5G-Mittelklasse-Smartphones

Realme 7 5G im Test

1.2.2021 von Andreas Seeger und Lennart Holtkemper

ca. 2:55 Min
Vergleich
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Realme 7 5G im Test
Der Fingerabdrucksensor ist wie bei Oppo seitlich im Rahmen integriert. Die Rückseite besteht aus Kunststoff, die matte Oberfläche und der Farbverlauf sehen aber richtig gut aus.
© Realme / Montage: connect

Pro

  • Design und Verarbeitung für diesen Preis sehr gut
  • LCD mit sehr guter Darstellung inklusive 120 Hertz
  • Mediatek-SoC liefert gute Performance und Connectivity
  • Kamerasystem mit Makrooptik und dem besten Ultraweitwinkelmodul im Testfeld
  • Dual-SIM oder Speichererweiterung
  • Schutzhülle im Lieferumfang
  • bei 60 Hertz ist die Akkulaufzeit überragend
  • gute Sprachqualität

Contra

  • dick und relativ schwer
  • keine guten Funkeigenschaften

Fazit

connect Test-Urteil: gut (405 von 500 Punkten)

Die Oppo-Tochter Realme will mit einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis vor allem eine junge Zielgruppe ansprechen. Die Arbeitsteilung der beiden Marken erinnert an Huawei und Honor. Bisher ist diese Strategie sehr erfolgreich, die Wachstumskurve von Realme zeigt vor allem in Schwellenländern wie Indien und Ägypten steil nach oben.

Langsam gerät auch Deutschland ins Visier der Oppo-Tochter, und das Realme 7 5G zeigt, dass das nicht zum Nachteil des Verbrauchers ist. Das 5G-Smartphone setzt wie das 4 Z auf ein SoC von Mediatek. Das Modell Dimensity 720 setzt den Fokus aber stärker auf Energieeffizienz, mit einer Kombination aus zwei starken A76-Kernen und sechs A55- Kernen (beim 800er ist die Aufteilung 4/4).

Spürbare Unterschiede sind damit nicht verbunden, synthetische Benchmarks wie Geekbench oder 3DMark weisen nur eine geringfügig niedrigere Performance aus. Überhaupt sind sich die beiden Smartphones sehr ähnlich, denn auch Realme integriert den Fingerabdrucksensor seitlich im Display und setzt auf ein 6,5 Zoll großes Panel.

Realme 7 5G im Test - Screenshots
(links) Realme setzt jetzt auf die eigene Oberfläche Realme UI, die jedoch 1:1 so aussieht wie ColorOS. (rechts) Die Stärken von Color OS werden übernommen, zum Beispiel die vielseitige Anpassbarkeit.
© Screenshots / Montage: connect

Das 7er ist aufgrund seines größeren Akkus allerdings dicker und schwerer. Die Kunststoffrückseite sieht mit dem matten Farbverlauf zwar eleganter aus, lässt sich aber ganz leicht eindrücken. Die Verarbeitung ist jedoch über jeden Zweifel erhaben.

Bei der Ausstattung gibt es, abgesehen von der geänderten Kamerakonfiguration, eigentlich nur zwei Unterschiede: Statt 8 GB RAM müssen 6 GB reichen, was im Alltag keinen Unterschied macht. Hinzu kommt die hybride Auslegung des zweiten Nano-SIM-Steckplatzes, der entweder eine zweite SIM oder eine microSD schluckt.

Sonst ist alles sehr ähnlich: Von 5G über Wifi 5 bis hin zu NFC gibt sich das Phone verbindungsfreudig, eine Klinkenbuchse ist integriert, und Bluetooth aptX wird unterstützt. Auch das 6,5 Zoll große Display liefert eine sehr ähnliche Darstellungsqualität, bewegte Inhalte gleiten dank 120-Hertz-Option weich über das Display.

Marathonläufer auf Rekordkurs

Im Testlab werden dann aber doch ein paar Unterschiede sichtbar. Die Funkeigenschaften sind zwar immer noch keine Offenbarung, aber doch etwas besser als beim 4 Z. Und die Akkulaufzeit rennt allen anderen davon: Mit 15:28 Stunden erreicht das 7 5G eine überragende Laufzeit. Allerdings nur mit 60 Hertz; schraubt man die Darstellung auf 120 Hertz hoch, ist man auf dem Niveau des 4 Z.

Passend dazu legt Realme ein 30-Watt-Netzteil in den Karton, was angesichts eines Preispunkts von 279 Euro eine tolle Beigabe ist. Unser Fazit: Mit Realme bekommt der Preis-Leistungs-König Xiaomi einen ernstzunehmenden Konkurrenten.

Kamera: Bestes Ultraweitwinkel, viele Möglichkeiten

Eine Weitwinkelkamera mit 48 Megapixeln und ein Ultraweitwinkelmodul mit 8 Megapixeln – Realme setzt auf eine ähnliche Vier-Linsen-Konfiguration wie Oppo, holt aber aus der Hardware mehr heraus. Statt zwei Monochromsensoren ohne klar erkennbaren Zweck bauen die Chinesen eine Makrooptik ein, die zwar nicht mit überragender Qualität glänzt, aber immerhin ermöglicht, bis auf den Zentimeter an Motive ranzugehen.

Gut gefallen hat uns auch die Option, RAWs abzuspeichern. Fotos werden wie bei Oppo mit Pixel Binning und 12 Megapixeln geknipst, in der Kameravorschau gibt es aber auch eine Möglichkeit, die vollen 48 Megapixel anzusteuern. Qualitativ wird ein vergleichbares Niveau wie beim Oppo erreicht, was kein Wunder ist, da die Oppo-Tochter auf die gleichen Kamerasensoren setzt.

Realme 7 5G im Test - Kamera
Die Kameravorschau erinnert an das Reno4 Z, allerdings hat Realme ein paar weitere Features implementiert, darunter einen Makromodus.
© Screenshots / Montage: connect

Realme kitzelt aus der Weitwinkelkamera etwas weniger, aus dem Ultraweitwinkel dagegen etwas mehr aus der Hardware heraus. Mit dieser Brennweite liefert das 7 5G sogar die beste Qualität in unserem Testfeld – wer noch verzerrungsärmere und schärfere Fotos haben will, muss mehr Geld ausgeben. Auch wenn man digitial zweifach vergrößert, bewegt man sich auf den vorderen Plätzen in unserem Vergleich.

In der Summe reicht es für einen camera qb von 44 Punkten, was mit Blick auf den Preis absolut zufriedenstellend ist. Das gilt auch für die Frontkamera, die mit einer Optik genauso brauchbare Selfies macht wie das 4 Z mit seinen zwei Linsen.

Testsiegel connect gut
Testsiegel connect gut
© WEKA Media Publishing GmbH

Details: Realme 7 5G

  • Ausdauer (max. 125 Punkte): 125 Punkte - überragend
  • Ausstattung (max. 190 Punkte): 148 Punkte - gut
  • Handhabung (max. 60 Punkte): 38 Punkte - ausreichend
  • Messwerte (max. 125 Punkte): 94 Punkte - gut
  • connect-Gesamt-Urteil (max. 500 Punkte): 405 Punkte - gut

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