Ratgeber

iNanny Family Pro

Anders als die MiaVojo-Handys ist iNanny Family Pro ein reines GPS-Ortungssystem ohne Display. Die erste Annäherung an unser Testgerät verläuft positiv: Vor allem haptisch macht das weißgraue Gehäuse einen sehr soliden Eindruck. Es ist an seinen Kanten und auf der Vorderseite mit einer schützenden Gummierung überzogen; diese braucht das Gerät allerdings auch, um auf Kinderspielplätzen und bei schwierigen Witterungsbedingungen zu überleben.

© Stevecoleccs, iStockphoto

Über den großen Knopf lässt sich ein Alarm auslösen.

Da die Zielgruppen wie beim MiaVojo Personal Edition Senioren und Kinder sind, ist die Bedienung einfach gehalten - gerade einmal drei Knöpfe zieren die Hülle. Der wichtigste von ihnen ist der pinkfarbene Notrufknopf auf der Vorderseite: Hält man diesen gedrückt, sendet die iNanny einen Notruf an eine vorher festgelegte Nummer ab. Über das eingebaute Mikrofon kann der Träger im Notfall seine Situation schildern.

Nicht ganz so einfach verhält es sich mit der Statusanzeige der iNanny: Diese blinkt ähnlich wie ein Flugzeug in bestimmten Abständen und signalisiert damit, ob das Gerät gerade GSM- und/oder GPS-Empfang hat. An Rhythmus und Frequenz erkennt man den Status. Für Kinder ist das vielleicht noch verständlich, Senioren dürften sich mit damit schon schwerer tun.

Wer die iNanny-Ortungsdienste in Anspruch nimmt, muss laufende Kosten einplanen: Hersteller Leoworx bietet eine Flatrate für 9,99 Euro im Monat an. Hinzu kommen die Kosten für die SMS, die das iNanny-Gerät bei der Abfrage über das Mobiltelefon versendet. Die Ortung läuft ansonsten komplett über das Internetportal.

© Stevecoleccs, iStockphoto

Auf der Google-Maps-Karte wird die aktuelle Position des iNanny angezeigt.

Doch Vorsicht: Da auch hier die Ortung wie bei allen Geräten in diesem Praxistest via GPS funktioniert, ist sie auch nur bei vorhandenem GPS-Empfang mit Präzision möglich. Bricht der Empfang einmal ab, ist es mit der Ortung Essig. Bei unserem Praxistests trackte die iNanny Family Pro unsere Redakteure jedoch meist zuverlässig, in der Stadt kam es hin und wieder zu kleineren Abweichungen, die gebäudebedingt waren.

Das zum Zeitpunkt unseres Praxistests noch nicht ganz fertiggestellte Internetportal bietet diverse Funktionen. So lassen sich hier wie beim MiaVojo Geofences (Zäune) festlegen: Betritt der Träger der iNanny den zuvor gesperrten Bereich, sendet das Gerät eine SMS an eine hinterlegte Handynummer. Letztere ist übrigens nicht in der monatlichen Flatrate (9,99 Euro) enthalten, sondern kostet 9 Cent (pro SMS) extra. So können die lieben Kleinen ihre Eltern gleich doppelt ärgern.

Eine weitere Option des Internetportals ist der so genannte Geschwindigkeitsalarm: Mit dieser Funktion lassen sich Geschwindigkeitslimits festlegen, damit die Eltern immer wissen, wann der Nachwuchs mal wieder zu schnell mit Papas Auto unterwegs war.

connect-Praxistesturteil: ****

(von max. 5 Sternen)

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