Smartphone

LG K10 (2017) im Test

Das LG K10 (2017) hat eine tolle Benutzeroberfläche. Im Test offenbart das günstige Smartphone aber Schwächen bei Ausdauer und Ausstattung.

© LG

LG K10 (2017)

EUR 119,99

Pro

  • interessanter Look in Bi-Color-Optik
  • tolle Benutzeroberfläche
  • aktuelles Android 7
  • gute Alltagsperformance
  • LTE Cat.6
  • UKW-Radio
  • Wechselspeicherslot
  • Wechselakku

Contra

  • schwache Ausdauer
  • durchschnittliche Kamera
  • wenig Speicher
  • niedrige Displayauflösung

Fazit

connect-Urteil: befriedigend (356 von 500 Punkten)
71,2%

Das LG K10 (2017) kommt mit einer Preisempfehlung von lediglich 209 Euro. Bereits haptisch erfährt der Käufer sofort, an welchen Stellen LG den Rotstift angesetzt hat.

Nette Optik, aber Detailschwächen 

So kommt das K10 (2017) in einem einfachen Kunststoffgehäuse daher, das durch seinen Bicolor-Look in Schwarz und Kupfer beim Testgerät aber dennoch zu gefallen wusste. Die rückseitige Abdeckung lässt sich abnehmen und der Akku mit 2800 mAh kann bei Bedarf vom Nutzer einfach gewechselt werden – das findet man heute nur noch selten. Dies gilt leider auch für die Auflösung des 5,3 Zoll großen Displays, das lediglich 720 x 1280 Bildpunkte und damit nur eine durchschnittliche Pixeldichte von 277 ppi bietet – die meisten Mitbewerber in der Preisklasse setzen inzwischen auf Full-HD-Anzeigen. Die Darstellung ist beim LG dann auch nicht so scharf, und auch die Strahlkraft ist mit 355 cd/m2 absolut gesehen nur durchschnittlich.​

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Dank dem abnehmbaren Backcover aus Kunststoff lässt sich der Akku vom Besitzer mit wenigen Handgriffen selbst austauschen.

Die Ausstattung des K10 (2017) liegt insgesamt auf dem üblichen Niveau dieser Klasse. So hat das Smartphone auch einen im Test gut funktionierenden Fingerprintsensor zu bieten, der in die auf der Rückseite platzierte Ein/Aus-Taste integriert ist. In der Disziplin Connectivity kann das LG mit NFC und LTE Cat.6, das ein Downloadtempo von bis zu 300 Mbit/s bietet, sogar richtig glänzen. Auch die Performance im Alltag stimmt: Die Mediatek-Plattform mit acht bis zu 1,5 GHz schnellen Kernen überzeugte. Schwach sind dagegen die 8,9 GB an freiem Nutzerspeicher, die sich aber wenigstens über eine Micro-SD-Speicherkarte erweitern lassen. Dennoch: Das ist heutzutage viel zu wenig.

Die 13-Megapixel-Kamera offenbarte im Test Fokusprobleme, fertigte ansonsten aber ordentliche Bilder. Die Frontkamera mit 5 Megapixeln bietet einen Weitwinkelmodus, um im Selfiebetrieb auch kleinere Gruppen zu erfassen.​

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Beim K10 (2017) kann der Nutzer gleich aus drei Varianten der Benutzeroberflächen wählen.

Tolle Bedienung, magere Ausdauer 

Ein Lob verdient sich das K10 (2017) für die hauseigene Benutzeroberfläche UX 5.0+, die LG über das aktuelle Android-7.0-System stülpt. Der Nutzer kann dabei nicht nur zwischen einer Darstellung mit und ohne Hauptmenü wählen, sondern auch eine „Easy Home“ genannte Version aufrufen, bei der große Icons und sogar eine Startmenü-Ebene mit Kurzwahlkontakten zum Einsatz kommen. Auch sonst gefällt UX 5.0+ mit vielen Anpassungsmöglichkeiten und praktischen Features wie der Notizfunktion Capture+, bei der man direkt auf den Screen schreiben und die Notiz dann speichern kann. 

Die Vorstellung, die das LG im Labor ablieferte, konnte leider nicht komplett überzeugen. So ist die Ausdauer im Displaybetrieb mit 5:05 Stunden recht schwach. Die Sende- und Empfangseigenschaften liegen dagegen ebenso wie die Akustik beim Telefonieren im grünen Bereich. In der Summe hinterlässt das LG K10 (2017) einen durchwachsenen Eindruck, was auch daran liegt, dass die Mitbewerber in dieser Klasse mit großen Schritten aufgeholt haben.​

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