Die Kommunikation müssen Business-Smartphones aus dem Effeff beherrschen. Wir stellen 5 Top-Smartphones vor, die optimal für den Business-Einsatz geeignet sind.
Was für Business-Phones selbstverständlich sein sollte, ist oft gar nicht so einfach realisierbar. Etwa eine mechanische Schreibmaschinentastatur, die groß genug für kräftige Finger ist oder über gewölbte Tasten taktile Treffhilfe gibt.
Mit ihr werden formvollendete E-Mails zur leichten Übung. Wenn das Smartphone dann noch Einhandbedienung zulässt, ist der Handlungsreisende auch mit Gepäck nicht beim Netzwerken behindert. Daneben sollte Platz für ein halbwegs vernünftiges Display bleiben und für einen Akku, mit dem es sich bei Bedarf auch den größten Teil des Tages durchtelefonieren lässt.
Zudem ist es hilfreich, wenn das Gerät der Wahl auch bei schwachem Netz die Verbindung halten kann, Daten selbst über GPRS-/EDGE-Netze in akzeptabler Geschwindigkeit zum Empfänger bringt und im Ausland nicht durch Gebühren das Controlling der Firma in den Wahnsinn treibt. Mit einem solchen Smartphone gerüstet, trotzt der Businessprofi schlechter Versorgung und hohen Roaminggebühren.
Wir stellen fünf Modelle vor, die uns im Business-Einsatz überzeugt haben:
Mit dem Bold 9900 verleiht RIM dem mächtigsten Blackberry eine angemessene Portion Glamour. Schon der erste Bold konnte nicht nur mit seiner großen Tastatur überzeugen. Das aktuelle Modell 9900 hat sich von der Gehäusegröße bis zu den ergonomisch, auf höchste Treffsicherheit optimierten, Tasten optisch auf den ersten Blick nur wenig verändert.
Auf den zweiten Blick wird sich der Betrachter aber der um Klassen besseren Verarbeitung bewusst, der Bold 9900 muss sich mit seinem massiven Metallrahmen und hochwertigen Glas-, Kohlefaser und Kunstoffflächen auch neben einem iPhone oder einer Manufaktur-Armbanduhr nicht verstecken. Der hochwertige Touchscreen wird bei ihm durch einen Touchpad-Navigationsknopf unterstützt, der schnell durch die Menüs führt.
Damit ist klar, dass der Nutzer den 9900 gern in der Hand hält, auch um mit ihm längere Texte zu schreiben. Doch das ist nicht alles: Die Funkeigenschaften überzeugen und beim Telefonieren bietet der große Blackberry mehr als ansprechende Klangqualität. Das erleichtert Gespräche, die im D- und E-Netz zwischen sieben und neun Stunden dauern dürfen, nur bei UMTS bricht der 9900 auf knapp dreieinhalb Stunden ein.
Doch viele Business-User schalten den schnellen Mobilfunkmodus zugunsten längerer Ausdauer sowieso ab. Das bringt bei der als besonders sicher geltenden Blackberry-Servertechnik nur geringe Einschränkungen mit sich, da ihre Komprimierungstechnik auch aus langsamen Verbindungen das Optimum herausholt.
Neben dem voluminösen 9900 bietet RIM die Kompaktversion Bold 9780 ohne große funktionale Abstriche. Mehr noch als die Tastatur des 9900 beweist die des Bold 9780, dass RIM Keyboards bauen kann. Die Treffsicherheit auf den gewölbten Tasten ist für die Größe ausgezeichnet.
Doch auch sonst kann das etwas einfacher als der 9900 verarbeitete Smartphone im täglichen Einsatz voll überzeugen. Einhandbedienung ist natürlich kein Problem. Zudem beschleunigen Touchscreen und Touchpad die Navigation durch die Menüs des enorm kommunikativen Blackberry OS 6, sobald der Nutzer sich einmal eingearbeitet hat.
Wobei Eile für 9780-Besitzer gar nicht nötig ist. Mit Gesprächszeiten im GSM-Netz zwischen elf und zwölf Sunden und bei UMTS um knapp vier Stunden telefoniert es sich lang und akustisch auf hohem Niveau mit dem 118 Gramm leichten Business-Telefon. Auch die typische Ausdauer von etwa acht Stunden bei der Nutzung von Internet und Co prädestinieren den kleinen Bold als ein echtes Arbeitsgerät, das dank weit überdurchschnittlicher Funkeigenschaften nur ganz selten den Kontakt zur Außenwelt verliert. Mit der kommuniziert er aufgrund der besonderen Stärken von Blackberry OS nicht nur über Mail, Messenger und Social-Media-Netzwerke schnell, sicher und einfach.
Insgesamt bietet der 9780 nicht ganz den Komfort und den Status des Bold 9900. Er hat aber alle Stärken und die Zähigkeit, die nötig sind, damit sich sein Besitzer auf der Erfolgsleiter hocharbeiten kann.
