True Wireless Noise Cancelling Kopfhörer

Sony WF-1000XM3 im Test: Kabellose In-Ear-Kopfhörer der Extraklasse

Ohne Kabelgewirr guten Sound und bei Bedarf Stille genießen – das versprechen die neuen True-Wireless-Kopfhörer Sony WF-1000XM3. Was bekommt der Käufer für die Preisempfehlung von 249 Euro?

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© Sony

Kabellose Ruhestifter: Sonys neue In-Ear-Kopfhörer WF-1000XM3.

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EUR 249,00

Pro

  • sehr guter Klang
  • exzellente Geräuschunterdrückung
  • lange Laufzeit
  • guter Tragekomfort

Contra

  • Lautstärke nicht am Kopfhörer regelbar

Fazit

Mit dem WF-1000XM3 hat Sony einmal mehr einen kabellosen In-Ear-Kopfhörer der Extraklasse im Programm. Klang und Noise Cancelling überzeugen ebenso wie der Tragekomfort.
Hervorragend

Vor zwei Jahren ließ bereits der Sony WF-1000X aufhorchen, der das junge Genre der True-Wireless-Lauscher auf eine neue Ebene gehoben hat. ­Der Nachfolger legt nun nochmal eine Schippe drauf. Das beginnt schon bei den Äußerlichkeiten. So ist das Lade-Case, das als Transportschale dient und die Kopfhörer unterwegs mit frischer Energie versorgt, kleiner und ergonomischer, der goldene Deckel macht in der schwarzemn Variante optisch Eindruck. Die Kopfhörer rasten nun magnetisch ein. Auch die Ohrhörer sind für unseren Geschmack hübscher gestaltet, wobei der Sony-Schriftzug den goldenen Farbakzent aufgreift. 

Starker Klang, mehr Laufzeit 

Was den Sound angeht, kann der Sony WF-1000XM3 auf ganzer Linie überzeugen. Unser Messlabor attestiert einen ausgewogenen und fast verzerrungsfreien Klang. Bei aktivierter Geräuschunterdrückung wird der Bass etwas stärker betont. Für die tolle Vorstellung zeichnet laut Sony neben einem 6-mm-Treiber ein neuer Bluetooth-Chip verantwortlich, der die Töne auf beide Ohren gleichzeitig überträgt – und nicht wie beim Vorgänger von einem Ohr zum anderen weiterleiten. 

Sony wf-1000xm3

© Sony

Gleichberechtigt: Ein neuer Bluetooth-Chip schickt den Sound an beide Hörer gleichzeitig.

Diese gute Performance kann man entspannt über längere Zeit genießen: Die Kopfhörer sitzen sehr angenehm im Ohr, dank zweier unterschiedlicher Arten von Aufsätzen in jeweils drei Größen sollte jeder den passenden Tragekomfort finden. 

Apropos langes Hören: Der WF-1000XM3 hat einen neuen, stromsparenden Hauptprozessor intus und kommt so im ANC-Betrieb auf bis zu sechs Stunden Laufzeit (ohne ANC: acht Stunden). Die Vorgänger strichen bereits nach spätestens drei Stunden die Segel. Die Ladeschale kann die Lauscher zudem bis zu drei Mal komplett auftanken. Und die Schnellladefunktion schaufelt in zehn Minuten Saft für weitere 90 Minuten Hörspaß in die Stecker. Sehr praktisch ist auch der Näherungssensor: Nimmt man die Stöpsel aus den Ohren, pausiert die Wiedergabe. Setzt man sie wieder ein, geht’s weiter. Das lässt sich in der zugehörigen Sony-App "Headphones Connect" einstellen.

sony-wf-1000xm3-naeherungssensor

© Sony

Automatische Abschaltung: Dank Näherungssensor stoppt die Wiedergabe automatisch, wenn man den Hörer aus dem Ohr nimmt. Setzt man ihn wieder ein, geht’s weiter.

Die ist ohnehin empfehlenswert: So kann man auch eine adaptive Geräuschsteuerung einrichten, die erkennt, ob der Träger reist, geht oder wartet und die Stärke des Active Noise Cancelling automatisch anpasst. Auf Bahnhöfen oder Flughäfen nützlich ist die Möglichkeit, Stimmen besonders hervorzuheben – so entgeht einem keine wichtige Durchsage. Für Gespräche erlaubt es der "Quick Attention"-Modus, die Lautstärke per Fingerstreich über den Ohrhörer kurzfristig zu verringern.

Die Funktion der beiden Sensortasten lässt sich ebenfalls einstellen, wobei die Auswahl begrenzt ist: "Wiedergabesteuerung" (also Start/Stop/Titelsprung), "Umgebungsgeräuschsteuerung" und "Google Assistant". Die Lautstärke der Musikwiedergabe ist über die Ohrstecker nicht regulierbar, hier muss man zum Smartphone greifen. Einerseits nervt das, andererseits minimiert der reduzierte Funktionsumfang der Sensortasten Fehlbedienungen, die uns wiederum bei anderen Kandidaten graue Haare wachsen ließen …

Exzellentes Noise-Cancelling 

Die Nerven schonen soll auch die aktive Geräuschunterdrückung – und die macht einen hervorragenden Job. Die ins Ohr gesetzten Kopfhörer schirmen bereits ohne Zutun erstaunlich gut ab, schaltet man Musik zu und setzt ANC in Gang, blendet Sony einen Großteil der Umgebungsgeräusche aus. So wünscht man sich das.

Die Bluetooth-Kopplung war im Test schnell eingerichtet, in der Folge mussten wir bei längerem Nichtgebrauch die Verbindung aber öfter über das Smartphone-Display erneuern. 

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