Smartphone

Xiaomi Redmi Note 9 Pro im Test

Beim neuen Redmi Note 9 Pro verpackt Xiaomi wieder einmal ziemlich viel Technik in einer äußerst hochwertigen Hülle. Für 300 Euro gibt’s kaum mehr Phone als hier. Lesen Sie unseren Test hierzu.

© Xiaomi

Wieder viel Smartphone für wenig Geld: Der Nachfolger des Redmi Note 9 Pro kostet 300 Euro und punktet mit einem überragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.

EUR 229,89

Pro

  • sehr gute Verarbeitung und hochwertige Haptik für die Klasse
  • potenter Chipsatz sorgt für überraschend viel Leistung
  • gutes 6,6-Zoll-LCD
  • überragende Laufzeit und rasantes Laden mit 30 Watt
  • Dual-SIM mitsamt Speichererweiterung (Triple Slot)
  • hochauflösende Hauptkamera mit sehr guter Bildqualität
  • insgesamt überragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

Contra

  • recht schwer
  • LTE-Bewertung befriedigend
  • Ultraweitwinkel ausbaufähig

Fazit

connect-Urteil: gut (405 von 500 Punkten)
81,0%

In der Preis-Leistungs-Disziplin ist Xiaomi ohne Frage zu Hause, das wird beim Test des Redmi Note 9 Pro wieder deutlich. Bereits der Vorgänger, das Redmi Note 8 Pro (hier unser Test), konnte mit einer in der Mittelklasse ziemlich guten Leistung punkten, die der Nachfolger nun noch einmal übertrumpft. 

Zum Preis von 300 Euro gehört eine ausgesprochen gute Verarbeitung und Haptik. Xiaomi setzt sogar auf eine Glasrückseite – Respekt. Letztere ist bei unserem Testgerät in graublau gehalten und auf Hochglanz poliert, was Fingerabdrücke natürlich magisch anzieht. 

Dank abgerundeter Kanten liegt das Note 9 Pro angenehm in der Hand, auch wenn es mit 211 Gramm überdurchschnittlich schwer ist – hierfür gibt‘s Punktabzüge bei der Handhabung. Im Rahmen, gut erreichbar für den Daumen, sitzt ein Fingerprintsensor, der gleichzeitig als Powerknopf fungiert und verlässlich arbeitet.

Display & Leistung

Die Front wird beim Redmi Note 9 Pro von einem üppigen LCD mit 6,6 Zoll Diagonale eingenommen, dessen Auflösung 1080 x 2400 Pixel beträgt. Bis auf den unteren Bereich kann es erfreulicherweise mit schmalen Rändern zu allen Seiten punkten. Die Frontkamera steckt dabei im Display und löst mit rund 16 Megapixeln auf, was zu scharfen Selfies führt. 

Mit der Helligkeit des Screens (423 cd/m2) sind wir mit Blick auf den Preis ebenfalls zufrieden. In Innenräumen hätten wir dennoch gerne etwas mehr Kontrast gehabt. Bei Sonneneinstrahlung regelt das Redmi auf gute 530 cd/m2 hoch. Unter dem Display geht es für einen 300-Euro-Mittelklässler richtig zur Sache: 

© Screenshot & Montage: connect

Mit dem Infrarotstrahler kann man seine TV- oder Receiver-Fernbedienung ersetzen.

Für Leistung sorgt hier nämlich mit dem Snapdragon 720G ein Chip der oberen Mittelklasse samt 6 GB Arbeitsspeicher. Mit der Kombination erreicht das Redmi sehr gute Werte bei den Benchmarktests und übertrumpft bei der Systemleistung unter anderem das teurere Galaxy A71, Samsungs Vorzeigemittelklässler. 

Mobiles Gaming mit aktuellen Top-Spielen ist mit dem Note 9 Pro also kein Problem, auch wenn leistungshungrige Spiele nicht in den besten Einstellungen gezockt werden können. An Speicher stellt Xiaomi 107 GB zur Verfügung, den man per micro-SD erweitern kann. Zusätzlich lässt sich das Phone danke Tripel-Slot mit zwei SIM-Karten bestücken.

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Konnektivität

In Sachen Konnektivität wird einem darüber hinaus ac-WLAN, NFC, Bluetooth 5 und ein Infrarotstrahler geboten, mit dem man das Redmi als Fernbedienung nutzen kann. Ein Kopfhöreranschluss ist ebenfalls vorhanden. Softwareseitig setzt Xiaomi auf Android 10, über das mit MIUI 11 die eigene Nutzeroberfläche der Chinesen gestülpt wurde. 

Sie ist verhältnismäßig stark angepasst, bietet aber einige nützliche Features. Wem die Farbgebung des Displays nicht gefällt, der kann sie zum Beispiel in den Einstellungen nach Belieben ändern. Außerdem kann man sich ein abgesichertes Zweitprofil einrichten, um ausgewählte Apps sowie Fotos per Passwort oder Fingerabdruck zu schützen.

© Screenshot & Montage: connect

(links) Wer mag, schützt einzelne Apps per Passwort oder Fingerabdruck vor neugierigen Blicken. (rechts) Die Schnellantwortfunktion kann man granular für jede App ein- oder ausschalten.

Sehr gute Hauptkamera 

Wie beim Vorgänger ist auch die Kameraausstattung des Redmi Note 9 Pro für den Preis ziemlich ausladend: Die Hauptkamera löst gar mit 64 Megapixeln auf und liefert im Fototest unter optimalen und schlechten Lichtbedingungen eine sehr gute Bildqualität ab. 

Auch wenn man mit der Automatik 16-Megapixel-Bilder knipst, ist der Detailgrad immer noch sehr hoch. Ein separater Modus für die volle Auflösung ist ebenfalls verfügbar, aber nur in Ausnahmefällen sinnvoll – bei nachträglicher Vergrößerung zum Beispiel. Auf eine Teleoptik verzichtet Xiaomi nämlich, allerdings ist der digitale Zoom dank der hohen Auflösung ganz passabel. 

Ein Ultraweitwinkel fehlt hingegen nicht, das beim Note 9 Pro mit 8 Megapixeln auflöst. Bei Szenen mit hoher Dynamik kommt es schnell an seine Grenzen und schafft trotz HDR selten eine ausgewogene Belichtung. Obendrein ist der Detailgrad der Fotos nicht sonderlich hoch. Als Drittes und Viertes im Bunde finden wir noch eine Makrokamera und einen Tiefensensor für Portraitaufnahmen mit Bokeh.

© Xiaomi / Montage: connect

Ultraweitwinkel 8 Megapixel, Blende f/2.2 (1); Makrokamera 5 Megapixel, Blende f/2.4 (2); Weitwinkel 64 Megapixel, Blende f/1.9 (2); Tiefensensor 2 Megapixel, Blende f/2.4 (4); LED-Blitz (5)

Fazit

Xiaomi geizt beim Redmi Note 9 Pro nicht beim Akku und verbaut üppige 5020 mAh. Das führt zu einer mehr als vorbildlichen Akkulaufzeit von 13 Stunden in unserem Labortest. Fix vollgepumpt wird das Phone dann wieder mit 30 Watt, was für die Preisregion ziemlich viel ist. 

Schwächen zeigt das Redmi im Labor nur bei den Funkeigenschaften im LTE-Netz, die nicht optimal sind. Das verhindert ein noch besseres Abschneiden. Die Telefonieakustik liegt soweit im grünen Bereich. Insgesamt unterbreitet Xiaomi mit dem Redmi Note 9 Pro also wieder ein überragendes Preis-Leistungs-Angebot.

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