Smartphone

Motorola Moto C Plus im Test

Bei einem Listenpreis von 129 Euro wachsen die Erwartungen nicht in den Himmel. Wir klären im Test, für wen das Moto C Plus dennoch das Richtige ist.

Motorola Moto C Plus

© Motorola

Motorola Moto C Plus

EUR 149,90

Pro

  • austauschbarer 4000-mAh-Akku mit hoher Ausdauer
  • schlankes Android 7.0 mit gutem Software-Support
  • recht helles IPS-Display mit HD-Auflösung
  • für Dual-SIM-Betrieb geeignet
  • solide Funkeigenschaften
  • günstiger Preis

Contra

  • nur 1GB Arbeitsspeicher
  • mittelmäßige Performance
  • schwache 2 MP-Frontkamera
  • kein Näherungssensor
  • Benachrichtigungs-LED fehlt

Fazit

connect Testurteil: befriedigend (359 von 500 Punkten)
71,8%

Ein Überraschungs-Comeback, das dem Publikum gefallen wird: Das Moto C Plus bringt uns den austauschbaren Smartphone-Akku zurück. Doch damit nicht genug: Unter der abnehmbaren Kunststoffschale kommen Steckplätze für zwei Nano-SIMs und eine Micro-SD-Speicherkarte zum Vorschein. Deren Kapazität ist laut Datenblatt allerdings auf nur 32 GB begrenzt.

Mit dem Mediatek-Systemchip MT6737 und 16 GB Flash-Speicher ist das zehn Milimeter dicke, solide gebaute Moto C Plus zumindest für Standardaufgaben gewappnet. Der nur 1 GB große Arbeitsspeicher dürfte allerdings zu dessen teils schwerfälligeren Gangart beitragen.

Ansehnliche Anzeige

Der LCD-Bildschirm gibt ein gutes, scharfes Bild ab. Die HD-Auflösung des verwendeten 5-Zoll-Displays entspricht einer praxisgerechten Punktdichte von 294 ppi. Helligkeit (455 cd/m2) und Dunkelkontrast (1: 2275) überzeugen.

Eine Stärke der Motos behält das C Plus bei: Das Android-Betriebssystem, das hier in der Nougat-Version 7.0 vorliegt, bleibt nahezu unverändert, so dass Aktualisierungen hier zügig verfügbar sein dürften. Das Softwareangebot bleibt überschaubar. Selbst die Moto-App, die unter anderem bei Nacht für eine angenehmere Anzeigenbeleuchtung sorgt, war in der Übersicht unauffindbar. Andere fehlende Programme wie Googles Cloud-basiertes Office-Paket lassen sich über den App-Store nachinstallieren.

Die Musik spielt unter anderem über UKW-Radio. Das dafür auch als Antenne benötigte Headset liegt allerdings nicht bei. Neben einem Fingerdetektor und einer Benachrichtigungs-LED fehlt auch ein Näherungssensor. Dadurch blieb das Display dunkel, wenn das Phone während eines Telefonats vorübergehend vom Ohr genommen wurde.

Testsiegel connect befriedigend

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel

Besser telefonieren über das 4G-Netz

Beim Fernsprechen bietet VoLTE (Voice over LTE) unter anderem einen schnelleren Verbindungsaufbau und höhere Sprachqualität. Gut: Das Moto C Plus ist von Haus aus bereits fit für 4G-Telefonate und flottes mobiles Internet. LTE der Kategorie 4 und HSPA+ im 3G-Mobilfunk beschleunigen unterwegs den Informationsaustausch. In WLAN-Netzwerken funkt der Proband nur im 2,4-GHz-Band. Tempo bringt hier die Unterstützung des Standards 802.11n.

Die 8-Megapixel-Hauptkamera nimmt sich beim Start etwas Zeit. Zu den wenigen Extras zählen HDR für bessere Hell-Dunkel-Kontraste, eine manuelle Helligkeitskorrektur und die Möglichkeit, Panoramabilder zu erstellen. Ein „Schönheitsprogramm“ für schmeichelhaftere Porträts gibt es auch. Die Fotoqualität? Zumindest bei schönem Wetter akzeptabel. Vor allem Nahaufnahmen gelingen gut, auch wenn satte Farben häufiger etwas überbetont waren. Kontrast und Schärfe blieben vor allem bei Innenaufnahmen ausbaufähig. Die Frontkamera kann in schummrigem Licht sogar auf LED-Unterstützung zurückgreifen. Die Qualität der gerade mal 2 Megapixel großen Selfies bewegte sich dennoch auf bescheidenem Niveau.

Den Messparcours im Labor meisterte das Moto C Plus unterm Strich souverän. Die Funkeigenschaften waren in allen Netzen in Ordnung. Und auch die Ausdauer des 4000-mAh-Akkus fiel mit knapp acht Stunden im Praxismix hoch aus. Damit kommt das Moto C Plus vor allem in die engere Wahl, wenn für den Alltag ein günstiges, zweckmäßiges Dual-SIM-Phone gefragt ist.

Einblick ins Testlab

Quelle: connect
Bei der Messung der Sendeleistung eines Smartphones beim Telefonieren fährt eine Messantenne vertikal um das am künstlichen Kopf angebrachte Smartphone. Der künstliche Kopf steht auf einer horizontal drehbaren Plattform, so dass jeder Winkel erfasst wird.

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