Testbericht

Sony Ericsson G705

Im umfangreichen Produktportfolio von Sony Ericsson sind die Handys mit einem "G" in der Namensbezeichnung die Spezialisten fürs mobile Internet. Da bildet das zum Test angetretene G705 (319 Euro Preisempfehlung) keine Ausnahme.

Inhalt
  1. Sony Ericsson G705
  2. Datenblatt

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Testbericht Sony Ericsson G705

Allerdings fristen die Webprofis neben den sehr bekannten Musikund Kameramodellen aus dem Hause Sony Ericsson eher ein Schattendasein. Doch das kann sich schnell ändern, denn das kompakte und zurückhaltend gestylte G705 scheint es faustdick hinter den Ohren zu haben, wie ein Blick auf die üppig gefüllte Ausstattungsliste nahelegt.

Hier tummeln sich etliche Leckerbissen, die den Pulsschlag von Handyfans in die Höhe treiben. Doch Papier ist bekanntlich geduldig - und so muss der Slider im connect-Volltest zeigen, ob er wirklich ein Wolf im Schafspelz ist und Außer gewöhnliches leistet.

Schwachpunkt Zifferntastatur

© Fotos: Hersteller

"Silky Gold": Die Verkleidung unseres Testmusters auf der Kameraseite

Aber wie heißt es so schön: Aller Anfang ist schwer - und so offenbarte das farblich in "Silky Gold" gekleidete Testmuster bei der ersten Kontaktaufnahme gleich ein echtes Handicap mit dem Namen Tastatur. Was die Tester hier zu sehen und vor allem zu spüren bekamen, war leider alles andere als goldig.

Schwammige Druckpunkte und eine wirklich bescheidene Tastenausleuchtung sind im Alltag ein echtes Ärgernis. Dazu gesellt sich eine schlechte Ablesbarkeit der Tasten bei Tageslicht. Einziger Lichtblick: Das G705 ist auch in einer komplett schwarzen Version erhältlich, die zumindest beim letzten Punkt Abhilfe verspricht.

Frei von Kritik ist dagegen das Tastenfeld unterhalb des Displays mit den oft benötigten Fünf-Wege-Keys sowie den Auswahl-und Anruftasten. Trotz des genannten Mangels ist die allgemeine Handhabung des UMTS-Handys vorbildlich.

Nahezu perfektes User-Interface

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Die Startseite des Browsers bietet auch die direkte Eingabe von Webseiten

Von der logischen Bedienstruktur über die eindeutigen Menüsymbole bis hin zu den mit wenigen Klicks erreichbaren Alltagsfunktionen ist das User-Interface nahezu perfekt. Egal welchen Menüpunkt der Nutzer auch anwählt, es bleiben keine Fragen über die jeweilige Funktion offen.

Praktisch ist zudem das Aktivitätsmenü, das sich über eine eigene Taste auf der Front ansteuern lässt und den direkten Zugriff auf vom Nutzer frei festlegbare Funktionen bietet - so kann man etwa Bluetooth oder WLAN ohne den Umweg über das Hauptmenü sehr schnell aktivieren oder deaktivieren.

Dies alles setzt das 2,4 Zoll große Display mit einer scharfen und kontraststarken Darstellung in beeindruckender Qualität in Szene. Dass das G705 ein Ausstattungsriese ist, haben wir eingangs schon erwähnt: Neben UMTS beherrscht der Slider HSDPA mit bis zu 7,2 Mbit/s, bietet den GSM-Download-Beschleuniger EDGE, den Kurzstreckenfunk Bluetooth und auch WLAN.

Letzteres sogar inklusive dem DLNA-Standard, mit dem sich etwa Fotos oder Musik vom G705 drahtlos auf anderen DLNA-kompatiblen Geräten wie modernen Flatscreens wiedergeben lassen; das bieten aktuell gerade einmal zehn Handys.

Push-Mail-Unterstützung inklusive

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Über das Aktivitätsmenü lassen sich einzelne Funktionen sehr schnell anwählen

Dazu gesellt sich ein gelungener E-Mail-Client inklusive Push-Mail-Unterstützung und Installationsassistent für die gängigen Maildienste. Hier genügt es, seine E-Mail-Adresse und das Passwort einzugeben, die restliche Konfiguration erledigt das Handy in Eigenregie. Auch der HTML-Browser NetFront 3.4 überzeugt im Test mit schnellem Seitenaufbau und gutem Handling.

Die Webseiten lassen sich dank des integrierten Bewegungssensors zudem ganz bequem und lesefreundlich im Querformat betrachten. Dazu sorgen vier beleuchtete Shortcuts auf der Zifferntastatur für komfortables Browsen. Sie ermöglichen den direkten Zugriff auf die Lesezeichen, die Seiteneingabe, den Zoom und die Startseite.

Brauchbare Kamera und Navi an Bord

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Das Hauptmenü des Navigator 7 von Wayfinder ist sehr übersichtlich

Einem Handy aus dem Hause Sony Ericsson darf natürlich weder ein Musicplayer noch eine Kamera fehlen. Und auch hier hat der Hersteller nicht gespart: Das G705 knipst wirklich ordentliche Bilder mit 3,2 Megapixeln und kann im Dunkeln zumindest im Nahbereich mit einem Fotolicht für Erhellung sorgen.

Den Part der musikalischen Untermalung übernehmen wahlweise das mit Sendererkennung RDS ausgestattete UKW-Radio oder der Musicplayer, wobei sich beide bequem über eine Taste auf der Stirnseite bedienen lassen. Ein ordentlich klingendes Headset liegt bei, ein PC-Datenkabel ebenfalls.

Das Beste kommt auch hier zum Schluss: Das Highlight des Sony Ericsson ist der GPS-Empfänger, der auch A-GPS für eine schnelle Positionierung unterstützt. Als Navigationssoftware bringt das G705 den Navigator 7 von Wayfinder inklusive einer drei Monate gültigen Testlizenz mit.

Die Bedienung des Routenführers ist größtenteils selbsterklärend, die Zielführung war im Test ordentlich. Allerdings sind keine Karten vorinstalliert, der Slider holt sich die entsprechenden Daten über das Handynetz. Wer also keine Datenflatrate besitzt, sollte sich die Karten manuell über die Software Wayfinder Maploader auf sein Handy spielen, eine 1 GB große Speicherkarte liegt dem G705 bei.

Genügsames Display, guter Empfang

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Trendy Handy: Das G705 bietet einen direkten Link zu YouTube

Bleibt am Ende die Kardinalsfrage: Wie schlug sich das G705 im Labor? Die erfreuliche Antwort: überdurchschnittlich gut. Während die Ausdauer mit etwa 14 Tagen in allen Netzen ordentlich ausfällt, verdient sich das Display mit knapp 16 Stunden Betriebszeit ein extradickes Lob.

Die Gesprächszeit schwankt von zwei Stunden im UMTS-Netz bis zu knapp sieben Stunden im E-Netz. Die Sende- und Empfangseigenschaften in beiden GSM-Netzen sind sehr gut, wie so viele Handys kann das G705 dieses Niveau im UMTS-Netz aber nicht halten.

In der Summe schafft es dennoch locker die Note gut und zieht sogar in die Top Ten der Bestenliste ein. 

Sony Ericsson G705

Sony Ericsson G705
Hersteller Sony Ericsson
Preis 269.00 €
Wertung 373.0 Punkte
Testverfahren 1.0
Mobil telefonieren

In der connect-Bestenliste Handy finden Sie genau den richtigen mobilen Begleiter.

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