Testbericht HP Veer im Test
- Testbericht
- Datenblatt
Hewlett-Packard Veer
- Hersteller
- Hewlett-Packard
- UVP
- 379 €
- Wertung
- 337.0 Punkte
- Testverfahren
- 1.5
Wer mit seinem Smartphone gern ein wenig Aufmerksamkeit erregt, liegt mit dem HP Veer genau richtig. Wo die Tester von connect mit dem 379 Euro teuren Mobiltelefon auch auftauchten – das Interesse an dem winzigen Gerät war stets riesengroß.
Klein, aber fein
Doch von den von allen Palm-Fans sicher hochgeschätzten konzeptionellen Ähnlichkeiten abgesehen ist beim Veer auch die Handschrift von HP deutlich zu sehen. Der Materialmix des Gehäuses etwa ist spürbar hochwertiger ausgefallen als bei den Pres der ersten Stunde. Fein gummierte Oberflächen zieren das überdurchschnittlich stabile Gehäuse. Das Upgrade schlägt sich am Rande bemerkt auch in der Verpackung nieder: Die orientiert sich nun eher an den exquisiten Schachteln, in denen Apple seine Produkte ausliefert, als an den Blister-verpackungen, in denen man früher Palm-PDAs kaufen konnte.
Etwas kurzatmig, der Kleine
Doch auch an der geringen Ausdauer hat der Akku seinen Anteil: Im typischen Betrieb hält das kleine HP-Smartphone maximal fünf Stunden durch, die Gesprächszeiten liegen zwischen drei (UMTS-Netz) und fast acht Stunden (E-Netz). Für Power-User ist das sehr knapp bemessen. Im Testalltag ließen wir das HP Veer denn auch öfter mal stecken, damit es sich nicht vor Erreichen der nächsten Lademöglichkeit verausgabte.
Auch reagierte das HP manchmal nicht ganz so schnell auf Eingaben, wie es moderne Oberklasse-Smartphones üblicherweise tun. Und dass das kleine Display die Treffsicherheit der Nutzer auf den Prüfstand stellt, muss nicht betont werden. Solcher Kritik stehen die sehr gute, eingängige Gestensteuerung und die Multitasking-Fähigkeit des Betriebssystems gegenüber.
Was HP mit Web OS bei der gleichzeitigen Nutzung mehrerer Applikationen vorlegt, lässt iOS und Android blass aussehen – zumal der Wechsel zwischen aktiven Apps mit Tipp- und Streichgesten einfach und intuitiv erfolgt. Nach dem bisher Gesagten ist klar: Das Display des Veer ist berührungsempfindlich, es gibt zudem eine darunter liegende, schwarze Fläche für spezielle Gesten. Natürlich versteht sich die Anzeige auch auf Multitouch-Fingerzeige, die etwa zum Aufziehen von Webseiten praktisch sind.
Kein Surfertyp
Dass das Surfen trotzdem nicht die Stärke des Veer ist, liegt dann auch weniger am durchaus konkurrenzfähigen Browser, sondern am limitierten Display. Das stößt mit einer Diagonalen von 2,6 Zoll bei 320x400 Pixeln naturgemäß an Grenzen. Doch im Gegensatz zu den meisten zur Zeit populären Smartphones ist das Veer nicht allein auf den Bildschirm zur Bedienung angewiesen.
Mit „Just type...“ ist zudem ein sehr nützliches Feature eng mit der Tastatur verbunden: Es reicht, einen Begriff einzugeben – und schon durchsucht das Veer seinen Speicher nach Programmen, Dateien, Personen und Ähnlichem mit Bezug zum eingegebenen Wort. Zusätzlich wird die Suche per Google, Wikipedia oder Twitter angeboten, auch andere Aktionen wie die Erstellung eines Termins offeriert das Veer bei Texteingaben automatisch.
Ausstattung mit Potenzial
Bei der Ausstattung hat HP nicht gespart. Das kabellose Ladeteil Touchstone und die üppigen 8 Gigabyte Flashspeicher, von denen 6,5 Gigabyte frei verfügbar sind, markieren mehr als einen Hauch Luxus. Die fehlende Möglichkeit, den Speicher per Steckkarte auf-zurüsten, ist so oft verschmerzbar. Die blitzlose 5-Megapixel-Kamera macht unter guten Bedingungen ordentliche Schnappschüsse. Insgesamt ist das HP Veer sogar besser ausgestattet als sein nächster und deutlich größerer Verwandter Palm Pre Plus .
In Sachen Apps hinkt der App Catalog den Vorbildern Apple und Android aber noch weit hinterher: Damit das Veer in speziellen Anwendungsbereichen wie Navigation oder Office sowie generell in der Fülle der Programme mithalten kann, muss sich noch viel tun.
Technisch reife Leistung
Weitere Informationen:
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