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Nubert Nupro X-3000 im Test: Klang und Fazit

Inhalt
  1. Nubert Nupro X-3000 im Test
  2. Nubert Nupro X-3000 im Test: Klang und Fazit

© Nubert

Jeder Nupro X liegt ein Adapter von HDMI auf USB bei. Die Intention: So wird der Lautsprecher zur idealen Box neben dem Fernseher.

Die X-3000 ist beinahe ein Studiomonitor 

Als erste Testmusik streamten wir eine legendäre Aufnahme der Decca zu. Ganz frisch ist das Remastering von Wagners "Tannhäuser" erschienen, glücklicherweise in 24 Bit und 96 Kilohertz. Die Originalbänder stammen aus den frühen 70er-Jahren. Die Decca-Toningenieure haben damals wie heute eine Heldentat vollbracht. 

Das neue Mastering kommt vollständig ohne Rauschen aus und klingt wie gestern aufgenommen, die Sängerbesetzung könnte besser kaum sein. Georg Solti leitet dazu die blendend  aufgelegten Wiener Philharmoniker. Die X-3000 zeigte sich bei dieser Musik als perfekter Studiomonitor – jedes noch so winzige Detail bedachte sie mit Aufmerksamkeit. Die Ouvertüre beginnt mit einem leisen Choral der Holzbläser, gleich danach heben die Streicher zu großer Wucht an. 

Lesetipp: Lautsprecher richtig aufstellen und einwinkeln

Die kleine Nubert-Box zeichnete diese Steigerung ebenso sinnlich wie analytisch nach. Weit war dabei die Abbildung des Aufnahmeraums, hier stimmte wahrhaft alles: die Ortung, die Natürlichkeit. Im Blindtest hätten wir dieseSchubkraft einem deutlich größeren Lautsprecher zugeordnet. Hält auch der Bass mit? Um das herauszufinden, wählten wir als Markstein "Egypt Station" das neue Album von Paul McCartney. 

Der Meister gibt sich hier alles andere als altersweise – er tischt feinsten Pop auf, mit Drive und in einer anspruchsvollen Abmischung. Klare Sache, dass Klangfans den Download in 24 Bit/96 Kilohertz wählen. Grandios sind nicht nur die Gesangsmelodien, Macca spielt auch seine typischen komplexen Bassfiguren. Die Nubert folgte diesen Läufen mit konturenstarker Analyse. 

Erneut bekamen wir den Eindruck einer viel größeren Box. Unser Messlabor hatte eine Anhebung um 90 Hertz festgestellt, die sich jedoch im Hörraum versendete. Das war weder angedickt noch künstlich gepusht, wie überhaupt der Trend zur Linearität überzeugte. Wer den Preis hinterfragen will, der sollte überlegen, was ein großartiger Amp plus DSP kosten würde. 

Fazit zur Nubert Kompaktbox Nupro X-3000

Ein Kompaktling für über 1000 Euro? So ein Klangkünstler muss Besonderes können. Nubert lässt keinen Zweifel daran, dass hier die beste Technik des Hauses aufspielt – bei den Membranen ebenso wie im Amp und in der DSP-Steuerung. So analysiert, ist der Preis mehr als angemessen. Hier gibt es die feine Lösung für den Schreibtisch oder die Studierstube. Die Nupro X-3000 ist eine schlaue Konstellation.

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