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Asus Zenfone AR: Augmented-Reality-Funktionen

  1. Asus Zenfone AR im Test
  2. Asus Zenfone AR: Augmented-Reality-Funktionen
Slingshot Island

© Hersteller

AR-Games wie „Slingshot Island“ betten die Spielewelt in die Umgebung ein. Zum Zielen und Spannen einer Steinschleuder muss sich der Spieler im realen Raum bewegen.

Wie Augmented Reality (AR) im Android-Phone geht und was die Technologie kann, zeigt das Asus Zenfone AR. Mit Googles Virtual-Reality-Brille sind sogar Ausflüge in ganz andere Sphären drin.

Da kommt der Tester ins Träumen: Ein PS-starker Sportwagen macht sich im Keller breit! Bevor virtuelle Gegenstände ihren Platz in realer Umgebung finden, müssen „Tango“-Smartphones wie das Zenfone AR oder auch das Lenovo Phab 2 Pro aber zuerst den Raum abscannen.

Wie Smartphones Tango lernen

Im Asus greift Googles Software für „maschinelles Sehen“ auf dessen 22,5-MP-Hauptkamera zurück. Eine zusätzliche Weitwinkeloptik erfasst Bewegungen (Motion Tracking). Eine Infrarot-Einheit misst zudem die Entfernungen zu Objekten (Tiefenerkennung). Aus dem Wust an Messwerten errechnet das Phone – ganz ohne GPS-Unterstützung – „Live“-3D-Raummodelle.

App-Entwickler können diese Daten für ihre Augmented-Reality-Anwendungen nutzen. Davon gibt’s derzeit auf der Tango-Plattform ca. 35 Stück. Sie ergänzen meist die abgebildete Realität um virtuelle Objekte wie Fahrzeuge oder Einrichtungsgegenstände. Die Besonderheit: Ändert sich die Position des Smartphones im Raum, passt sich die Displaydarstellung an. Wer möchte, kann also um das virtuelle Objekt herumgehen und dabei im Display das Traumauto aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Doch das ist nicht alles: Zu den Zusatzelementen können auch Tasten für die Interaktionen oder Informationen aller Art gehören. Bei dem AR-Fahrzeug lassen sich etwa per Fingertipp Türen öffnen oder Felgen und Farben ändern.

 Zenfone AR Daydream View

© Asus / Google

Wer möchte, kann mit dem Zenfone AR auch zu Reisen in komplett virtuelle (Spiele-)Welten aufbrechen. Möglich macht es die 220 Gramm leichte, bequeme Google-Brille „Daydream View“ für 69 Euro. Der beigelegte Controller erleichtert die Navigation und die Interaktion mit der VR-Umgebung.

Augmented Reality in der Praxis

In den Tests wirkte die Technologie noch etwas unausgereift. Bei Positionswechseln des Phones blieben die eingeklinkten Gegenstände nicht immer an Ort und Stelle und auch die Proportionen zwischen Umgebung und den virtuellen Ergänzungen waren teils unrealistisch. Raum-Scans erfordern zudem ausreichend Helligkeit. Die (Start-)Schwierigkeiten traten sowohl beim Zenfone AR als auch beim Phab 2 Pro auf. Die teils mehrere 100 Megabyte großen Apps und die hohe Rechenintensität bringen aktuelle Smartphone-Hardware an ihre Grenzen. Die Folgen: Eine relativ starke Wärmeentwicklung der Gehäuserückseite sowie lange App-Ladezeiten und eine teils stockende Bedienung. Im Vergleich mit dem Lenovo liefen die AR-Apps im leistungsstärkeren Zenfone flotter und runder.

Blick in die Google VR-Brille

In das Daydream-View-Headset gesteckt gab das Zenfone AR ein gutes Bild ab – vor allem, weil dessen OLED-Display schnelle Antwortzeiten und kurze 2-ms-Mindestleuchtdauer (Low-Persistence) bietet. Dadurch kann die VR-Darstellung bei Kopfbewegungen besser angepasst werden. Ein Manko bleibt: Aufgrund des geringen Abstands zum Display sieht das Auge auch hier trotz WQHD-Auflösung, dass die VR-Welten aus Pixeln gebaut sind. Machen wir uns nichts vor: Augmented Reality im Phone ist derzeit nur etwas für Spieltriebige, die heiß auf das Neueste sind. Was die Technologie wirklich bringen wird, muss die Zukunft zeigen. So gesehen steckt das Morgen schon heute im Asus Zenfone AR.

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