Regallautsprecher

Teufel Ultima 20 Mk3 im Test: Stunt-Box mit neuem Hell Driver

7.12.2018 von Stefan Schickedanz

Die Teufel Ultima 20 Mk3 kostet nur 250 Euro – im Paar. Auch wenn Geiz Sünde ist, konnten wir der Versuchung nicht widerstehen, sie auszuprobieren. Der Test.

ca. 1:50 Min
Testbericht
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Teufel Ultima 20 MK3 im Test
Der neue Hochtöner bekam einen Phasenring für seine 2,5-cm-Seidenkalotte. Im Tief-/Mitteltonbereich blieb es beim 16-cm-Glasfaser-Kevlar-Konus mit verchromtem Phasenpflock.
© Josef Bleier
EUR 211,99
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Fazit

Stereoplay Gesamturteil: 59 Punkte; Preis/Leistung: überragend

Die Welt der Literatur kennt ein probates Mittel für wenige Jugend: Ein Pakt mit dem Teufel soll nicht nur wie die profane Schönheitschirurgie an den Symptomen des Alterns herumdoktern, sondern den biologischen Zerfallsprozess gänzlich stoppen. Bei Lautsprecher Teufel wollte man sich – der Name verpflichtet – deshalb offenbar nicht mit neuer, matter statt glänzender Folierung und Schwarzmalerei bei den Körben und Montageplatten der Treiber zufriedengeben. Die Berliner spendierten ihrer Ultima-Serie neue Hochtöner. Grund für uns, die Ultima 20 Mk3 zum Test zu bestellen.

Die Regalbox kostet nur 250 Euro im Paar. Dafür gibt es an der Folienoberfläche mit matt lackierter Schallwand nichts auszusetzen, zumal die Ecken des MDF-Gehäuses gerundet sind, während viele andere günstige Lautsprecher wie Schuhkartons aussehen und wenig elegante Kanten mit Spalten haben.Die Treiber machen sogar richtig etwas her – allem voran der 16,5-cm-Tief-/Mitteltöner mit seiner gelben Membran aus Glasfiber-Kevlar-Gemisch. Ein verchromter Phasenpflock statt einer Staubschutzkalotte optimiert das Zeitverhalten des Treibers und beeindruckt bei Verwendung ohne Bespannung.

Teufel Ultima 20 MK3 im Test
Auf der Rückseite sitzen die soliden, vergoldeten Klemmen und die Bassreflex-Öffnung der Zwei-Wege-Box. Mit ihr lässt sich über den Wandabstand der Tiefton wieder feintunen.
© Josef Bleier

Der neue Hochtöner ist für den Bereich über 2,6 kHz zuständig. Er vertraut wie bisher auf eine 2,5-cm-Seidenkalotte, leistet sich aber einen neuen Waveguide und einen Ring-vorsatz zur Phasenkontrolle, um Auslöschungen zu verhindern und die Abbildung zu optimieren.Auf der Rückseite findet sich neben zwei soliden Schraubklemmen das Bassreflexrohr. Wer sich für die Aufstellung auf Füßen entscheidet, kann damit über den Wandabstand besonders flexibel das Verhalten im Tieftonbereich beeinflussen. Teufel bietet für 140 Euro ein Paar passende Stahlfüße mit 68,5 cm Höhe an. Wer sie gleich​ mitbestellt, bekommt sogar einen kleinen Preisnachlass.

Auf großem Fuss​

Auch wir betrieben die Ultima 20 Mk3 auf Lautsprecher-Stativen. Frei in unserem großen, zudem leicht bedämpften Hörraum aufgestellt, fehlte es dem Bass des 10-Liter-Lautsprechers erwartungsgemäß an Substanz. Vor die massive Rückwand gestellt mit einem Abstand von 15 bis 20 cm, ergab sich jedoch eine gute Balance aus Präzision und Volumen. Allerdings zeigte sich rasch die Notwendigkeit, die beiden Kompakten zum Hörplatz anzuwinkeln. Sonst litten die Genauigkeit und Stabilität​ der Abbildung und insbesondere der Fokus.

Erst einmal in Position gebracht, ließ sich mit den Berliner Boxen Musik recht lebendig, gehaltvoll und ausgewogen erleben. Das Timbre der Ultima 20 Mk3 war zwar leicht auf der hellen Seite angesiedelt, wirkte aber niemals drahtig. Der Bass brauchte sich ebenfalls nicht zu verstecken, selbst bei elektronischen Beats, etwa bei „Fall“ vom neuen Eminem-Album „Kamikaze“. Der Auftritt der Minibox endete also keinesfalls in einem Harakiri. Ganz besonders, wenn man ihren günstigen Preis berücksichtigt, ist die UL 20 Mk3 teuflisch gut.​

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