Alt gegen Neu

Samsung-Duell: Galaxy S8 (Plus) vs. Galaxy S9 (Plus)

Das Galaxy S9 muss sich gegen seinen Vorgänger beweisen. Was hat Samsung seit dem Galaxy S8 verändert, was verbessert? Wir machen den Vergleich.

Inhalt
  1. Samsung-Duell: Galaxy S8 (Plus) vs. Galaxy S9 (Plus)
  2. Galaxy S8 vs. Galaxy S9: Kamera, Firmware und Fazit
Galaxy S8 und Galaxy S9+

© Samsung/ Montage connect

Das Galaxy S8 (links unten) und das Galaxy S9+ (rechts oben) sehen sich sehr ähnlich. Wir erklären die Unterschiede.

Galaxy S9 und S9+ sehen ihren beiden Vorgängern Galaxy S8 und S8+ zum Verwechseln ähnlich. Aber irgendwelche Unterschiede muss es natürlich geben. Wir haben die Galaxy-Smartphones ganz genau unter die Lupe genommen und lassen in unserem Vergleich das alte Flaggschiff gegen das neue antreten.

Preis, Release und Farben

Galaxy S8 und S8+ kamen Ende März 2017 auf den Markt. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Galaxy S8 lag bei 799 Euro, beim größeren Galaxy S8+ bei 899 Euro. Nach einem Jahr ist der Preis bei beiden Smartphones so weit gesunken, dass das S8 für unter 500 Euro zu haben ist und das Plus-Modell für etwa 670 Euro.

Mittlerweile sind die beiden Galaxy-S8-Modelle in sechs verschiedenen Farben erhältlich. Den Anfang machten Midnight Black, Arctic Silver und die neue Farbe Orchid Grey. Später folgten Coral Blue, Maple Gold und Rose Pink.

Galaxy S9 Blau, Schwarz, Lila

© Samsung/ Montage connect

Galaxy S9 (links) und Galaxy S9+ (rechts) sind in den Farben Coral Blue, Midnight Black und Lilac Purple erhältlich.

Galaxy S9 und S9+ kann man seit dem 16. März käuflich erwerben. Die Preise für beide Smartphones variieren auch mit der Speichergröße. Der Herstellerpreis für das S9 mit 64 GB internem Speicher liegt bei 849 Euro - also merklich höher als beim vergleichbaren Modell im Vorjahr. Das Galaxy S9+ gibt es mit 64 GB Speicher zum Preis von 949 Euro. Für einen Speicherplatz von 256 GB muss man ganze 1.049 Euro berappen - hier bewegt sich Samsung auf dem Preisniveau von Apple mit dem iPhone X.

Lesetipp: iPhone X  und Galaxy S9 (Plus) im Vergleich

Farblich sind die S9-Modelle im klassischen Midnight Black zu haben, dazu kommt eine Version in Blau, die wie beim S8 den Namen Coral Blue trägt; der Farbton unterscheidet sich aber etwas vom Vorgänger. Zu guter Letzt hat Samsung auch den Violett-Farbton neu aufgesetzt. Dieser heißt nun Lilac Purple und fällt etwas leuchtender und kräftiger aus.

Samsung Galaxy S9 und S9+

© WEKA Media Publishing GmbH

Von vorne unterscheiden sich Galaxy S8 und Galaxy S9 kaum.

Display, Größe und Design: Gutes bewährt sich

Über Display und Design bei Galaxy S8 und Galaxy S9 lässt sich kaum etwas bemerkenswertes sagen, denn die Ähnlichkeit zwischen beiden Smartphone-Modellen ist einfach zu groß. Nach dem Motto, dass Gutes sich bewährt, hat Samsung dem S9 genau wie beim S8 wieder ein vollflächiges Display mit abgerundeten Kanten spendiert. 

Bei beiden Modellen in der kleineren Version von Galaxy S8 bzw. Galaxy S9 betragen die Display-Maße 5,8 Zoll und bei den größeren Modellen Galaxy S8+ bzw. Galaxy S9+ sind es 6,2 Zoll. Auch die Auflösung des OLED-Displays ist mit 2960 x 1440 Pixeln gleich. Die Pixeldichte beträgt bei den kleineren Samsung-Phones 570 ppi, bei den größeren sind es 529 ppi.

Lediglich der Rand fällt bei Galaxy S9 und Galaxy S9+ ein klein wenig schmaler aus als beim Vorgänger-Paar. Eine weitere Änderung, die Samsung vorgenommen hat und die weitestgehend unbemerkt bleiben dürfte, sind ein verstärkter Aluminium-Rahmen, der besser vor Stößen und Kratzern schützen soll, sowie verstärktes Glas, das wie gewohnt bei allen Smartphones die Vorder- und Rückseite bedeckt. Samsung garantiert außerdem wieder Schutz vor Wasser und Staub nach IP-Standard 68.

