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Kompaktlautsprecher

Nubert Nupro X-3000 im Test

Die kleine Aktivbox X-3000 von Nubert schwingt sich zu großartiger Klangfülle auf. Im Test muss der Kompaktlautsprecher zeigen was er kann.

Inhalt
  1. Nubert Nupro X-3000 im Test
  2. Nubert Nupro X-3000 im Test: Klang und Fazit
Kompaktbox Nupro X-3000 Nubert

© Nubert

Jeder Aktivbox wie der Nupro X-3000 legt Nubert ein Adapter von HDMI auf USB bei. Die Intention: So wird der Lautsprecher zur idealen Box neben dem Fernseher.

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EUR 585,00

Pro

  • schlau erdacht
  • druckvoll
  • vielseitig

Contra

Fazit

AUDIO Klangurteil: 83 Punkte; Preis/Leistung: überragend
Gut

Die Kompaktbox Nupro X-3000 von Nubert muss sich im Test beweisen. Wir haben nicht den Hauch eines Problems damit, uns vorzustellen, dass eine Standbox mit einem Aktivmodul im Rücken versorgt wird. Doch ein Kompaktlautsprecher von gerade einmal sechs Kilogramm? Was soll der Winzling mit einem aktiven Antrieb? Falsch gedacht. Es geht hier um weit mehr. 

Nubert hat seine Nupro X-3000 für ein ganz anderes Gebiet entworfen. Hier geht es um den multiplen Einsatz. Der schmucke Zweiwegler kann als Stereo-Duo genutzt werden, zudem aber auch als Rearspeaker im Surround-Gemenge oder – noch besser – als Klangproduzent auf dem Schreibtisch. Alle Optionen sind offen. 

Tatsächlich ist der X-3000 der kleinste Lautsprecher der X-Serie. 1.170 Euro ruft Nubert für das Pärchen auf. Das ist eine nicht zu kleine Summe für einen Direktvermarkter. Hier springt der Gedanke an High End an. Es soll in den Klanghimmel hinaufgehen. Tatsächlich haben wir uns zuerst über das weite Einsatzgebiet gefreut. Die NuPro X-3000 ist kaum größer als ein DIN-A4-Blatt – damit findet sie überall Platz.

Nubert Nupro X-3000 klingt in jedem Umfeld 

Wo ist sie am besten aufgehoben? Unser Test hat uns zu der Überzeugung geführt: In jedem Umfeld spielt dieser Lautsprecher höchst human und ansprechend auf. Fast ein Wunder: Die Box überzeugt im Nahfeld ebenso wie in der klassischen Wohnzimmer-Sofa-Situation. 

Ohne Frage hat Nubert hier Wichtiges vollbracht. Wie denken die Ingenieure? Zuerst fällt auf, dass die Kühlrippen im Rücken täuschen. Hier walten keine klassischwarmen Transistor-Endstufen, statt ihrer hat Nubert einen digitalen Amp verbaut. Der stellt vollaktiv immerhin 220 Watt zur Verfügung – mancher Vollverstärker sieht dagegen mau aus. Das Eingangssignal wird einer DSP-Weiche überantwortet, alles weitere geschieht auf digitaler Ebene. Der Nutzer kann in einem Pool von Optionen schwimmen. 

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Natürlich lassen sich Bässe und Höhen anheben, das Konzept führt aber auch hinein in die Welt eines Fünf-Band-Equalizers. Hört sich komplex an, ist aber per Fingertipp zu steuern – Nubert liefert die X-3000 mit einer passgenauen App für das Smartphone aus. Die Steuerung könnte einfacher nicht sein, bis hin zu einer Loudness-Funktion, die geringe Abhörpegel behutsam ausgleicht. Wenn man möchte. 

Die X-3000 funktioniert auch strikt linear. Bei unseren Messungen fiel jedoch auf, dass Nubert die unteren Bässe leicht angehoben hat. Dieser Lautsprecher soll auch in der Tiefe Druck verbreiten. Unser Höreindruck bestätigte dies: Das war für diese kompakte Bauweise erstaunlich kraftvoll. 

Kompaktbox Nupro X-3000 Anschluesse

© Nubert

Im Rücken der X-3000 liegt ein Anschlussfeld, das jeden Wunsch bedient. So gibt es den klassischen Zugang per Cinch, aber auch eine XLR-Option. Dazu kommt ein mächtiges Aufgebot an digitalen Zugängen, doppelt optisch und doppelt koaxial. Wer diese Aktivbox auf seinem Schreibtisch betreibt, kommt ideal per USB hinein.

Doch schauen wir weiter auf die Grundkonstruktion. Da fällt auf, dass Nubert bei den Eingängen fast eine Orgie veranstaltet. Ein Cinch- und ein Digitaleingang würde den meisten Konkurrenten genügen, doch Nubert weidet sich regelrecht in den digitalen Optionen. Es finden sich zwei optische Eingänge und zwei Cinch-Zugänge, dann noch ein USB-Port und die Option eines HDMI-Adapters. 

Meine Güte – wozu dieser Aufmarsch, garniert mit einem Stereo-Cinch-Eingang und sogar einer Version per XLR? Hier will Nubert in der ersten Liga spielen. Dieser Lautsprecher würde jedes kleine bis mittlere Aufnahmestudio schmücken. Ober anders formuliert: Ich bin ein knauseriger Student, höre gern Musik von meinem Notebook, spiele dazu Gitarre und zeichne meine Songs auf – dann ist die Nupro X-3000 ein ganz heißer Kandidat.

Der Digitalstream kann bis 24 Bit und 192 Kilohertz aufgelöst werden, was dem gegenwärtigen Standard entspricht. Noch die Kür obenauf: Ich bin ein Handy-Junkie und möchte meine Playlists hören – die X-3000 verfügt auch über einen kabellosen Zugang per Bluetooth, und zwar nach dem hochwertigen aptX-Protokoll. Ein Klick für die Verbindung, ein weiterer Klick für den Play-Befehl – und schon flutet die Musik den Raum. 

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Nur ein wenig weitergedacht: Was, wenn irgendwann neue Standards im Markt nach Updates rufen? Dann ist Nubert fast schon selbstredend darauf vorbereitet: Über den USB-Slot kann der Musikfreund Service- Software zufüttern. Was aber alles noch nicht unsere Basisfrage beantwortet: Wo ist das ideale Spielfeld der Nubert Nupro X-3000? Für uns ist es klar: Dieser Lautsprecher gehört auf den Schreibtisch oder in kleinen Räume ins Nahfeld. Das war höchst verführerisch. Wir freuten uns über eine immense Vielfalt – ein Fest der Impulse und der Informationen.

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