Tablets & Smartphones: Spielen mit Grenzen

Kindermodus: "Kids-Space" bei Google

22.2.2022 von Andreas Seeger

ca. 2:10 Min
Ratgeber
VG Wort Pixel
  1. Kindermodus bei Amazon, Apple und Google - Überblick der drei Plattformen
  2. Kindermodus: "Bildschirmzeit" von Apple
  3. Kindermodus: "Kids-Space" bei Google
  4. Kindermodus: "Kids+" von Amazon
  5. Kindermodus: Fazit & Smartphone-Einstellungen
Kinds-Space bei Google - Screenshot Startbildschirm
Der Startbildschirm ist in Karten strukturiert, die sich horizontal durchscrollen lassen. Viele Inhalte passen so nicht auf den Bildschirm, sodass es an Übersicht fehlt. Leider gibt es kaum Anpassungsmöglichkeiten.
© connect

Pro

  • gelungene Personalisierung über einen Avatar
  • vielfältige und sehr gut aufbereiteter Videobereich
  • alle Android-Apps und -Dienste lassen sich einfach integrieren

Contra

  • Oberfläche und Aufbau lassen sich nur eingeschränkt anpassen und sind vor allem an Vorschulkinder gerichtet
  • Google-Account zwingend erforderlich

Fazit

In Verbindung mit der betont symbollastigen Oberfläche entsteht der Eindruck, dass sich Kids Space nur an jüngere Kinder richtet.

Google hat das Thema „Kinder und Tablet“ lange Zeit den Herstellern überlassen und erst vor einem Jahr mit „Kids Space“ eine Lösung präsentiert, die die Möglichkeiten von Family Link erweitert, die App aber nicht ersetzt.

Welche Voraussetzungen gibt es für Kids Space von Google?

Das bedeutet: Die Family-Link-App für die Eltern und ein Google-Account für das Kind sind weiterhin Voraussetzung. Zum Start kann das Kind einen Avatar auswählen und auf vielfältige Weise bis hin zur Rockfarbe anpassen.

Im eigentlichen „Kids Space“ angekommen, tritt aber eine gewisse Ernüchterung ein, schon nach kurzer Zeit wird klar, dass es sich nur um einen Homescreen mit Filterfunktion handelt, der vor allem die Inhalte des Play Store für Kinder aufbereitet. Im Gegensatz zu Amazon ist damit also kein Zugang zu zusätzlichen Inhalten verbunden.

Wie funktioniert der Kids Space?

Die Filterfunktion wird teilweise sehr gut umgesetzt, der Videobereich profitiert von Youtube Kids, der kindgerecht kuratierten Variante von Youtube. Der Bücherbereich präsentiert sich weniger vielfältig, die überschaubare Anzahl von Büchern wird über Google Play Books bereitgestellt.

Die Spiele- und die Lernspiele-Apps kommen aus dem Play Store, hier wird jener Bereich gespiegelt, der auf jedem beliebigen Smartphone oder Tablet unter dem Reiter „Kinder“ angezeigt wird. Über das Eltern-Menü können Eltern eigene Apps und Inhalte hinzufügen, etwa die Spotify-App für Hörbücher.

Irritierend ist, dass diese separat hinzugefügten Apps nirgendwo aufgeführt werden. Spotify erreicht man nur über die Karte letzte Apps oder über die Suchleiste. Letztere zeigt nur die lokalen Inhalte oder Inhalte aus Play Books oder dem Store, ist aber nicht mit dem Internet verknüpft.

Kinds-Space bei Google - Screenshot Startbildschirm
In Googles Family-Link-App kann man für jede App eine maximale Nutzungsdauer festlegen. Ausnahmen sind möglich, sodass etwa Spotify weiterlaufen kann, auch wenn das Bildschirmzeit-Tageslimit erreicht ist.
© connect

Was ist der Family Link von Google?

Die Google-App Family Link bietet einen ähnlichen Funktionsumfang, auch hier kann man App-genaue Zeiten festlegen und Altersfilter für Plattformen wie Youtube oder den Play Store einstellen. Google fehlt allerdings ein vergleichbares Inhalteangebot, unter Android gilt es also, Inhalte fürs Kind nach dem Baukastensystem zusammenzustellen, etwa Amazon Kindle für Bücher und Spotify für Hörbücher. Das zeigt, dass Android die im Vergleich offenere Plattform ist: Amazon-Inhalte sind hier zugänglich, während man unter Fire OS Youtube nur über Umwege ansehen kann.

Nokia T20 im Test
Nokia T20 im Test
© Nokia / Montage: connect

Fazit

In Verbindung mit der betont symbollastigen Oberfläche entsteht der Eindruck, dass sich Kids Space nur an jüngere Kinder richtet.

Welche Tablets eignen sich für Kids Space?

Kaufberatung: Google Kids Space ab 100 Euro

Bei Google muss man unterscheiden zwischen Family Link und dem Kids Space, der erst im Sommer 2020 vorgestellt wurde. Während es bei Ersterem vor allem darum geht, den Zugang zu Apps und Spielen zu kontrollieren und zu begrenzen, handelt es sich bei Letzterem um eine speziell angepasste Benutzeroberfläche mit altersgerechtem Zugang zu Büchern, Lern-Apps, Spielen und Videos.

Wer auf Google setzt, hat den Vorteil einer breiten Hardwarebasis, denn praktisch jedes Android-Smartphone und -Tablet kann über Family Link verwaltet werden.

Der Kids Space ist dagegen nur auf ausgewählten Tablets verfügbar, dazu gehören die aktuellen Modelle von Lenovo, das Kids Tablet von Medion (E10440) und das Nokia T20 (hier unser Test).

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