Sony Xperia-Phones

Sony Xperia XA1 und XA1 Ultra im Test

Sony Xperia X1 und X1 Ultra haben ein Display, das rechts und links bis an den Rahmen reicht. Dafür nimmt Sony sogar Abstriche bei der Ausstattung in Kauf. Ob sich das lohnt, verrät der Test.

  1. Sony Xperia XA1 und XA1 Ultra im Test
  2. Sony Xperia XA1 und XA1 Ultra: Kamera und Ausdauer
Sony Xperia XA1

© Sony

Sony Xperia XA1

Pro

  • attraktives Design mit randlosem Display
  • schlankes Betriebssystem mit gutem Support
  • gut gemachter Software-Assistent vereinfacht Bedienung
  • gute bis sehr gute Funkeigenschaften
  • leuchtstarkes und kontrastreiches Display
  • 6-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung (XA1 Ultra)
  • Selfie-Kamera mit Bildstabilisator und Blitzlicht (XA1 Ultra)
  • sehr gute Akkulaufzeit (XA1 Ultra)
  • solide Kamera-Ausstattung (XA1)
  • kompakt, liegt gut in der Hand (XA1)
  • USB-C-Schnittstelle (XA1)

Contra

  • kein Fingerabdruck-Sensor
  • Akustik nur befriedigend (XA1 Ultra)

Fazit

connect-Testurteil: gut (Xperia XA1 Ultra: 384 von 500 Punkten; Xperia XA1: 379 von 500 Punkten)
76,8%

Das edle Design von Sonys Smartphones täuscht leicht darüber hinweg, dass die Japaner in diesem Markt einen schweren Stand haben. Mit dem Mittelklasse-Modell Sony Xperia XA gelang Anfang 2016 ein kleiner Überraschungserfolg, der Hingucker mit dem randlosen Display begeisterte bei der Vorstellung viele Beobachter. Die zweite Generation, etwas sperrig auf den Namen XA1 getauft, soll nahtlos daran anknüpfen. Sie wird in zwei Versionen angeboten: Der 6-Zöller XA1 Ultra ist besser ausgestattet und so riesig, dass der Daumenradius nur zwei Drittel des Displays abdeckt. Er ist mit 379 Euro aber auch 100 Euro teurer als der handliche 5-Zöller XA1. Während Letzterer in Schwarz, Weiß, Gold und Rosa erhältlich ist, wird das Ultra momentan nur in Schwarz und Weiß angeboten.

Design wird großgeschrieben 

Bei beiden Modellen entfaltet die Front mit dem randlosen Display einen besonderen Reiz. Sony gelingt es wieder sehr gut, dieses Alleinstellungsmerkmal stimmig in Szene zu setzen und optisch ganz weit vorne mitzuspielen. Das Gehäuse wirkt schlicht und elegant, das von den teureren X-Modellen bekannte puristische Design wurde auf den ersten Blick ohne große Verluste in eine tiefere Preisklasse übertragen.

Bei genauerem Hinschauen wird der gute Eindruck allerdings getrübt: Dass das Gehäuse fast vollständig aus mattem Kunststoff besteht, ist noch nachvollziehbar. Weniger Verständnis haben wir dagegen für die vielen gut sichtbaren Fugen an den Seiten, die beim günstigeren XA1 zudem nicht immer regelmäßig ausgeführt sind – für die Verarbeitung gibt es also nur die B-Note. Das Ultra schneidet hier besser ab. Auch haben die Geräte keine IP-Zertifizierung, ein wasserdichtes Gehäuse bleibt also den Sony-Modellen der Oberklasse vorbehalten.

Testsiegel connect gut

© WEKA Media Publishing GmbH

Testsiegel connect gut

Kein Fingerprintsensor 

Während den Japanern beim Design keiner etwas vormacht, hinken sie technisch hinterher – nirgendwo wird das so deutlich wie bei ihrer 2017er-Mittelklasse. Ein Fingerabdrucksensor gehört mittlerweile bis in den Einsteigerbereich hinein zur Standardausstattung. Sony verzichtet bei beiden Neuheiten darauf – wahrscheinlich, weil die Sony-typische Positionierung im Rahmen technisch nicht mit dem Randlos-Display vereinbar ist und man keine Kompromisse eingehen wollte. In Anbetracht der zunehmenden Bedeutung des Smartphones für sicherheitsrelevante Bereiche wie Online-Shopping oder -Banking halten wir das für einen schwerwiegenden Fehler und einen klaren Nachteil gegenüber dem Wettbewerb.

