Testbericht

Der Rocker

Nokia 5800 XpressMusic

© fotos: hersteller

das 5800 xpressmusic versteht etwas von rock and roll: es wird mit einem plektrum ausgeliefert

Trotz der umfangreichen Ausstattung: Das 5800 XpressMusic will vor allem ein Musikhandy sein - und hier hält es, was es verspricht. Der Lieferumfang ist mit einer 8-GB-Speicherkarte, Headset und Datenkabel vollständig, der Musicplayer lässt sich also sofort nutzen.

Über die beiliegende Ovi-Suite, die USB-Massenspeicherfunktion oder auch ein Lesegerät für Speicherkarten lässt sich das Handy mit massig Musik befüllen. Die wird automatisch nach Interpreten, Alben und Songtiteln, Genres und Komponisten sortiert. Zudem lassen sich eigene Wiedergabelisten am Handy erstellen.

Der Klang: Es kommt aufs Headset an

Nokia 5800 XpressMusic

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dank 3,5-mm-klinkenbuchse oben am gehäuse passt jedes headset. das beiliegende taugt allerdings nicht viel

Neben einem Wiederholmodus und einer Zufallswiedergabe bietet der Player umfangreiche Einstellungsoptionen für den Klang. Zum Beispiel einen Balanceregler, einen Effekt, der für mehr Raumklang sorgen soll, sowie einen Bassbooster. Hinzu kommt ein 8-Band-Equalizer, der es erlaubt, mehrere Klangeinstellungen abzuspeichern.

Doch auch ohne Optimierung klingt das Handy hervorragend, das hört man allerdings nur bei Verwendung eines guten Headsets. Das Lob auf den Lieferumfang müssen wir hier einschränken, denn die beiliegenden Ohrhörer HS-45 bringen den sehr guten Klang des Handys nicht rüber. Der Hochtonbereich ist zu dominant, Grundton und Bassbereich fallen sehr früh ab.

Um die eigentlichen Qualitäten aus dem Handy zu kitzeln, muss also besserer Ersatz her. Dank der 3,5-mm-Klinkenbuchse oben am Gerät zwischen Einschalttaste und USB-Anschluss passt jedes handelsübliche Headset.

Von gutem Sound meilenweit entfernt

Nokia 5800 XpressMusic

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der musicplayer sortiert auch größere mengen musik übersichtlich nach verschiedenen kriterien

Wer über die besseren Kopfhörer auch telefonieren will, steckt einfach die beiliegende Verlängerung dazwischen - die hat ein Mikrofon und eine kleine Fernbedienung zum Steuern des Players eingebaut.

Zudem verspricht Nokia besonders gute, im Gehäuse integrierte Stereolautsprecher. Der Hersteller spricht von Stereoraumklang und hat dafür unter dem Rückendeckel etwas Luft gelassen, was dem Klang etwas mehr Volumen verleiht.

Das klingt besser als bei vielen anderen Musikhandys, von wirklich gutem Sound sind wir aber auch hier noch meilenweit entfernt. Immerhin sind die Lautsprecher erstaunlich laut, ein U-Bahn-Abteil lässt sich damit problemlos beschallen.

Die Bedienung: Dank Multitasking kein Problem

Nokia 5800 XpressMusic

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wem unterwegs ein titel fehlt: der nokia music store ist vom handy aus erreichbar

Während des Musikhörens im Internet zu surfen oder SMS zu tippen, ist dank der Multitasking-Fähigkeit des Handys kein Problem, und der Player ist über die Multimedia-Leiste von jeder Stelle im Menü sofort erreichbar.

Nokia 5800 XpressMusic

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auch bei laufendem radio lässt sich gleichzeitig im kalender stöbern oder im netz surfen

Diese Leiste wird durch Klick auf ein kleines Icon rechts über dem Display eingeblendet. Wählt man im Hauptmenü den Punkt "Musik", offenbaren sich die übrigen akustischen Fähigkeiten des 5800 XpressMusic. Hier findet sich ein UKW-Radio, das automatisch nach Sendern sucht und deren Namen einblendet.

Zudem verlinkt Nokia hier zu den passenden Diensten im Internet - vor allem zum Nokia Music Store, der DRM-geschützte Musik für meist einen Euro pro Titel bietet. Wer per Handy kauft, greift am besten per WLAN auf den Shop zu.

Denn zum Kaufpreis kommen gegebenenfalls noch die Gebühren für die übertragenen Daten hinzu. Gleiches gilt für die Podcast-Anwendung im Musikmenü, mit der Podcasts abonniert werden können.

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