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Testbericht

Nokia Lumia 625 im Test

Nokia Lumia 625
Labortest
71 %
Zuletzt aktualisiert: 25.10.2014
Nokia Lumia 625
Smartphones
Pro
  • schneller Prozessor
  • volle LTE-Unterstützung
  • großes Display
  • tolle Kamerafunktionen
  • umfangreiche Ausstattung
  • einfach konfigurierbarer Homescreen
Contra
  • vergleichsweise schwer
  • kein NFC
Fazit

Das Nokia Lumia 625 ist in vielen Eigenschaften nah am Lumia 720 dran und kann es teilweise sogar übertrumpfen.

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Das Nokia Lumia 625 ist mit guten 404 Punkten im Test und einer Preisempfehlung von 299 Euro wahrlich nicht teuer bezahlt.

Nokia hat mit dem Lumia 625 für 299 Euro nun mehr als ein halbes Dutzend Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone 8 am Start. Die Konkurrenz hält sich da noch vornehm zurückhalten.  

Performance: Treibende Kraft

Kein Wunder, dass der technische Fortschritte bei Windows Phone zuerst bei Nokia Einzug hält – wie jetzt der Qualcomm-Prozessor MSM-8930 aus der neuen Snapdragon-400-Baureihe im Lumia 625 zeigt. Der bringt das Smartphone deutlich auf Trab und bietet mehr Leistung, als man in dieser Preisklasse erwarten kann.

Zudem öffnet er das Tor, über das der schnelle Datenfunk LTE Einzug in das Gerät hält. Beste Voraussetzungen also, um in einem entsprechenden Mobilfunknetz an sehr belebten Plätzen, aber auch in eher dünn besiedelten Regionen datentechnisch schnell unterwegs zu sein.

Ausstattung: Nicht knauserig

Selbst beim Flash-ROM zeigt sich Nokia nicht knauserig und spendiert 8 Gigabyte, von denen knapp 5 GB für die Programminstallation übrig bleiben – was in dieser Klasse üppig ist. Daten lassen sich hier ebenfalls unterbringen, doch für die ist in erster Linie der SD-Card-Slot vorgesehen. Der funktionierte in unseren Tests selbst mit einer 64 Gigabyte fassenden Sandisk-Micro-SD-Karte, mehr ist zurzeit sowieso nicht drin. Einzig beim Arbeitsspeicher können sich High-End-Smartphones mit aktuell bis zu 2 Gigabyte RAM deutlich absetzen.

Nokia Lumia 925 im Test

Wobei das Lumia 625 auch mit 512 MB tolle Funktionen bietet, etwa die App Smart Cam mit schneller Serienbildfunk­tion und vielfältigen Bild­be­arbei­tungsmöglichkei­ten. Kamera und App durften im Test bei einem Seifenkistenrennen beweisen, dass sie den Spaß auf der Strecke auch in gute Bilder umsetzen können – sofern die Szenerie ausreichend hell ist. Doch nicht überall kann das preiswerte Lumia aus dem Vollen schöpfen, so verzichtet es auf den NFC-Chip zur schnellen Authentifizierung und zur problemfreien Kopplung mit geeigneten Geräten.

Display und Gehäuse: Größe zeigen

Wer aufgrund des Namens eine nahe Verwandschaft zu Nokias Lumia 620 erwartet, wird beim direkten Vergleich eines Besseren belehrt. Die potente Hardware steckt in einem deutlich größeren und schwereren Gehäuse als die des LTE-freien 620. 166 Gramm Gewicht bei einer Ausdehnung von üppigen  133 x 72 Millimetern sind schon überdurchschnittlich, die Bauhöhe gibt sich mit 10 Millimetern dagegen bescheiden.

Das Format ist zum Teil dem größeren Display und dem deutlich gewachsenen Akku geschuldet, der nun trotz einer abnehmbaren Gehäuseschale nicht mehr wechselbar ist.
Sich treu geblieben ist Nokia mit dem peppigen, in unterschiedlichen Farben lieferbaren Design – das offensichtlich auch den Gestaltern des iPhone 5c gut gefallen hat.

Das Display ist zum Rand etwas abgerundet.
Das Display ist zum Rand etwas abgerundet. ©

Bei der Verarbeitungsqualität verstehen die Finnen aber trotz buntem Outfit keinen Spaß und bieten mit dem hochwertigen Gehäuse keinen Anlass zur Kritik. Die Oberfläche der Schale ist erneut leicht mattiert, was für Rutschfestigkeit sorgt und Fingerabdrücken kaum eine Chance lässt.

Handys mit Windows Phone 8 im Vergleich

Das Display ist Nokia-typisch mit an den Seiten verrundetem Gorilla-Glas geschützt. Der Screen löst mit 800 x 480 Pixeln dem Preis gemäß auf;  angesichts der 4,7-Zoll-Diagonale hätten sich gute Augen dennoch über etwas mehr Bildpunkte gefreut. Der Bedienung tut das große Display gut, Icons und Keyboard-Tasten lassen sich zuverlässig treffen. Das ist etwa bei der Fahrt im Auto günstig, wenn man das Lumia 625 als Navi einsetzt.

Messergebnisse: Mehr Puste

Das ist ein Wort: Um rund 60 Prozent ist der Akku des Newcomers gegenüber dem 620 angewachsen – und hält beim Surfen und bei im 3G-Netz geführten Gesprächen gut sechs Stunden durch. In den 2G-Netzen hat das 625 sogar noch mehr Puste, der bange Bick auf den Akkustand ist also nicht des Nutzers täglich Brot.  

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Ein zuverlässiger Begleiter ist das Lumia 625 zumindest auch in der mit Mobilfunk gut versorgten Stadt. Denn bei der Sende- und Empfangsqualität kann es bei schwachem Netz kritisch werden – das gilt besonders für UMTS, wo die Balance zwischen hoher Sendeleistung und langer Ausdauer die Ingenieure vor eine besondere Herausforderung stellt. 

Was die Akustik und Klangqualität anbelangt, liegt das Nokia aber nahe am Optimum. Bemerkenswert ist etwa, dass das 625 störende Kneipengeräusche soweit ausfiltern kann, dass der Gesprächspartner kaum mitbekommt, in welchem Trubel der Anrufer steckt. Für Straßengeräusche gilt das umso mehr, doch hier leisten auch viele andere moderne Smartphones Vorbildliches. 

Fazit: Großer Sprung

Wer aufgrund des Namens eine große Ähnlichkeit zum Lumia 620 erwartet hat, wird angenehm überrascht. Der Neuzugang von Nokia liegt in vielen Eigenschaften viel näher am Lumia 720 und kann selbst dieses oft genug übertrumpfen, Man denke nur an das eingebaute LTE.

Lediglich auf NFC und eine weitergehende Gewichts- und Abmessungsoptimierung muss man im direkten Vergleich verzichten. In einer Eigenschaft bleibt das Nokia Lumia 625 erfreulicherweise sogar deutlich näher beim kleineren Modell aus gleichem Hause: Mit 299 Euro sind seine guten 404 Punkte im Test nicht teuer bezahlt.

 
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Inhalt
  1. Nokia Lumia 625 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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