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Mobilfunk Netztest Österreich und Schweiz 2011

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In den Alpenrepubliken ließ sich in den letzten Jahren studieren, wie die Zukunft des Mobilfunks in Deutschland aussieht. haben die Schweiz und Österreich auch im Netztest 2011 die Nase vorn? connect hat getestet.

Ein Berg ist gut für Mobilfunker. Stellt man einen Sendemasten darauf, können dessen Signale das ganze Umland erreichen; so lassen sich große Gebiete mit einer Station versorgen.

Schwierig wird es allerdings, wenn sehr viele Menschen am Fuße des Berges leben. Denn die müssen sich die Übertragungskapazität der Funkstation teilen, auf Neudeutsch heißt das "Shared Medium". Kommt zum ersten noch ein zweiter Berg mit vergleichbaren Dimensionen, wird es ganz diffizil: Dann entstehen Funkschatten ohne Empfang.

Die Bevölkerungsverteilung im Zusammenspiel mit einer bergigen Landschaft fordert von den Netzplanern in der Schweiz und in Österreich also besonders sorgfältige Optimierung. Doch es gibt auch andere für den Mobilfunk wichtige Unterschiede zwischen  den Alpenländern und Deutschland.

Die Schweiz

Mit acht Millionen Einwohnern hat die Schweiz knapp ein Zehntel der deutschen Bevölkerung. Sie erwirtschaftet pro Kopf ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von etwa 70 000 US-Dollar. Das sind gut 50 Prozent mehr als die deutsche Wirtschaftsleistung, was für die Mobilfunknetzbetreiber auf eine zahlungskräftige Kundschaft schließen lässt.

Günstig für Netzbetreiber ist auch die dichte Besiedelung der Schweiz: Mit 188 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt sie nur knapp hinter Deutschland, einem der am dichtesten besiedelten Staaten der Welt.

Das Gros der Schweizer konzentriert sich im Mittelland, das Alpenland ist vergleichsweise dünn besiedelt. Die Berge, von denen über 3000 die 2000-Meter-Marke überschreiten, machen die Versorgung nicht einfacher. Die teilen sich in der Schweiz drei Netzbetreiber: die aus einem ehemaligen Staatsbetrieb hervorgegangene Swisscom bedient rund 60 Prozent der Kunden, der Rest teilt sich auf Sunrise und Orange zu je etwa gleichen Anteilen auf.

Österreich

Die Einwohnerzahl von Österreich liegt knapp vor der der Schweiz. Die Bevölkerung verteilt sich mit einer Dichte von 100 Menschen pro Quadratkilometer auf eine deutlich größere Fläche, die mit fast 1000 Bergen über 3000 Metern aus Netzbetreibersicht schwieriges Terrain darstellt.

Das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner liegt mit etwa 33 000 US-Dollar knapp 20 Prozent hinter dem von Deutschland. Da DSL in Österreich nie die Verbreitung wie in Deutschland fand, konnte sich schneller Datenmobilfunk dort rascher durchsetzen. Vier Netzbetreiber teilen sich den Markt in Österreich. Die beiden großen A1 Telekom Austria AG und T-Mobile Austria GmbH halten zusammen etwa 75 Prozent Marktanteile, ungefähr 20 Prozent entfallen auf Orange, der reine 3G-Netzbetreiber Hutchison 3G, oder einfach "3", liegt bei 9,5 Prozent.

Unabhängig von den durchaus unterschiedlichen geografischen Bedingungen und der Bevölkerungsverteilung haben sich connect und unser bewährter Netztestpartner P3 communications bemüht, die Art der Testdurchführung möglichst gleich zu halten. Mehr dazu und natürlich zu den Ergebnissen des Netztests lesen Sie auf den nächsten Seiten.

 
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