem in der Burmester verbauten, stammt aber aus einer anderen Quelle: ADAM baut den sensiblen, bei Kennern heiß begehrten Treiber schlicht selbst.

Dass die Berliner ihr Handwerk verstehen, zeigen astreine Messwerte wie auch die überragende Neutralität und Spielfreude, mit der die Pencil zur Sache ging. Bei aller Deutlichkeit wirkte das Klangbild nie nervig oder gar inhomogen, auch das zeitliche Zusammenspiel klappte hervorragend. So ging die ADAM als einer der Tester-Lieblinge in den abschließenden Vergleich, den Sie im Beitrag "Der finale Hörtest" finden.

+ Arbeitet herrlich fein und kuliviert, homogen und raumgenau

- Kommt bei extremen Lautstärken etwas aus dem Tritt

ADAM Pencil Mk 3

ADAM Pencil Mk 3
Hersteller ADAM
Preis 3600.00 €
Wertung 56.0 Punkte
Testverfahren 1.0

Mehr lesen

Bestenliste

Top 10: Die besten Android-Smartphones 2020

Top 10 Smartphones - Bestenliste

Die besten Smartphones bis 300 Euro

Bestenliste

Top 10 - Die zehn besten Tablets im Test

Weiter zur Startseite  

Mehr zum Thema

ADAM Tensor Beta

Testbericht

Aktiv-Lautsprecher ADAM Tensor Beta

23400€ für den Lautsprecher ADAM Tensor Beta sind gewiss kein Mitnahmepreise, aber für professionelle Studiotechnik nicht ungewöhnlich.

image.jpg

Testbericht

ADAM Audio Column MK 3

Wir alle kennen den Reiz, in der eigenen HiFi-Anlage eine Technik zu nutzen, die nicht jeder hat, seien es Röhren oder Plattenspieler. Beim…

Geneva AeroSphere S black

Stereo-Sets mit Bluetooth

Geneva AeroSphere S im Test

Die AeroSphere S von Geneva lässt sich mono, stereo und im Multiroom-Betrieb nutzen. Das drahtlose Stereo-Set überzeugt mit klanglich offener…

AudioPro AddOn T20

Stereo-Set mit Bluetooth

AudioPro AddOn T20 im Test

AudioPro entlockt den schlanken Säulen des aktiven Stereo-Paars einen ausgewogenen Klang mit straffen Bässen, warmen Höhen und hoher Lautstärke.

KEF Reference 3

Standlautsprecher

KEF Reference 3 im Test

Unter der zeitlosen Hülle der Reference 3 von KEF steckt einer der leistungsfähigsten Punktstrahler aller Zeiten.