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Speedtest: So messen Sie die DSL-Geschwindigkeit richtig

10.1.2023 von Gabriele Fischl

Mit einem Klick können Sie bei Speedtests im Internet Ihre DSL-Geschwindigkeit testen. Doch was bedeuten die Werte eigentlich und welche Fehler sollten Sie vermeiden? Das erklären wir hier.

ca. 3:15 Min
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Wie schnell die DSL-Verbindung ist, verraten Speedtests.
© Benedek Alpar / Shutterstock.com

Die Messung der Internetgeschwindigkeit am Computer ist eigentlich ganz einfach: Mit nur einem Klick startet man im Browser einen beliebigen Speedtest und hat innerhalb weniger Sekunden das Ergebnis zur DSL-Geschwindigkeit vorliegen.

Nur, warum sind die Werte bei jedem Test anders? Und was bedeuten die Ergebnisse überhaupt? Ganz so einfach ist es also doch nicht. Wir erklären, worauf Sie beim Speedtest achten müssen.

Wie funktioniert ein Speedtest?

Beim Speedtest wird eine Datei vom Speedtest-Server auf den PC heruntergeladen und anschließend wieder hochgeladen. Dadurch werden Download- und Upload-Geschwindigkeit getestet.

Was bedeuten die Zahlen beim Speedtest?

Beim Speedtest werden Download- und Upload-Geschwindigkeit in MBit/s (Megabits pro Sekunde) gemessen. Die Download-Geschwindigkeit ist meist höher. Sie ist entscheidend für alles, was man im Internet konsumiert, wenn man z.B. eine Webseite im Browser betrachtet oder einen Film bei Netflix streamt.

Die Upload-Geschwindigkeit bestimmt dagegen, wie schnell man etwas ins Internet hochladen kann, wenn man z.B. eine E-Mail versendet oder ein Video bei YouTube veröffentlicht.

Als dritter Wert wird meist der Ping genannt. Dieser gibt die Zeitspanne an, die zwischen dem Aussenden eines Datenpakets und dem Empfang der Antwort vergeht. Die Pingzeit oder Latenzzeit wird in Millisekunden angegeben.

Welche Zahlen sind gut beim Speedtest?

Was gute Werte bei der Internetverbindung sind, hängt natürlich davon ab, welche Geschwindigkeiten man für den Anschluss gebucht hat. Zwar kommt in der Realität meist weniger als die maximale Bandbreite an, wenn die gemessenen Werte aber dramatisch unter den im Vertrag zugesicherten Geschwindigkeiten liegen, sollte man sich mit dem Anbieter in Verbindung setzen. Als Richtwert gilt, dass ca. zwei Drittel der maximalen Datenrate am Anschluss ankommen sollten.

Welche Internetgeschwindigkeiten man tatsächlich braucht, hängt davon ab, was man mit dem Internetanschluss tun möchte. Für das Streamen von Videos benötigt man mindestens 4 MBit/s, 4K-Videos brauchen mindestens 15 MBit/s. Fürs Online-Gaming sind etwa 10 MBit/s nötig. Das gilt jeweils für eine ungeteilte Leitung. Wenn mehrere Geräte im Netz sind, erhöht sich auch die benötigte Datenrate.

Wenn man selbst viel Content hochladen möchte, muss man natürlich auf eine entsprechend hohe Upload-Geschwindigkeit achten. Diese liegt bei den meisten Verbindungen deutlich niedriger als die Download-Geschwindigkeit.

Ein guter Ping ist vor allem dann wichtig, wenn es auf die Übertragung in Echtzeit ankommt. Im Gegensatz zu den Download- und Upload-Zahlen ist hier ein niedriger Wert besser. Für Videotelefonie etwa sollte der Ping nicht über 30 Millisekunden liegen, bei Online-Spielen nicht über 60 Millisekunden. Für viele andere Anwendungen reichen 120 Millisekunden.

Warum bekomme ich beim Speedtest immer unterschiedliche Ergebnisse?

Beim Speedtest spielen viele Komponenten eine Rolle, die das Ergebnis beeinflussen können. Neben dem eigenen DSL-Anschluss können auch beispielsweise der Router, die Netzwerkeinstellungen, das LAN-Kabel, der PC, der Browser, die geöffneten Programme und natürlich auch der Server des Speedtest-Anbieters das Ergebnis verändern.

Wenn es gerade viele Zugriffe auf den Speedtest-Server gibt, wird das Ergebnis anders ausfallen, als wenn Sie der einzige sind, der in dem Moment testet. Ähnlich verhält es sich an vielen anderen Stellen in der Gleichung.

Wie mache ich den Speedtest richtig?

Um die Geschwindigkeit Ihres DSL-Anschlusses zu testen, verbinden Sie das Testgerät am Besten per LAN-Kabel mit dem Router. Vor dem Speedtest sollten Sie andere Geräte möglichst vom Netzwerk trennen. Auch alle geöffneten Programme auf dem Testgerät sowie alle geöffneten Tabs im Browser sollten Sie schließen. Auch ein Antivirenprogramm kann den Speedtest negativ beeinflussen. Starten Sie am Besten auch den Browser neu, bevor Sie loslegen.

Somit können Sie einige Faktoren auf Ihrem Gerät bzw. in Ihrem Netzwerk eliminieren, die Einfluss auf das Ergebnis des Speedtests haben können.

Außerdem sollten Sie den Speedtest mehrmals zu unterschiedlichen Tageszeiten durchführen. So schließen Sie auch aus, dass die Auslastung des Speedtest-Servers Ihr Ergebnis verfälscht.

Was ist der beste Speedtest?

Im Internet werden zahlreiche Speedtests angeboten. Aber nicht alle sind tatsächlich geeignet, die DSL-Geschwindigkeit zu messen - etwa weil sie selbst zu geringe Datenraten senden, um eine schnelle Leitung tatsächlich auszureizen. Um genauere Ergebnisse zu erzielen, kann es sich lohnen, verschiedene Anbieter auszuprobieren.

  • Direkt bei Google kann man unter dem Suchbegriff "Speedtest" die Internetgeschwindigkeit testen.
  • Die Bundesnetzagentur bietet einen Speedtest als Desktop-App an. Es ist außerdem eine Messung im Browser möglich. Auch eine App für Smartphones gibt es.
  • Der Router-Hersteller AVM bietet ebenfalls einen Speedtest an. In Verbindung mit einer Fritzbox werden dabei zusätzliche Daten zur Internetleitung ermittelt.
  • Auch die Internet-Provider Telekom und Vodafone bieten eigene Speedtests an.

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