Dank Schiebetastatur kann das Symbian-Gerät Nokia E7 einen besonders großen Touchscreen bieten. Mit dem gut verarbeiteten Metallgehäuse und dem stabilen Schiebemechanismus zeigt das Nokia eine einem im Dauereinsatz stehenden Business-Smartphone angemessene Mechanik.
Das fast über die ganze Höhe gehende Keyboard unterstützt durch großzügige Tasten das schnelle Schreiben von E-Mails und anderen Texten. Ergänzt wird es von einem brillanten 4-Zoll-OLED-Touchscreen-Display. Für das lassen sich drei verschiedene Home-Screens konfigurieren, etwa für Office, Reise und Home. Die Auflösung ist mit 640 x 360 Pixeln geringer als üblich.
In der Ausdauer liegt das E7 etwa zwischen dem großen und kleinen Bold, in Funk und Akustik kommt es mit kleinen Differenzen nah an das 9900er-Modell aus dem Hause RIM heran. In Bezug auf komprimierte Datenübertragung bietet das Blackberry-System natürlich seine Vorteile, dem Nokia die Unterstützung des weitverbreiteten Quasi-Standards Exchange-Active-Sync entgegensetzt.
Beim Synchronisiseren von Outlook-Daten auf dem PC haben beide Systeme ihre Stärken, doch wenn es ums Entertainment nach erfolgreichen Geschäften geht, spielt das E7 einige Trümpfe aus. 14 Gigabyte Speicher, jedoch ohne zusätzliche Micro-SD-Unterstützung, sind ein gutes Argument für das E7. Dazu gesellt sich noch der HDMI-Ausgang, der Fotos und Videos auf den Fernseher bringt.
Mit dem Torch 9810 hat RIM die Vorteile eines großen, hochaufgelösten Bildschirms mit einer Tastatur verbunden. Mit 3,2-Zoll-Diagonale auf dem kapazitiven Touchscreen braucht sich der Torch 9810 nicht vor reinen Touchscreen-Geräten zu verstecken. Die Auflösung von 640 x 480 Pixeln kommt dabei zumindest nah an den etablierten Standard heran.
Zumal der Torch bei der Texteingabe wertvolle Fläche nicht durch eine virtuelle Tastatur verschwendet. Die mechanische Tipphilfe ist bei ihm schnell ausgezogen. Die vertikale Anordnung begrenzt zwar die Fläche, doch das macht die für mehr Treffsicherheit sorgende Ausformung der Tasten wieder wett.
Zudem sichert das Hochformat gute Einhandbedienung. Das aufwendige Keyboard-Design fordert Tribut bei den Abmessungen und beim Gewicht, wo der Torch sogar oberhalb des schon großen Bold 9900 liegt. Der Bedien- geht also auf Kosten des Tragekomforts. In der Ausdauer liegen der Torch 9810 und der Business-Primus Bold 9900 wieder annähernd gleich auf. Auch beim Funk und mehr noch bei der Akustik zeigt der neueste Torch, dass Blackberry die Smartphone-Hardware-Entwicklung beherrscht.
Und auf der Softwareseite gehören die Vorzüge bei Kommunikation über E-Mail, Messenger oder soziale Netzwerke genauso zu den Stärken des Betriebssystems wie Sicherheit und gute Entertainment-Eignung. Nur die Bedienung setzt eher auf Effektivität bei Geübten als auf die Intuition bei Einsteigern.
Mit Tastatur und Touchscreen im Candybar-Format spricht das E6 die klassische Businessklientel an. Bei der Wahl zwischen luxuriöser Anzeige mit Tastatur und gutem Tragekomfort im feinen Jacket entscheiden sich viele Manager zugunsten der geringen Abmessungen.
Hier findet Nokia beim E6-00 einen guten Kompromiss – verglichen mit dem großen Bold ist es noch gut in im Sakko unterzubringen und kann dank geschickter Tastenwölbung auch bei der täglichen Korrespondenz überzeugen. Das Candybar-Format prädestiniert das mit reichlich Metall ins schwarze oder silberne Business-Outfit gekleidete Modell auch für den einhändigen Einsatz.
Neben der stimmigen Balance zwischen Handlichkeit und Bedienung lässt das Symbian-Betriebssystem in der vorletzten Version Anna auch in Sachen Business-Funktionalität kaum Wünsche offen, etwa beim Device-Management in Bezug auf Sicherheitsrichtlinien.
Doch auch wenn der E6-Besitzer nur telefonieren will, liegt er mit dem Nokia-Smartphone genau richtig. GSM-Gesprächszeiten zwischen elf und zwölfeinhalb Stunden stellen selbst solche Anwender auf eine Probe, die von Dienstanfang bis -schluss nur per Telefon agieren. Gut, dass das E6 zum Gesprächsmarathon den besten Klang unter den Profismartphones mitbringt und in Sachen GSM-Empfang richtig stark ist. Eine Schwäche erlaubt es sich bei UMTS, hier sind Ausdauer und Empfang nur durchschnittlich.