
Dual-SIM-Handys im Praxistest
Sie nutzen zwei SIM-Karten, hätten aber am liebsten nur ein Handy im Einsatz? Die Lösung: Dual-SIM-Handys, die zwei Mobilfunkkarten gleichzeitig verwalten. Connect hat sich die wichtigsten Modelle genauer angeschaut.
Die Möglichkeit, zwei Karten in einem Gerät zu verwalten, klingt entsprechend verlockend. Dual-SIM-Handys bieten genau das: Sie halten zwei Karten gleichzeitig im Mobilfunknetz eingebucht, sodass Sie im Idealfall vor jedem Anruf und vor jeder SMS entscheiden können, welche SIM-Karte zum Einsatz kommen soll.
Was dagegen spricht: Die verfügbaren Dual-SIM-Geräte sind meist vornehmlich zum Telefonieren und Simsen geeignet und bieten allenfalls eine ordentliche Multimedia-Ausstattung. Ein Top-Smartphone sucht man hier vergeblich. Daran hat sich in den letzten Jahren wenig geändert. Gerade mal eines der im Folgenden vorgestellten Modelle ist ein echtes Smartphone mit Android-Plattform und der Möglichkeit, per Apps den Funktionsumfang zu erweitern.
Kaum Markenware zu finden
Weiteres Problem: Legt man Wert auf Markenware, ist die Auswahl an Dual-SIM-Geräten sehr übersichtlich. Nach Samsung traut sich mit Nokia erst der zweite etablierte Hersteller an das Thema heran, denn das ist bei Netzbetreibern nicht sonderlich beliebt. Warum sollen sie auch ein Handy subventionieren, wenn das noch Platz für eine SIM-Karte der Konkurrenz bietet? Zudem haben einige kleinere Hersteller wie General Mobile oder Hyundai Mobile bereits das Handtuch geworfen.
Im Graubereich ist das Sortiment dagegen riesengroß: Wer im Netz stöbert, stößt auf Onlineshops, die eine Vielzahl an Dual-SIM-Modellen anbieten – teilweise dreiste Kopien von iPhone und Co. Wir beschränkten uns bei der Auswahl der Praxistestkandidaten auf Anbieter, bei denen man sich keine Gedanken machen muss, ob die Geräte überhaupt für Europa zugelassen sind.
Dual-SIM-Handys im Test
1 von 10Samsung GT-B7722i
Wie bei den Dual-SIM-Modellen üblich, finden sich unter dem Akkudeckel des B7722 zwei Steckplätze für SIM-Karten. Der eine unterstützt alle gängigen GSM-Frequenzen, kann auch in den USA verwendet werden und beherrscht UMTS samt dem Downloadturbo HSDPA. Der zweite Schacht unterstützt dagegen nur zwei GSM-Frequenzen, ist also nicht USA-tauglich.
Um mit dem B7722i zu telefonieren, muss man zuerst über eine spezielle Taste auswählen, welche SIM-Karte für den Anruf verwendet werden soll. Zur besseren Unterscheidung können Sie den SIM-Karten einen beliebigen Namen geben und einer Kategorie wie „Büro“ oder „Privat“ zuteilen. In der Statusleiste erscheint neben der Feldstärkeanzeige dann ein entsprechendes Symbol. Als Besonderheit bietet das B7722i eine Roaminganzeige: Ist eine Karte in einem ausländischen Netz eingebucht, wird dies durch ein rotes „R“ signalisiert.
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