Samsung Galaxy S9 Kamera

© Weka Media Publishing GmbH

Beim Galaxy S9 sitzt der Fingerabdruck-Sensor nun bequem unterhalb der Kamera-Linse.​

Fingerabdruck-Sensor: Samsung reagiert auf Feedback

Eine Veränderung, die sich dann doch leicht bemerken lässt, ist die veränderte Position des Fingerabdruck-Scanners bei Galaxy S9 und S9+. Bei den Vorgänger-Modellen sitzt dieser auf der Rückseite direkt neben der Kamera. Das führte zu Unmut bei manchen Nutzern, da man leicht beim Versuch, das Gerät zu entsperren auf der Kamera landen kann, anstatt auf der Scan-Fläche für den Finger. Das führt am Ende zu unschönen Schmierern oder Fingertapsern auf der Linse.

Samsung hat nun offenbar aus seinen Fehlern gelernt, sich das Feedback zu Herzen genommen und den Fingerabdruck-Sensor besser erreichbar unterhalb des Kamera-Sensors platziert. Dafür gibt es auf jeden Fall Sympathie-Punkte.

Prozessor und Speicher: Upgrade bei Galaxy S9

Was den Speicher und den Prozessor angeht, bekommen Samsung-Kunden dieses Jahr tatsächlich mehr für's Geld und das schlägt sich auch in der Leistung der Smartphones nieder.

Bei unserem Test im vergangenen Jahr waren wir in Sachen Performance sehr zufrieden mit Galaxy S8 und Galaxy S8+: Unter dem Gehäuse sitzt hier die Chip-Eigenmarke von Samsung, Exynos, mit der Nummer 8995. Der Octa-Core-Prozessor läuft mit 64-bit-Architektur und taktet mit bis zu 2,3 GHz. Ihm stehen 4 GB RAM zur Verfügung. Der interne Speicher liegt bei 64 GB. Galaxy S8 und S8+ können per microSD um zusätzliche 256 GB erweitert werden. Außerdem gibt es eine Duos-Variante mit einem Hybrid-Slot für eine SD-Karte oder eine zweite SIM-Karte.

Das Galaxy S9 kann noch ein bisschen mehr. Der neue Prozessor heißt Exynos 9810, ebenfalls mit 64-bit-Architektur aber diesmal einer schnelleren Taktung von bis zu 2,7 GHz. Auch der RAM wurde angehoben, statt 4 GB gibt es nun 6 GB. Der interne Speicher bleibt bei beiden Smartphones mit 64 GB derselbe. Allerdings gibt es beim Galaxy S9+ eine Speichervariante mit 256 GB, für die man 100 Euro mehr zahlen muss. Per microSD kann der Speicher bei beiden S9-Modellen noch um satte 400 GB erweitert werden. Ohne Aufpreis kann man sowohl Galaxy S9 als auch Galaxy S9+ mit einem Hybrid-Kartenslot in der Dual-SIM-Variante bekommen.

Samsung Galaxy S9 Anschlüsse

© Weka Media Publishing GmbH

Beim Galaxy S9 wie beim Galaxy S8 gibt es einen 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer.​

Akku und Anschlüsse

Im Galaxy S8 steckt ein 3.000-mAh-Akku, im größeren Galaxy S8+ ein 3.500-mAh-Akku. Beide Geräte verfügen über einen USB-C-Anschluss, über den der Akku schnell geladen werden kann. Außerdem funktioniert das Laden auch kabellos per Induktion - das Zubehör dafür muss allerdings separat gekauft werden. In unserem Test hielt das S8+ im Display-Betrieb neuneinhalb Stunden durch, das S8 schaffte es immerhin noch auf knapp unter acht Stunden.

Das Nachfolger-Team S9 und S9+ ist mit einem 3.000- bzw. 3.500-mAh-Akku ausgestattet. Laut Samsung schaffen beide Smartphones etwa 25 Stunden Sprechzeit. Auch hier gibt es einen USB-C-Anschluss und die Möglichkeit, das Gerät kabellos zu laden.

Lesetipp: So läuft der Akku-Sicherheitscheck bei Samsung

Alle vier Samsung-Phones bieten LTE, NFC und Bluetooth 5.0. Außerdem halten die Koreaner treu zum 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer, den man an der Smartphone-Unterseite finden kann. Im Zubehör bei den Smartphones sind passende Kopfhörer vom österreichischen Hersteller AKG Acoustics enthalten.

Kurz vorgestellt: Samsung Galaxy S9+

Quelle: connect
Die wichtigsten Daten und Fakten zum Samsung Galaxy S9+ im Überblick.

Unboxing: Samsung Galaxy S8+

Quelle: connect
Packungsinhalt und Ausstattung des Samsung Galaxy S8+ im Unboxing-Video.

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