Zahnpflege per App

Oclean X PRO Elite Smart Sonic im Test

4.10.2021 von Katja Thanhofer

ca. 2:30 Min
Vergleich
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Oclean X pro Elite Smart Sonic
Oclean X pro Elite Smart Sonic
© Oclean

Oclean ist auf dem deutschen Markt noch relativ unbekannt. Der chinesische Anbieter, der zum Xiaomi-Konzern gehört, bietet seit einiger Zeit Schallzahnbürsten an, die vor allem online vertrieben werden. Rund 80 Euro muss man für das neueste Modell, die X PRO Elite Smart Sonic ausgeben. Die Zahnbürste wird inklusive einem länglichen Bürstenkopf, Kurzanleitung und USB-Ladestation geliefert. Ein Netzteil fehlt allerdings. Zur Not tut's dann aber auch ein bereits vorhandenes Netzteil vom Smartphone. Aufgeladen ist die Zahnbürste in etwas mehr als drei Stunden, die Laufzeit gibt der Hersteller mit 35 Tagen an.

Die Zahnbürste selbst besitzt ein minimalistisches, aber dennoch modernes Design mit angerauter Oberfläche und 0,96 Zoll-Touch-Farbdisplay. Auf diesem können u.a. Einstellungen zum Programm, der Dauer und Putzstärke vorgenommen werden. Im Test reagierte das Display allerdings öfters nur zögerlich, sodass man mehrmals scrollen/wischen musste, um die Einstellungen zu ändern. Alternativ kann man aber auch die zugehörige App nutzen, und die Einstellungen anschließend auf die Zahnbürste übertragen. Die Verbindung von Zahnbürste mit App funktionierte im Test auf Anhieb, ein Benutzerkonto ist wie bei anderen Modellen Pflicht.

Putzabdeckung via Display & App

Das Display zeigt ebenfalls den Reinigungsvorgang des Gebisses an, also welche Quadranten gut, welche weniger gut geputzt wurden. Eigentlich eine tolle Sache, hier aber nicht optimal gelöst. Zum einen kann man logischerweise beim Putzen nicht auf das Display der Zahnbürste schauen, zum anderen wird die Anzeige nach Ende des Putzvorgangs sehr schnell ausgeblendet, sodass man gar nicht die Möglichkeit hat, sich das Ergebnis genauer anzusehen. Gut fanden wir, dass dies in der App jederzeit möglich ist, entweder grafisch oder als Score von 0 bis 100 Punkten.

Oclean App
In der Oclean-App lassen sich diverse Einstellungen zur Zahnbürste vornehmen und das Putzergebnis analysieren.
© WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH

Diverse Einstellmöglichkeiten

Das Putzen selbst ist mit der X Pro Elite angenehm. Man kann verschiedene Modi wählen von Massage über Empfindlich bis hin zu Zahnaufhellung. Zudem gibt es in der App mehrere Programme zur Wahl, darunter „Standardreinigung, „Mittelstarkes Bleaching“ oder „Mittelstarke Reinigung“. Für unseren Geschmack etwas zu viel Auswahl, denn man blickt nicht wirklich durch, was die Unterschiede sind. Auch die Geschwindigkeiten (32 Stufen stehen zur Wahl) sind auf den ersten Blick nicht sehr logisch, hier kommt man letztendlich nur durch Ausprobieren zum Ziel. Gut fänden wir es, wenn es Empfehlungen geben würde, mit welcher Geschwindigkeit man putzt, um z.B. Zahnfleischbluten vorzubeugen. In der höchsten Stufe putzt die X PRO Elite Smart Sonic mit bis zu 42.000 U/min (Ultraschalltechnologie).

Gestört hat uns auch, dass die Zahnbürste keine Signale ausgibt, wenn man zu fest aufdrückt oder zu schnell putzt (zumindest im Test hat die Zahnbrüste auch bei starkem Aufdrücken nicht reagiert). Auch von der zuvor beschriebenen Quadrantenbewertung sollte man sich nicht allzu viel versprechen: Im Test haben wir absichtlich einige Male eine Seite nicht so gut geputzt und die Zahnbürste bescheinigte uns trotzdem ein flächendeckend gutes Ergebnis. Lobenswert ist hingegen die Lautstärke der X Pro Elite. Der Hersteller gibt einen Geräuschpegel von 45 dB an.

Die Oclean X PRO Elite Smart Sonic erzielte im connect Check eine befriedigende Bewertung.
Die Oclean X PRO Elite Smart Sonic erzielte im connect Check eine befriedigende Bewertung.
© WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH

Fazit

Das Putzgefühl ist mit der Oclean X Pro Elite Smart Sonic angenehm und sie liegt gut in der Hand. Sie ist schnell aufgeladen und im Betrieb sehr leise. Das Display könnte etwas berührungsintensiver sein, zudem ist das Erfassen des Reinigungsfortschrittes noch ausbaufähig. Die Putzprogramme in der App sowie die Geschwindigkeitsstufen sollten deutlich reduziert werden, damit die Bedienung einfacher wird. Mit rund 80 Euro Anschaffungskosten und guten Putzeigenschaften ist sie aber dennoch unser Preis-Tipp!

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