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Testbericht Mobistel Cynus T2 im Test

von
Mobistel Cynus T2
Labortest
71 %
Zuletzt aktualisiert: 22.09.2014
Mobistel Cynus T2
Smartphones
Pro
  • attraktive Optik
  • einfache Bedienung
  • Dual-SIM-Funktionalität
  • helles 5-Zoll-Display
  • gute Kamera mit vielen Funktionen
  • niedrige Displayauflösung
Contra
  • nicht beide SIM-Slots parallel nutzbar
  • nur ein UMTS-Funkteil
  • wenig interner Speicher
Fazit

Wir kennen Stand heute kein besseres Smartphone in der Klasse bis 200 .

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Das Cynus T2 erweist sich im Test mit seiner cleveren Ausstattung als echter Geheimtipp in der Preisklasse bis 200 Euro – trotz Displayschwäche.

Kaum ein anderes Low-Budget-Smartphone sorgt im Web aktuell für so viel Furore wie das Cynus T2 von Mobistel. Für gerade einmal 199 Euro bringt das Android-4.0-Modell ein 5-Zoll-Display, Dual-SIM-Funktion und eine 12-Megapixel-Kamera mit.

Gehäuse: Großes Vorbild

Optisch haben sich die Macher des Cynus T2 bei einem berühmten Vorbild bedient. So sieht zumindest die weiße Version (das Cynus T2 ist auch in Schwarz lieferbar) von vorne wie ein Samsung Galaxy S3 aus.

Ein Blick auf die attraktive, aber auch kratzempfindliche Gehäuseeinfassung in Metalloptik und die geriffelte Rückseite beenden jedoch die Ähnlichkeiten zum koreanischen Megaseller schnell. Apropos Rückseite: Dort ragt der Kamerasensor doch arg weit aus dem Akkudeckel heraus und sorgt an dieser Stelle dann auch für eine Gesamthöhe von üppigen zwölf Millimetern.

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Ansonsten ist am Formfaktor des Cynus T2 nichts auszusetzen. Auch die Verarbeitung ist bis auf dezente Knarzgeräusche beim Bedienen und etwas Spiel beim Drücken auf die Akkuabdeckung durchaus gelungen.

Display: Maue Anzeige

Licht und Schatten gibt es allerdings beim Display zu vermelden. Zwar ist die Anzeige mit einer Diagonalen von 5 Zoll richtig groß, doch ein Blick auf die Auflösung von nur 480 x 854 Pixeln sorgt dann doch für Enttäuschung. Auch die Kontrastwerte sind nicht sonderlich berauschend. Dafür kann das Cynus T2 in Sachen Helligkeit punkten: Die erzielten 385 cd/m2 sind aller Ehren wert und sorgen auch bei direkter Sonneneinstrahlung für eine ordentliche Ablesbarkeit der Anzeige.

Mobistel Cynus T2

168 Gramm bringt das Cynus T2 auf die Waage.

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Bedienung: Android 4.0 in Reinform

An der Benutzeroberfläche von Android 4.0 hat Mobistel bis auf ein paar Icons kaum Hand angelegt. Das bedeutet für den Nutzer ein starres Hauptmenü ohne Individualiserungsmöglichkeiten und relativ wenige Optionen und Widgets für die fünf Startscreen-Ebenen.

Dennoch gelingt die Bedienung mit dem Cynus T2 problemlos. Hin und wieder genehmigte sich das Testgerät zwar eine kurze Pause beim Wechsel von Inhalten, doch insgesamt ist die Handhabung durchaus als flüssig zu bezeichnen. Lediglich ein paar Übersetzungsfehler oder auch gar nicht übersetzte Funktionen in diversen Optionsmenüs sind ärgerlich. So nennt Mobistel das UKW-Radio „FM-Übertragung“ und die Suche findet der Nutzer unter „Scan“.

Dual-SIM mit Handicap

Auch die Dual-SIM-Funktion offenbarte in der Praxis ein paar kleine Mankos. Führt man bereits ein Gespräch, landet ein eingehender Anruf auf der zweiten SIM automatisch in der Mailbox. Zudem besitzt das Cynus T2 nur ein UMTS-Teil, das allerdings HSPA für den schnellen Datentransfer beherrscht.

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Positiv ist die einfache Konfiguration im Menü unter „SIM-Verwaltung“. Dort legt der Nutzer fest, welche SIM sich um was kümmert. Zudem kann man bei jeder Funktion, bei der eine SIM zum Einsatz kommt, auch über die Statusleiste seine Vorauswahl bequem ändern.

Prozessor und Speicher: USB-Host als Schmankerl

Als technische Basis kommt die MT6577-Plattform von MediaTek zum Einsatz. Neben dem Dualcore-Prozessor mit 1-GHz-Taktung und Cortex A9-Architektur kümmert sich der Grafikprozessor PowerVRTM SGX531 um die Darstellung von Inhalten.

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Der Arbeitsspeicher fällt mit 512 MB etwas knapp aus, was auch auf die insgesamt 2,4 GB Nutzerspeicher zutrifft. Dieser lässt sich per Micro-SD-Karte einfach erweitern. Zudem beherrscht das Cynus T2 die USB-Host-Funktion und ermöglicht per optionalem USB-OTG-Kabel auch den Datentransfer mit USB-Speichermedien.

Kamera: Überraschend gute Bilder

Für einen positiven Eindruck sorgt zudem die 12-Megapixel-Kamera, die überraschend gute Bilder fertigt – dank doppeltem Fotolicht auch bei weniger guten Lichtverhältnissen. Erst bei genauer Betrachtung fällt das etwas stärkere Rauschen auf, auch mangelt es manchmal an Brillanz. Dennoch eine sehr gute Vorstellung für diesen Preis.

Das Kameramenü des Mobistel Cynus T2.
Das Kameramenü des Mobistel Cynus T2. ©

Messwerte: Durch die Bank top

Den richtig dicken Auftritt lieferte das Cynus T2 aber im Labor. Aus dem üppigen 2000-mAh-Energie­riegel holt das Mobistel fantastische Laufzeiten. So beträgt die praxisrelevante Ausdauer im Mischbetrieb mehr als beachtliche 6:44 Stunden. Auch die Gesprächszeiten im GSM-Einsatz sind mit bis zu 16 Stunden absolut top. Ein dickes Lob gibt es zudem für die 6:20 Stunden im UMTS-Einsatz. In der Ausdauerwertung erreicht das Mobistel so die volle Punktzahl.

Wer jetzt ein schwaches Ergebnis bei den restlichen Messeigenschaften erwartet hat, der sieht sich getäuscht. Denn sowohl die gut verständliche Akustik in beide Richtung als auch die ausgesprochen starken Sende- und Empfangseigenschaften sind für ein Smartphone dieser Preisklasse schlichtweg fantastisch.

Fazit: Ein echter Preistipp

Insgesamt verdient sich das Mobistel Cynus T2 mit dieser tollen Leistung einen Preistipp. Wir kennen Stand heute kein besseres Smartphone in der Klasse bis 200 Euro.

 
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Inhalt
  1. Mobistel Cynus T2 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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