Das Display markiert zum Glück Licht am Ende des Tunnels, und zwar im Wortsinn: Beide Panels sind außerordentlich leuchtstark und bieten eine sehr gute​ Darstellungsqualität. Beim 6-Zoll- Modell setzt Sony auf Full-HD-Auflösung (1080 x 1920 Pixel), der 5-Zöller begnügt sich mit HD (1280 x 720 Pixel), was auf dieser Größe auch ausreichend scharf ist. So richtig Spaß macht die Darstellung aber erst auf dem mächtigen 6-Zoll-Display, vor allem Filme kommen in dieser Größe richtig gut rüber. Der Klang über den Lautsprecher auf der Unterseite ist dabei druckvoll und laut, ohne zu übersteuern.​

Sony Xperia XA1 und XA1 Ultra

© Sony

Die Seiten beider Smartphones werden von auffällig vielen Fugen durchzogen, die beim XA1 nicht immer passgenau sind. Die Tasten gefallen dagegen mit guter Positionierung und klar definierten Druckpunkten.

Beim Chipsatz setzt Sony auf den aktuellen Mittelklasse-SoC Helio P20 von Qualcomm-Konkurrent Mediatek. Der Achtkerner ist im 16-Nanometer-Verfahren gefertigt und liefert eine solide Performance, die auf dem Niveau eines Snapdragon 625 liegt. Das System reagierte im Test immer flüssig, auch anspruchsvolle Apps und Spiele meisterte das SoC (System on a Chip) ohne Probleme. Beim Arbeitsspeicher gibt es Unterschiede, die sich im Test allerdings nicht bemerkbar gemacht haben: Während dem XA1 3 GB zur Seite stehen, kann das Ultra auf üppige 4 GB zugreifen.

Das Betriebssystem macht einen schlichten und aufgeräumten Eindruck, genauso wie man es von Sony kennt und schätzt. Beide Geräte laufen mit dem aktuellen Android 7 plus nützlichen Zugaben. Die Japaner sind außerdem bekannt für ihren guten Software-Support, System-Updates dürften also regelmäßig auf den Smartphones eintreffen.

Sony Xperia Assistent

© Screenshot WEKA / connect

Unter dem Punkt "Assistent" findet man viele praktische Einstellungen, die nicht nur bei der Einrichtung des Smartphones helfen.

Intelligente Assistenz

Sony ist bekannt für seine schlichte Benutzeroberfläche, die stark an Googles Android orientiert ist. Die Japaner implementieren allerdings einige praktische Zusatzfunktionen, die im Einstellungsmenü unter dem Eintrag „Assistent“ gebündelt werden. Hinter den dort aufgeführten Punkten verstecken sich gut gemachte Apps, der Einführungsassistent etwa hilft nicht nur bei der Datenübertragung vom alten Smartphone, sondern auch bei der Personalisierung des neuen Modells und gibt außerdem Sicherheitshinweise.

Xperia Aktionen 

Einen echten Mehrwert bieten die Systemprofile, die Sie hinter dem Eintrag „Xperia Aktionen“ finden. Damit können Sie festlegen, dass in einem definierten Zeitfenster bestimmte Einstellungen automatisch aktiviert werden. Im Modus „Gute Nacht“ wird etwa die Bildschirmhelligkeit gedimmt und der Flugmodus sowie der augenschonende Display-Blaufilter aktiviert. Neben dem Nachtprofil hat Sony auch ein Profil fürs Ausland implementiert, das Roaming nur den Apps erlaubt, die Sie im Vorfeld dafür freigegeben haben.

Smart Cleaner 

Ebenfalls gut gefallen hat uns das Tool „Smart Cleaner“, das nicht nur den Speicher bereinigt, sondern auch eine einfache Routine zum Deinstallieren von Apps anbietet.

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